PWAs statt Chrome-Apps: Moderne Web-Apps organisieren

von | 23.06.2014 | Tipps

Chrome-Apps gehören der Vergangenheit an – Google hat diese Funktion bereits 2022 endgültig eingestellt. Stattdessen hat sich der Browser in Richtung Progressive Web Apps (PWAs) entwickelt, die eine moderne Alternative darstellen und ähnliche Organisationsmöglichkeiten bieten.

Das Ende der Chrome-Apps

Google stellte die Unterstützung für Chrome-Apps schrittweise ein: Seit 2020 konnten keine neuen Apps mehr installiert werden, und 2022 wurde die Funktion komplett entfernt. Der Grund: PWAs bieten die gleichen Vorteile, sind aber plattformübergreifend und folgen modernen Web-Standards.

Progressive Web Apps als moderner Ersatz

Progressive Web Apps sind im Grunde Webseiten, die sich wie native Apps verhalten. Sie lassen sich direkt über Chrome installieren und erscheinen dann im Startmenü eures Betriebssystems oder auf dem Desktop. Bekannte Beispiele sind Twitter, Instagram, Spotify oder Microsoft Office.

Um eine PWA zu installieren, besucht ihr einfach die entsprechende Webseite. Chrome zeigt dann automatisch ein Install-Symbol in der Adressleiste an. Nach der Installation verhalten sich diese Apps wie eigenständige Programme.

PWAs organisieren und verwalten

Im Gegensatz zu den alten Chrome-Apps werden PWAs direkt im Betriebssystem verwaltet. Unter Windows erscheinen sie im Startmenü, unter macOS im Launchpad und unter Linux in der jeweiligen App-Übersicht.

Für eine bessere Organisation könnt ihr:

Windows: PWAs in Ordnern im Startmenü gruppieren, indem ihr sie per Drag & Drop übereinander zieht – genau wie bei anderen Programmen auch.

macOS: Im Launchpad lassen sich PWAs ebenfalls in Ordner sortieren. Zieht einfach eine App auf eine andere, um einen Ordner zu erstellen.

Linux: Je nach Desktop-Umgebung stehen ähnliche Funktionen zur Verfügung.

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Chrome-Verknüpfungen als Alternative

Eine weitere Möglichkeit bieten Chrome-Verknüpfungen. Diese erstellt ihr über das Drei-Punkte-Menü unter „Weitere Tools“ → „Verknüpfung erstellen“. Wählt „Als Fenster öffnen“, um die Webseite wie eine eigenständige App zu verwenden.

Diese Verknüpfungen lassen sich ebenfalls in Ordnern organisieren, allerdings auf Betriebssystemebene, nicht mehr in Chrome selbst.

Die Vorteile von PWAs

PWAs bieten gegenüber den alten Chrome-Apps mehrere Vorteile:

  • Plattformunabhängig: Funktionieren in jedem modernen Browser
  • Automatische Updates: Aktualisieren sich selbst über das Web
  • Geringerer Speicherverbrauch: Nutzen die vorhandene Browser-Engine
  • Bessere Integration: Erscheinen wie native Apps im Betriebssystem
  • Offline-Fähigkeit: Viele PWAs funktionieren auch ohne Internetverbindung

Apps im Chrome-Browser verwalten

Falls ihr noch alte Chrome-Bookmarks oder gespeicherte Seiten habt, findet ihr diese unter chrome://apps/ – diese Seite zeigt allerdings nur noch installierte PWAs und Verknüpfungen an.

Für eine bessere Übersicht empfiehlt es sich, die Lesezeichenleiste zu nutzen und dort Ordner für verschiedene Kategorien anzulegen. So habt ihr direkten Zugriff auf eure wichtigsten Web-Apps.

Fazit: Moderne Organisation ohne Chrome-Apps

Obwohl Chrome-Apps verschwunden sind, bieten PWAs und Verknüpfungen heute deutlich bessere Möglichkeiten. Die Organisation erfolgt direkt im Betriebssystem, was für eine einheitlichere Nutzererfahrung sorgt. PWAs sind zudem zukunftssicherer und werden von allen großen Browser-Herstellern unterstützt.

Zuletzt aktualisiert am 19.04.2026