Wir machen immer mehr Fotos mit unseren Smartphones. Dank immer besserer Optik und Bildsensoren – besonders in den neuesten iPhone 16 Pro und Samsung Galaxy S25 Modellen – machen viele dieser Aufnahmen einen guten Eindruck. Kleinere Korrekturen sind trotzdem häufig nötig. Wer seine Fotos bearbeiten möchte, hat allerdings die Qual der Wahl. Es gibt unzählige Apps und Programme. Ich habe mir mal den Movavi Photo Editor angeschaut.
Der Movavi Photo Editor ist nicht kostenlos, wie manche andere Apps oder Programme, aber auch nicht im oberen Preissegment wie Photoshop oder die neuen Adobe KI-Tools. Das sind gute Voraussetzungen, wenn man nach einem Programm sucht, das einfach in der Handhabung, aber trotzdem leistungsfähig und vielseitig ist.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Der für Windows und Mac gleichermaßen erhältliche Movavi Photo Editor ist nichts für Profis, sondern für Einsteiger und anspruchsvolle Hobbyfotografen. Am besten gelungen sind meiner Ansicht nach die Retuschefunktionen. So ist es nicht nur möglich, Porträtaufnahmen dramatisch zu verbessern (Haut glätten, Augen strahlen lassen, Lippenfarbe korrigieren, sogar die Haarfarbe kann justiert werden), sondern man kann sogar störende Objekte aus einem Foto entfernen.
Das ist eine Aufgabe, die selbst bei Profiprogrammen schwierig ist. Nicht so beim Movavi Photo Editor: Hier werden einfach mit dem Pinsel die Bereiche markiert, die einen stören – und verschwinden sollen.
KI-Power für bessere Ergebnisse
Inzwischen hat Movavi seine Software erheblich weiterentwickelt. Die aktuellen Versionen nutzen künstliche Intelligenz, um Objekte noch präziser zu erkennen und zu entfernen. Das Markieren ist ganz leicht und natürlich lässt sich auch festlegen, wie „großzügig“ die Software die markierten Bereiche entfernen soll. Anschließend wird das neue Bild berechnet. Die Software versucht, die durch das Entfernen entstehenden Lücken möglichst unauffällig zu füllen. Das klappt nicht immer, aber doch oft erstaunlich gut.
Besonders beeindruckend ist die automatische Himmelsersetzung: Langweiliger grauer Himmel wird durch spektakuläre Sonnenuntergänge oder dramatische Wolkenformationen ersetzt. Die KI erkennt automatisch die Grenzen zwischen Himmel und Landschaft und sorgt für nahtlose Übergänge.
Moderne Filter und Effekte
Natürlich stehen auch reichlich Filter und Effekte zur Verfügung, wie man das von den meisten Bildbearbeitungsprogrammen heute kennt. Movavi hat hier deutlich nachgelegt: Neue Vintage-Filter, cineastische Looks und sogar Instagram-Style-Effekte sind verfügbar. Auch Helligkeit, Kontrast und Farben lassen sich bequem und schnell korrigieren. Das Ergebnis der Korrekturen sieht man sofort. Praktisch ist auch der A/B-Vergleich: Vor und nach der Korrektur. So kann man sich gut entscheiden – vor allem für weniger erfahrene Bildbearbeiter eine große Hilfe.
Batch-Bearbeitung spart Zeit
Ein echter Gewinn ist die Stapelverarbeitung: Hunderte Fotos vom letzten Urlaub lassen sich gleichzeitig bearbeiten. Einmal die gewünschten Korrekturen definiert – Helligkeit, Kontrast, Farbstich entfernen – und alle Bilder werden automatisch angepasst. Das spart enorm viel Zeit.
Auch die Integration in Cloud-Services ist mittlerweile deutlich besser. Fotos können direkt aus Google Photos, iCloud oder Dropbox importiert und nach der Bearbeitung wieder hochgeladen werden.
Einfache Handhabung bleibt Trumpf
Die Software kann nicht alles, aber eine Menge. Genug jedenfalls für die meisten Hobbyfotografen. Wichtigster Pluspunkt ist die einfache Handhabung: Man hat sich wirklich schnell in die Software eingearbeitet. Die Benutzeroberfläche wurde in den letzten Jahren überarbeitet und wirkt jetzt moderner und aufgeräumter.
Besonders hilfreich sind die integrierten Tutorials und Tipps, die direkt in der Software erscheinen. Anfänger werden so Schritt für Schritt an die verschiedenen Funktionen herangeführt.
Preise und Verfügbarkeit
Der Movavi Photo Editor ist eins von recht vielen Programmen, die von Movavi rund um die Themen Foto und Video angeboten werden. Ein genauer Preis lässt sich nicht sagen, da der Anbieter immer wieder Aktionen fährt – und die Software dann mit teilweise erheblichen Rabatten zu bekommen ist. Regulär kostet die Software etwa 39,95 Euro, ist aber oft schon für 19,95 Euro zu haben. Es lohnt sich also, ab und zu mal zu schauen, welche Preisangebote aktuell existieren.
Alternativ gibt es auch ein Abo-Modell für 4,95 Euro monatlich, das immer die neueste Version beinhaltet und zusätzliche Cloud-Speicher bietet.
Fazit: Solide Wahl für Einsteiger
Movavi Photo Editor bleibt eine gute Wahl für alle, die mehr als nur die Standard-Filter ihrer Smartphone-Apps wollen, aber nicht gleich zu Photoshop greifen möchten. Die KI-Features heben das Programm deutlich von der Konkurrenz ab, ohne die einfache Bedienung zu opfern. Für Hobbyfotografen, die regelmäßig ihre Fotos verbessern wollen, ist es eine Investition, die sich lohnt.
Zuletzt aktualisiert am 01.04.2026


