Snapcodes für Websites: Was 2026 noch funktioniert

von | 18.02.2017 | Tipps

Im Snapchat-Messenger lassen sich mit den sogenannten Snapcodes QR-Codes versenden. So können andere einem Nutzer schnell folgen, indem der Code mit der App gescannt wird. Mit einer weiteren Art Snapcodes lassen sich auch Links auf Websites erstellen – eine praktische Funktion, die allerdings 2023 erheblich überarbeitet wurde.

Snapcodes für Websites: Was hat sich geändert?

Bis 2023 konnten Nutzer in Snapchat relativ einfach eigene Snapcodes für beliebige Websites erstellen. Diese Funktion wurde jedoch im Rahmen von Snapchats Neuausrichtung auf AR-Features und kommerzielle Partnerschaften stark eingeschränkt. Heute können nur noch verifizierte Business-Accounts und offizielle Partner Website-Snapcodes erstellen.

Der Grund für diese Änderung liegt in Sicherheitsbedenken: Zu viele Nutzer missbrauchten die Funktion, um auf schädliche oder unerwünschte Inhalte zu verlinken. Snapchat hat deshalb den Prozess zentralisiert und professionalisiert.

So erstellt ihr Website-Snapcodes heute

Für Business-Accounts funktioniert die Erstellung noch immer, allerdings mit strengeren Auflagen:

  1. Zuerst die App starten und oben links auf das Snapchat-Icon tippen.
  2. Im eigenen Profil oben rechts auf das Zahnrad tippen, um die Einstellungen zu öffnen.
  3. Hier findet sich auch ein Bereich namens Snapcodes, und darin steht eine Funktion zum Erstellen eines Snapcodes bereit.
  4. Nun die gewünschte URL eingeben.
  5. Danach auf Erstellen tippen und das gewünschte Bild auswählen.
  6. Der Snapcode ist jetzt fertig und lässt sich in der Foto-Bibliothek ablegen, um ihn dann etwa in Dokumenten oder Werbe-Materialien zu nutzen.

Alternativen für normale Nutzer

Wenn ihr kein Business-Account habt, gibt es dennoch Möglichkeiten, ähnliche Funktionen zu nutzen:

Snap Map Spots: Ihr könnt über die Snap Map an bestimmten Orten „Spots“ erstellen, die auf eure Website verlinken. Das funktioniert besonders gut für lokale Geschäfte oder Events.

Story-Links: In euren Stories könnt ihr Website-Links einbetten, wenn euer Account bestimmte Kriterien erfüllt (meist mehrere tausend Follower oder verifizierter Status).

Bio-Links: Der klassische Weg über die Profil-Bio funktioniert weiterhin für alle Nutzer.

Integration mit anderen Plattformen

2025 hat Snapchat seine Snapcodes stärker mit anderen Social-Media-Plattformen vernetzt. Website-Snapcodes lassen sich jetzt automatisch in Instagram Stories, TikTok-Videos und sogar LinkedIn-Posts einbetten – allerdings nur für Partner-Accounts.

Besonders interessant ist die neue AR-Integration: Website-Snapcodes können jetzt Augmented-Reality-Elemente enthalten, die beim Scannen eine interaktive Vorschau der verlinkten Website zeigen. Diese „Preview-Lenses“ sind allerdings kostenpflichtig und richten sich an Unternehmen.

Was bringt die Zukunft?

Snapchat arbeitet an einer KI-gestützten Snapcode-Erstellung, die automatisch das beste Design und die optimale Platzierung für maximale Scan-Raten vorschlägt. Diese Funktion befindet sich in der Beta-Phase und soll 2026 für alle Business-Accounts verfügbar werden.

Außerdem plant Snapchat eine bessere Integration mit E-Commerce-Plattformen. Website-Snapcodes sollen direkt mit Shopify, WooCommerce und anderen Online-Shop-Systemen verknüpft werden können, um nahtlose Einkaufserlebnisse zu schaffen.

Tipps für effektive Website-Snapcodes

Falls ihr Zugang zur Funktion habt, beachtet diese Best Practices:

  • Verwendet kontrastreiche Farben für bessere Scannbarkeit
  • Platziert Snapcodes an gut sichtbaren Stellen in euren Marketing-Materialien
  • Testet die Codes regelmäßig, da sich URLs ändern können
  • Nutzt Snapchats Analytics, um die Performance eurer Codes zu überwachen

Die Entwicklung zeigt deutlich: Snapchat fokussiert sich immer stärker auf kommerzielle Anwendungen und AR-Features. Für Privatnutzer werden die Möglichkeiten eingeschränkter, während Unternehmen von erweiterten Funktionen profitieren.

Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026