Internet über Funk – 5G und Starlink als DSL-Alternative

von | 25.02.2013 | Tipps

Für die meisten Deutschen gehört die Nutzung des Internets zum Alltag. Ob von daheim oder unterwegs – der Zugriff ins Web gelingt heute mit fast jedem neuen technischen Gerät, das man sich anschafft.

Doch welche Voraussetzungen müssen eigentlich erfüllt sein, damit das Einloggen in die weite Welt des Internets überhaupt möglich ist?

Auf Internet muss niemand verzichten

Während die Internetversorgung in urbanen Gebieten nahezu lückenlos ist, gibt es im ländlichen Raum noch immer Regionen, in denen ein schneller Zugriff aufs Internet nicht einfach ohne Weiteres möglich ist. Dennoch ist das Internet mittlerweile für alle Altersgruppen unverzichtbar geworden – sei es für Homeoffice, Online-Banking, Streaming oder Smart-Home-Anwendungen.

Das Problem besteht allerdings darin, dass der Ausbau der Glasfaser-Leitungen teuer ist und sich für dünn besiedelte Gebiete nur langsam vorankommt. Daher sind viele Menschen gezwungen, sich nach alternativen Möglichkeiten umzuschauen, um Zugang zum Netz zu erhalten. Dass es diese Alternativen gibt, ist wichtig, schließlich wurde das Internet mittlerweile gerichtlich zur Lebensgrundlage erklärt.

5G und LTE machen den Unterschied

031- schiebDer Funkübertragung kommt heute eine entscheidende Rolle zu, wenn es um schnellen Internetzugang geht. Mit 5G, LTE und LTE Advanced gibt es mittlerweile Mobilfunkstandards, die problemlos als vollwertiger Festnetzersatz dienen können. Besonders 5G erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s und mehr – das übertrifft sogar viele DSL-Anschlüsse deutlich.

Funk-Internet als Alternative zur Festnetzleitung nimmt eine immer größere Bedeutung ein und stellt in ländlichen Regionen häufig sogar die bessere Option dar. Mit echten Flatrates ohne Drosselung könnt ihr nach Herzenslust surfen, streamen und downloaden, ohne euch Gedanken über Volumenbegrenzungen machen zu müssen.

Drei Wege ins Funk-Internet

1. Mobiler Hotspot/Router: Moderne 5G-Router für den Heimbereich ersetzen den klassischen DSL-Router komplett. Sie bieten WLAN für alle Geräte im Haushalt und erreichen Geschwindigkeiten, die für 4K-Streaming und Videokonferenzen völlig ausreichen. Anbieter wie Telekom, Vodafone oder O2 bieten spezielle Tarife für den stationären Einsatz.

2. Smartphone als Hotspot: Alle modernen Smartphones können als WLAN-Hotspot fungieren und andere Geräte mit Internet versorgen. Bei großzügigen oder unbegrenzten Handytarifen ist das oft die günstigste Lösung für gelegentliche Nutzung.

3. USB-Sticks und Datenkarten: Auch wenn sie nicht mehr so verbreitet sind, gibt es sie noch: USB-Modems und Datenkarten für Laptops. Sie eignen sich besonders für unterwegs oder als Backup-Lösung.

Starlink: Internet aus dem All

Eine völlig neue Alternative bietet Starlink von SpaceX. Das Satelliten-Internet erreicht auch die entlegensten Winkel und liefert Geschwindigkeiten von 50-250 Mbit/s. Die einmaligen Anschaffungskosten von etwa 450 Euro für die Satellitenschüssel und monatliche Kosten um 65 Euro machen es zu einer ernsthaften Option für ländliche Gebiete. Der große Vorteil: Starlink funktioniert völlig unabhängig von terrestrischer Infrastruktur.

Was kostet Funk-Internet?

Die Preise haben sich deutlich verbessert. Unbegrenzte 5G-Tarife für zuhause gibt es bereits ab 40-60 Euro monatlich. Oft sind sie sogar günstiger als vergleichbare Festnetzanschlüsse mit ähnlicher Geschwindigkeit. Viele Anbieter locken mit attraktiven Aktionspreisen oder kostenlosen Testphasen.

Grenzen und Nachteile

Trotz aller Fortschritte hat Funk-Internet noch Grenzen. Die Geschwindigkeit hängt stark von der Netzabdeckung und der Anzahl gleichzeitiger Nutzer in der Funkzelle ab. In Stoßzeiten kann es zu Verlangsamungen kommen. Auch die Latenz (Ping) ist meist höher als bei Festnetzanschlüssen – ein Problem für Online-Gaming oder Echtzeitanwendungen.

Die Zukunft gehört dem Funk

Mit dem kontinuierlichen 5G-Ausbau und neuen Technologien wie Millimeterwellen wird Funk-Internet immer attraktiver. Bis 2030 sollen 99% Deutschlands mit 5G versorgt sein. Für viele wird Funk-Internet dann die erste Wahl – nicht nur als Notlösung, sondern als vollwertige und oft überlegene Alternative zum Festnetz.

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Zuletzt aktualisiert am 22.04.2026