Die Corona-Zeit mag größtenteils hinter uns liegen, aber die Erfahrungen mit App-Problemen bei Samsung Foldables sind nach wie vor relevant – schließlich haben sich die flexiblen Displays mittlerweile etabliert und ähnliche Probleme tauchen regelmäßig bei neuen Apps auf.
Damals kämpften Nutzer der Samsung Galaxy Z Flip 3 und Galaxy Z Fold 3 mit Abstürzen der Corona-Warn-App beim Scannen von QR-Codes. Das Problem lag an der speziellen Kamerabehandlung der Foldables, die Android-Apps vor Herausforderungen stellte. Heute, 2026, sind wir bei der sechsten Generation der Samsung-Foldables angelangt – und die Probleme haben sich weitgehend in Luft aufgelöst.
Was damals schiefging
Das Scannen der Impfzertifikate erforderte die Android-Systemberechtigung für Kamerazugriff. Die App holte sich diese Berechtigung beim ersten Start und sollte dann problemlos die Kamera verwenden können. Bei den Samsung Flip- und Fold-Modellen stürzte die App jedoch bei vielen Nutzern genau an dieser Stelle mit unleserlichen Fehlermeldungen ab.
Der Grund: Die damals noch junge Foldable-Technologie brachte Android-Apps durcheinander. Die Geräte haben je nach Zustand (gefaltet oder aufgeklappt) unterschiedliche Kamerakonfigurationen und Display-Orientierungen. Apps mussten erst lernen, mit diesen dynamischen Änderungen umzugehen.

Wie sich das Problem löste
Damals war die Lösung ein simples App-Update. Entwickler mussten ihre Software anpassen, um mit den besonderen Eigenschaften der Foldables klarzukommen. Wer nicht warten wollte, konnte die App deinstallieren und aus dem Google Play Store neu installieren.
Heute ist das Geschichte: Samsung hat seine One UI massiv verbessert, Android 14 und 15 bringen native Foldable-Unterstützung mit, und Entwickler haben gelernt, ihre Apps von vornherein für flexible Displays zu optimieren.
Was wir daraus lernen können
Das Corona-App-Debakel zeigt perfekt, wie neue Hardware-Generationen zunächst Kinderkrankheiten haben. Die ersten Foldables waren Pionierprodukte – entsprechend holprig war die Software-Unterstützung.
Mittlerweile sind Samsung Galaxy Z Fold 6 und Z Flip 6 ausgereifte Geräte. Google hat Android kontinuierlich für große und faltbare Bildschirme optimiert. Apps wie WhatsApp, Instagram oder Banking-Apps nutzen den zusätzlichen Platz intelligent aus, statt einfach nur gestreckt zu werden.
Aktuelle Foldable-Situation
2026 sieht die Foldable-Landschaft völlig anders aus: Samsung dominiert nicht mehr allein den Markt. Google bringt mittlerweile das Pixel Fold der dritten Generation, OnePlus hat sein Open-Modell etabliert, und sogar Apple arbeitet Gerüchten zufolge an einem faltbaren iPhone.
Die Software-Unterstützung ist dramatisch besser geworden. Android 15 erkennt automatisch, wenn ihr zwischen gefaltetem und aufgeklapptem Modus wechselt und passt die Benutzeroberfläche entsprechend an. Apps können nahtlos zwischen verschiedenen Bildschirmkonfigurationen springen.
Wenn ihr heute noch Probleme habt
Falls ihr bei eurem Foldable noch App-Probleme erlebt, sind die Lösungsansätze dieselben wie damals:
• Zuerst prüfen: Sind alle Updates installiert? Sowohl für die problematische App als auch für Android selbst.
• Berechtigungen kontrollieren: Manchmal verlieren Apps nach Android-Updates ihre Kamera- oder Speicher-Berechtigungen.
• Neuinstallation: Wenn nichts hilft, deinstalliert die App und ladet sie frisch aus dem Play Store.
• Entwickler-Modi nutzen: In den Entwickleroptionen könnt ihr Apps zwingen, sich wie auf normalen Displays zu verhalten – das hilft bei besonders störrischen Anwendungen.
Die Zukunft der Foldables
Die Corona-App-Probleme von 2022 wirken heute wie ein Relikt aus der Steinzeit der Foldables. Die Technologie ist erwachsen geworden, die Software ausgereift. Neue Nutzer müssen sich keine Sorgen mehr über grundlegende Kompatibilitätsprobleme machen.
Trotzdem bleibt die Lektion wichtig: Bei neuen Technologien seid ihr oft Beta-Tester, auch wenn das Produkt offiziell fertig ist. Das galt für die ersten Smartphones, die ersten Tablets und eben auch für Foldables. Mittlerweile könnt ihr Samsung Z-Modelle oder andere Foldables bedenkenlos kaufen – die Software-Unterstützung ist endlich da, wo sie hingehört.
Zuletzt aktualisiert am 22.02.2026