Im Snapchat-Messenger lassen sich mit den sogenannten Snapcodes QR-Codes versenden. So können andere einem Nutzer schnell folgen, indem der Code mit der App gescannt wird. Mit einer weiteren Art Snapcodes lassen sich auch Links auf Websites erstellen – eine praktische Funktion, die allerdings 2023 erheblich überarbeitet wurde.
Snapcodes für Websites: Was hat sich geändert?
Bis 2023 konnten Nutzer in Snapchat relativ einfach eigene Snapcodes für beliebige Websites erstellen. Diese Funktion wurde jedoch im Rahmen von Snapchats Neuausrichtung auf AR-Features und kommerzielle Partnerschaften stark eingeschränkt. Heute können nur noch verifizierte Business-Accounts und offizielle Partner Website-Snapcodes erstellen.
Der Grund für diese Änderung liegt in Sicherheitsbedenken: Zu viele Nutzer missbrauchten die Funktion, um auf schädliche oder unerwünschte Inhalte zu verlinken. Snapchat hat deshalb den Prozess zentralisiert und professionalisiert.
So erstellt ihr Website-Snapcodes heute
Für Business-Accounts funktioniert die Erstellung noch immer, allerdings mit strengeren Auflagen:
- Zuerst die App starten und oben links auf das Snapchat-Icon tippen.
- Im eigenen Profil oben rechts auf das Zahnrad tippen, um die Einstellungen zu öffnen.
- Hier findet sich auch ein Bereich namens Snapcodes, und darin steht eine Funktion zum Erstellen eines Snapcodes bereit.
- Nun die gewünschte URL eingeben.
- Danach auf Erstellen tippen und das gewünschte Bild auswählen.
- Der Snapcode ist jetzt fertig und lässt sich in der Foto-Bibliothek ablegen, um ihn dann etwa in Dokumenten oder Werbe-Materialien zu nutzen.
Alternativen für normale Nutzer
Wenn ihr kein Business-Account habt, gibt es dennoch Möglichkeiten, ähnliche Funktionen zu nutzen:
Snap Map Spots: Ihr könnt über die Snap Map an bestimmten Orten „Spots“ erstellen, die auf eure Website verlinken. Das funktioniert besonders gut für lokale Geschäfte oder Events.
Story-Links: In euren Stories könnt ihr Website-Links einbetten, wenn euer Account bestimmte Kriterien erfüllt (meist mehrere tausend Follower oder verifizierter Status).
Bio-Links: Der klassische Weg über die Profil-Bio funktioniert weiterhin für alle Nutzer.
Integration mit anderen Plattformen
2025 hat Snapchat seine Snapcodes stärker mit anderen Social-Media-Plattformen vernetzt. Website-Snapcodes lassen sich jetzt automatisch in Instagram Stories, TikTok-Videos und sogar LinkedIn-Posts einbetten – allerdings nur für Partner-Accounts.
Besonders interessant ist die neue AR-Integration: Website-Snapcodes können jetzt Augmented-Reality-Elemente enthalten, die beim Scannen eine interaktive Vorschau der verlinkten Website zeigen. Diese „Preview-Lenses“ sind allerdings kostenpflichtig und richten sich an Unternehmen.
Was bringt die Zukunft?
Snapchat arbeitet an einer KI-gestützten Snapcode-Erstellung, die automatisch das beste Design und die optimale Platzierung für maximale Scan-Raten vorschlägt. Diese Funktion befindet sich in der Beta-Phase und soll 2026 für alle Business-Accounts verfügbar werden.
Außerdem plant Snapchat eine bessere Integration mit E-Commerce-Plattformen. Website-Snapcodes sollen direkt mit Shopify, WooCommerce und anderen Online-Shop-Systemen verknüpft werden können, um nahtlose Einkaufserlebnisse zu schaffen.
Tipps für effektive Website-Snapcodes
Falls ihr Zugang zur Funktion habt, beachtet diese Best Practices:
- Verwendet kontrastreiche Farben für bessere Scannbarkeit
- Platziert Snapcodes an gut sichtbaren Stellen in euren Marketing-Materialien
- Testet die Codes regelmäßig, da sich URLs ändern können
- Nutzt Snapchats Analytics, um die Performance eurer Codes zu überwachen
Die Entwicklung zeigt deutlich: Snapchat fokussiert sich immer stärker auf kommerzielle Anwendungen und AR-Features. Für Privatnutzer werden die Möglichkeiten eingeschränkter, während Unternehmen von erweiterten Funktionen profitieren.
Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026

