Es gibt Videos, die sind echte Hingucker. Weil sie originell von der Idee sind, weil sie einen gewissen Witz haben – und auch niemandem wirklich weh tun. Ein Satirevideo auf YouTube zeigt uns vier Jungs, die sich Apple-T-Shirts überziehen und sich in einem Apple Store als Mitarbeiter ausgeben. Dann aber beraten sie die Kunden völlig anders als üblich: Sie schimpfen über iPhone, iPad und Co. – und schicken die Kunden zu Microsoft. Die seien auch direkt in der Mall.
Apple dürfte die Idee vermutlich nicht so witzig finden – und auch keinen Gefallen am Video. Interessant ist zu sehen, wie die Kunden auf die ungewöhnliche Offenheit der Berater reagieren. Schließlich bekommt man in einem Apple-Laden nicht oft gesagt, dass Apple nichts taugt.
Einige Kunden folgen dem Aufruf der vier Jungs sogar und stiefeln schnurstracks in den Microsoft-Store um die Ecke. Keinen Spaß verstehen die echten Mitarbeiter, die wirklich genauso aussehen: Dasselbe T-Shirt, auch eine falschrum aufgesetzte Kappe… Einfach mal anschauen.
Warum dieses Video heute noch relevanter ist
Das Video ist zwar schon einige Jahre alt, aber die Botschaft dahinter ist aktueller denn je. In Zeiten, wo Apple-Produkte preislich immer weiter in die Höhe schießen – das iPhone 15 Pro Max kostet mittlerweile über 1.400 Euro – und gleichzeitig Microsoft mit Surface-Geräten und Windows 11 eine echte Alternative bietet, wirkt die Satire fast prophetisch.
Besonders spannend: Microsoft hat sich in den letzten Jahren tatsächlich zu einem ernsthaften Konkurrenten entwickelt. Surface Studio, Surface Pro und die neuen Surface Laptop-Modelle können durchaus mit MacBooks und iMacs mithalten. Und Windows 11 hat viele der Designprinzipien übernommen, für die Apple früher allein bekannt war.
Die Macht des Viral Marketing
Das Video zeigt aber auch, wie Viral Marketing funktioniert – und wie es schiefgehen kann. Die vier Jungs haben mit ihrem Streich Millionen von Views generiert, ohne dass Microsoft auch nur einen Cent dafür bezahlt hätte. Gleichzeitig hat Apple unfreiwillig schlechte Publicity kassiert.
Solche Guerilla-Aktionen sind heute schwieriger geworden. Apple Stores haben ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft, und auch die rechtlichen Konsequenzen sind härter. In Deutschland könnte so eine Aktion schnell als unlauterer Wettbewerb oder sogar als Betrug gewertet werden.
Was wir daraus lernen können
Das Video wirft wichtige Fragen auf: Wie transparent ist Verkaufsberatung wirklich? Apple-Mitarbeiter werden darauf trainiert, die Vorzüge der eigenen Produkte zu betonen – logisch. Aber ehrliche Beratung würde manchmal bedeuten zuzugeben, dass ein Android-Handy oder ein Windows-Laptop für bestimmte Nutzer die bessere Wahl wäre.
Hier hat sich in den letzten Jahren tatsächlich etwas getan. Viele Händler setzen heute auf ehrlichere Beratung, weil zufriedene Kunden wichtiger sind als der schnelle Verkauf. Online-Reviews und Vergleichsportale haben die Macht der Verkäufer ohnehin reduziert – Kunden informieren sich vorher.
Die Realität 2026: Apple vs. Microsoft
Wenn die vier „Fake-Berater“ heute wieder aktiv wären, hätten sie durchaus gute Argumente:
Für Microsoft sprechen:
– Surface-Geräte mit deutlich besserer Reparierbarkeit
– Windows 11 mit verbesserter Benutzerfreundlichkeit
– Bessere Integration mit Gaming und Business-Software
– Meist günstigere Preise bei vergleichbarer Leistung
Für Apple sprechen nach wie vor:
– Nahtlose Integration im Apple-Ökosystem
– Länger unterstützte Geräte (bis zu 7 Jahre iOS-Updates)
– Bessere Privatsphäre-Features
– Hochwertigere Verarbeitung bei Premium-Geräten
Fazit: Mehr als nur ein lustiger Streich
Das Video ist weit mehr als nur ein gelungener Prank. Es zeigt, wie wichtig kritisches Denken beim Gerätekauf ist. Egal ob Apple, Microsoft, Google oder Samsung – jeder Hersteller will vor allem eins: verkaufen. Die beste Beratung bekommt ihr nicht im Store, sondern durch eigene Recherche, Tests und ehrliche Reviews.
Und wer weiß? Vielleicht ist der Tipp „Geht doch zu Microsoft“ heute gar nicht mehr so abwegig. Die Zeiten, in denen Apple in allen Bereichen die Nase vorn hatte, sind definitiv vorbei.
Zuletzt aktualisiert am 16.04.2026