Skype-Kontakte von altem in neuen Account übertragen

von | 01.01.2018 | Software

Viele nutzen Skype von Microsoft für Videoanrufe, Chats und Online-Meetings. Manchmal ist ein Kontowechsel unvermeidlich – sei es aus Sicherheitsgründen, wegen einer neuen E-Mail-Adresse oder Firmenrichtlinien. Das Problem: Kontakte von einem alten Account in einen neuen zu übertragen, ist komplizierter als nötig.

Microsoft hat Skype über die Jahre stark verändert und mit Teams integriert. Trotzdem bleibt die Herausforderung bestehen: Skype bietet nach wie vor keine direkte Export-Import-Funktion für Kontakte zwischen Accounts. Das ist besonders ärgerlich, wenn ihr jahrelang Kontakte gesammelt habt.

Der Browser-Trick funktioniert noch immer

Der bewährte Workaround über zwei Browser funktioniert auch 2026 noch zuverlässig. Ihr braucht allerdings einen Computer – mit Tablet oder Smartphone klappt das nicht. Außerdem sollten zwei verschiedene Browser installiert sein (Chrome, Firefox, Edge oder Safari).

Der Grund: Skype Web erkennt, wenn ihr bereits in einem Browser eingeloggt seid und würde euch automatisch mit demselben Account anmelden.

Schritt-für-Schritt Anleitung

Öffnet in beiden Browsern web.skype.com und meldet euch an – im ersten Browser mit dem alten Account, im zweiten mit dem neuen. Beide Accounts müssen sich gegenseitig als Kontakte hinzufügen. Sendet vom alten Account eine Kontaktanfrage an den neuen und nehmt sie an.

Jetzt wird’s interessant: Startet vom alten Account eine Konversation mit dem neuen. In der Chat-Leiste findet ihr den Button „Kontakte senden“. Klickt darauf und wählt alle Kontakte aus, die ihr übertragen wollt.

Im Browser mit dem neuen Account erhaltet ihr eine Nachricht mit den Kontaktdaten. Diese könnt ihr einzeln oder gruppiert eurer neuen Kontaktliste hinzufügen.

Alternative: CSV-Export über Outlook

Seit 2024 gibt es einen weiteren Weg für alle, die ihr Skype-Konto mit Outlook verknüpft haben. Geht zu outlook.com, meldet euch mit eurem alten Microsoft-Account an und navigiert zu „Personen“. Dort findet ihr unter „Verwalten“ > „Kontakte exportieren“ die Möglichkeit, eure Skype-Kontakte als CSV-Datei zu exportieren.

Diese Datei könnt ihr dann in den neuen Account importieren. Achtung: Nicht alle Skype-spezifischen Informationen werden übertragen, aber Namen und Skype-IDs bleiben erhalten.

Was ihr beachten solltet

Der Transfer funktioniert nur für bestätigte Kontakte. Ausstehende Kontaktanfragen müssen erst angenommen werden. Auch Gruppenchats lassen sich nicht übertragen – die müsst ihr neu erstellen.

Chat-Verläufe bleiben grundsätzlich beim ursprünglichen Account. Microsoft speichert diese zwar in der Cloud, aber sie sind accountgebunden. Ein Backup wichtiger Nachrichten über Copy & Paste ist daher sinnvoll, bevor ihr den alten Account löscht.

Teams als Skype-Nachfolger

Microsoft hat 2023 angekündigt, Skype for Business endgültig einzustellen und private Nutzer verstärkt zu Microsoft Teams zu migrieren. Teams bietet bessere Kontaktverwaltung und Cloud-Integration. Wer sowieso wechseln möchte, kann Skype-Kontakte direkt zu Teams hinzufügen – die teilen sich die Microsoft-Account-Basis.

Bei Teams ist der Kontakttransfer einfacher: Kontakte sind automatisch verfügbar, sobald ihr euch mit demselben Microsoft-Account anmeldet.

Sicherheitstipps für den Kontowechsel

Bevor ihr den alten Account löscht, solltet ihr sicherstellen, dass alle wichtigen Kontakte übertragen wurden. Erstellt eine Liste eurer wichtigsten Gesprächspartner und prüft diese nach dem Transfer ab.

Informiert eure Kontakte über die neue Skype-ID, damit sie euch unter dem neuen Account finden können. Das verhindert Verwirrung und sorgt dafür, dass wichtige Nachrichten nicht verloren gehen.

Fazit: Umständlich, aber machbar

Der Kontakttransfer bei Skype bleibt umständlich – Microsoft könnte hier definitiv nachbessern. Mit den beschriebenen Methoden bekommt ihr eure Kontakte aber zuverlässig übertragen. Plant etwa 30 Minuten ein, je nach Anzahl eurer Kontakte.

Wer regelmäßig mit denselben Personen kommuniziert, sollte über einen Wechsel zu Teams oder anderen Messenger-Diensten nachdenken, die bessere Account-Verwaltung bieten.

Zuletzt aktualisiert am 30.03.2026