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DSGVO: Meine Rechte im Datenschutz (eBook)

von | 15.05.2018 | Internet

Seit acht Jahren ist die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nun schon in Kraft – und noch immer wissen viele nicht, welche mächtigen Rechte sie eigentlich haben. Die EU-Verordnung war ein echter Meilenstein für den Datenschutz und hat Internetnutzern deutlich mehr Kontrolle über ihre Daten verschafft. Doch während Unternehmen längst ihre Compliance-Abteilungen aufgebaut haben, verschenken Verbraucher täglich ihre Möglichkeiten. Dabei sind die Rechte auf Transparenz, Löschung und Datenübertragbarkeit mächtiger denn je.

Die Datenschutz-Grundverordnung hat sich in den letzten Jahren als wirksames Instrument erwiesen. Allein 2025 verhängten die Datenschutzbehörden europaweit Bußgelder in Höhe von über 2,8 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Meta, Google, TikTok und Co. mussten bereits mehrfach tief in die Tasche greifen. Das zeigt: Die DSGVO hat Zähne bekommen.

Aber was bedeutet das konkret für euch als Nutzer? Nehmen wir ein praktisches Beispiel: Ihr shoppt regelmäßig bei einem Onlinehändler und bekommt plötzlich Werbung für Produkte, die ihr nur einmal angeschaut habt. Mit der DSGVO könnt ihr nicht nur erfahren, welche Daten über euch gesammelt wurden, sondern auch verlangen, dass bestimmte Informationen gelöscht werden.

Bei sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder LinkedIn wird es noch interessanter. Diese Plattformen erstellen detaillierte Profile über eure Interessen, Gewohnheiten und sozialen Verbindungen. Seit der DSGVO müsst ihr nicht mehr hilflos zusehen: Ihr könnt eure komplette „Akte“ herunterladen und sehen, was die Unternehmen wirklich über euch wissen. Oft ist das erschreckend detailliert.

Google sammelt beispielsweise nicht nur eure Suchanfragen, sondern auch Standortdaten, YouTube-Verlauf, Gmail-Inhalte und vieles mehr. Mit den DSGVO-Rechten könnt ihr gezielt bestimmte Datentypen löschen lassen oder die Verarbeitung einschränken. Das funktioniert übrigens auch rückwirkend – ihr könnt also auch alte Daten loswerden.

Besonders wichtig ist das Recht auf Datenübertragbarkeit geworden. Wenn ihr von Facebook zu anderen Plattformen wechseln wollt, müssen eure Daten in einem maschinenlesbaren Format exportiert werden. Das erleichtert den Wechsel zwischen Diensten erheblich.

Auch bei Betriebssystemen wie Windows 11 oder macOS gibt es datenschutzrelevante Aspekte, die ihr kennen solltet. Microsoft und Apple sammeln Telemetriedaten, Nutzungsstatistiken und Diagnoseinformationen. Hier könnt ihr ebenfalls eure DSGVO-Rechte geltend machen und erfahren, welche Daten übertragen werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt: das Recht auf Berichtigung. Wenn Unternehmen falsche Daten über euch gespeichert haben, müsst ihr das nicht hinnehmen. Ihr könnt die Korrektur verlangen – und das Unternehmen muss dem nachkommen.

Die Durchsetzung eurer Rechte ist mittlerweile deutlich einfacher geworden. Die meisten großen Plattformen haben spezielle DSGVO-Portale eingerichtet, über die ihr eure Anfragen stellen könnt. Bei kleineren Unternehmen reicht oft eine E-Mail an den Datenschutzbeauftragten.

Mein eBook zeigt euch Schritt für Schritt, wie ihr diese Rechte konkret nutzt. Ihr erfahrt, wie ihr eure „Akte“ bei Meta herunterladet, unerwünschte Daten bei Google löscht oder eure Rechte gegenüber anderen Diensten durchsetzt. Auch die wichtigsten Datenschutz-Einstellungen bei Windows 11 und aktuellen Smartphones werden detailliert erklärt.

Die DSGVO ist kein theoretisches Konstrukt – sie ist ein praktisches Werkzeug für mehr digitale Selbstbestimmung. Wer seine Rechte kennt und nutzt, behält die Kontrolle über die eigenen Daten. In Zeiten von KI und Big Data ist das wichtiger denn je.

Zuletzt aktualisiert am 09.03.2026

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