iOS 18: Bei diesen Geräten solltet ihr noch warten

von | 17.09.2013 | Tipps

iOS-Updates bringen regelmäßig neue Features und Sicherheitsverbesserungen. Doch nicht jedes Gerät sollte sofort auf die neueste Version upgraden – manchmal ist Geduld die bessere Strategie.

Mit iOS 18 hat Apple wieder einmal ein umfangreiches Update ausgerollt, das zahlreiche KI-Features, verbesserte Sicherheitsfunktionen und eine überarbeitete Benutzeroberfläche mitbringt. Trotz der verlockenden Neuerungen gibt es gute Gründe, warum ihr bei bestimmten Geräten noch warten solltet.

Ältere iPhones: Performance vs. Features

Das iPhone 12 und iPhone 12 Mini stehen an der Grenze zwischen „läuft noch gut“ und „wird langsam“. Während iOS 18 offiziell unterstützt wird, berichten viele Nutzer von spürbar langsamerer Performance, vor allem bei den neuen KI-Features von Apple Intelligence. Die Akkulaufzeit kann sich ebenfalls deutlich verschlechtern – ein typisches Problem bei älteren Geräten mit neuen iOS-Versionen.

Besonders kritisch: Das iPhone 11 kämpft bereits mit iOS 17 gegen Performance-Probleme. Ein Upgrade auf iOS 18 kann hier zu frustrierend langsamen App-Starts und ruckeligem Scrollen führen. Apple optimiert zwar mit späteren Updates nach, aber die ersten Monate sind oft holprig.

iPad-Nutzer aufgepasst: Nicht alle profitieren gleich

Das iPad der 9. Generation (2021) läuft zwar offiziell mit iPadOS 18, aber die neuen Multitasking-Features und Stage Manager funktionen können das Gerät an seine Grenzen bringen. Besonders bei mehreren geöffneten Apps wird es schnell träge.

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Das iPad Air der 3. Generation solltet ihr definitiv noch nicht upgraden. iPadOS 18 ist zwar technisch kompatibel, aber die Nutzererfahrung leidet erheblich. App-Wechsel dauern spürbar länger und das System reagiert träger auf Eingaben.

Die goldene Regel: Warten auf x.1 Updates

Apples erste Major-Release einer iOS-Version ist traditionell ein Beta-Test mit Millionen von Nutzern. Erst mit iOS 18.1 oder 18.2 werden die größten Kinderkrankheiten behoben. Diese Updates kommen meist 4-8 Wochen nach dem ersten Release und verbessern Performance, Stabilität und Akkulaufzeit erheblich.

Wer ein älteres Gerät nutzt, sollte mindestens bis iOS 18.2 warten. Dann habt ihr eine realistischere Einschätzung, wie gut das Update wirklich läuft.

Sicherheitsupdates als Alternative

Apple bietet mittlerweile für viele ältere Geräte separate Sicherheitsupdates an. Ihr könnt also bei iOS 17 bleiben und trotzdem wichtige Sicherheitspatches erhalten. Das ist oft der bessere Weg für Geräte, die bereits 3-4 Jahre alt sind.

Über die Einstellungen unter „Allgemein“ > „Softwareupdate“ könnt ihr zwischen dem vollen iOS 18-Upgrade und reinen Sicherheitsupdates wählen. Diese Option übersehen viele Nutzer, dabei ist sie oft die klügere Wahl.

Professionelle Nutzung: Stabilität geht vor

Wer sein iPhone oder iPad beruflich nutzt, sollte generell nicht sofort upgraden. Geschäftskritische Apps können Probleme mit neuen iOS-Versionen haben. Wartet mindestens 4-6 Wochen und informiert euch über Kompatibilitätsprobleme eurer wichtigsten Apps.

Viele Unternehmen blockieren sogar automatische Updates und testen neue iOS-Versionen erst ausgiebig, bevor sie freigegeben werden.

So bereitet ihr euch vor

Bevor ihr upgradet, solltet ihr ein vollständiges Backup erstellen – sowohl über iCloud als auch über iTunes/Finder. Prüft außerdem, ob genügend Speicherplatz vorhanden ist. iOS 18 benötigt je nach Gerät 5-8 GB freien Speicher für die Installation.

Ein Tipp: Schaut in Online-Foren und sozialen Medien nach Erfahrungsberichten von Nutzern mit eurem Gerätetyp. Dort zeigen sich Performance-Probleme meist schnell.

Die Ausnahmen: Diese Geräte sollten upgraden

Neue iPhone 15-Modelle und das iPad Pro mit M-Chips profitieren dagegen voll von iOS 18. Hier sind die neuen Features optimiert und die Performance bleibt stabil oder wird sogar besser.

Auch für Nutzer älterer Geräte mit kritischen Sicherheitslücken kann ein sofortiges Upgrade sinnvoll sein – aber nur wenn Sicherheitsupdates für die alte Version nicht mehr verfügbar sind.

Die Faustregel bleibt: Je älter euer Gerät, desto länger solltet ihr mit dem Upgrade warten. Eure Geduld wird meist mit einem stabileren und optimierten System belohnt.

Zuletzt aktualisiert am 21.04.2026