
Die Bildqualität ist ordentlich, wenn auch nicht gut. Fernsehqualität wird nicht erreicht, HD-TV schon gar nicht. Aber für den Anfang nicht schlecht. Allerdings frage ich mich, wer das Angebot eigentlich nutzen soll. Denn für Sparten-Sparten-Sender ist mir die Zeit zu schade. Vielleicht gibt es Menschen, die sich für ein paar Minuten „Comedy Central“ vor den PC setzen (oder vor den mit dem Internet verbundenen Fernseher), aber allzu viele werden es sicher nicht sein. Allerdings will ich zu zugeben: Praktisch ist es schon, mit Joost fernzusehen. Man kann jede Sendung anhalten, vor- oder zurückspulen. Klasse.
Erdacht und auf die Beine gestellt wurde Joost übrigens von Kazaa- und Skype-Gründer Janus Frijs und Niklas Zennström. Kreativ sind die beiden ja. Und wer die kostenlose Beta-Software von Joost lädt und startet, bekommt ein farbenprächtiges Spektakel zu sehen. Joost setzt im Hintergrund auf P2P-Technologie. Und das bedeutet: Jeder, der sich kostenlos bei Joost anmeldet und mitmacht, speichert ohne es zu merken bis zu 500 MByte Videomaterial auf seiner Festplatte. Von dort werden die Bewegtbilder dann an andere Interessenten verschickt. Heute hat zwar fast jeder eine Flatrate, aber man muss es wissen, dass da Datenverkehr entsteht, der nicht für den eigenen Programmgenuss gedacht ist. 😉
Fazit: Hübsche Idee, gut umgesetzt – nur wozu? Da müssen noch ein paar spannendere Inhalte dazu kommen.
