Übersetzungsprogramme wie DeepL sind durch Machine Learning immer besser geworden. Perfekt sind sie aber nicht. Wenn ihr für bestimmte Begriffe eine spezielle Übersetzung in der Zielsprache habt, nutzt das Glossar!
Eine Übersetzung kann schwer perfekt sein, wenn eine Maschine sie durchführt. So gut die Algorithmen auch sind, der Zusammenhang eines Satzes und seiner Elemente hat Einfluss auf die beste Übersetzung, das kann eine Maschine nur schwer einordnen. Oft übersetzt ihr Texte, in denen bestimmte Begriffe in dem Zusammenhang eine feste Übersetzung haben. Das Glossar von DeepL erlaubt es euch, diese festen Begriffspaare zuzuordnen.
So erstellt ihr ein DeepL-Glossar
- Wenn ihr noch kein DeepL-Konto habt, legt kostenlos eines an, dann wird das Glossar auch gespeichert.
- Dazu klickt im Deepl-Fenster (in der Web-App oder der Desktop-Version) rechts oben auf Glossar.
- Unter Ersetze gebt den Begriff der Quellsprache, unter Mit den der Zielsprache ein.
- Rechts daneben müsst ihr festlegen, welche die Quell- und die Zielsprache sind, DeepL bietet hier „nur“ eine begrenzte Auswahl von Kombinationen.
Bei einer Übersetzung in einem Sprachpaar, für das ein Glossar existiert, werden nur die Begriffe so übersetzt, wie ihr sie zugeordnet habt. Wenn ihr einen der kostenpflichtigen Pläne verwendet, dann könnt ihr statt der manuellen Eingabe der Wortpaare direkt eine CSV-Datei mit allen Begriffen hochladen. In der kostenlosen Version geht das nicht.
Erweiterte Glossar-Features in 2026
DeepL hat das Glossar-System inzwischen deutlich ausgebaut. Seit Ende 2025 unterstützt das Glossar auch kontextuelle Übersetzungen – ihr könnt also festlegen, dass ein Begriff je nach Kontext unterschiedlich übersetzt wird. Das ist besonders hilfreich bei Homonymen oder branchenspezifischen Terminologien.
Neu ist auch die Team-Glossar-Funktion: In DeepL Pro Advanced und Enterprise könkönnt ihr Glossare teamweit teilen und gemeinsam bearbeiten. Das ist Gold wert für Unternehmen mit einheitlichen Übersetzungsrichtlinien. Änderungen werden automatisch synchronisiert und alle Teammitglieder arbeiten mit der aktuellsten Version.
Tipps für effektive Glossar-Nutzung
Damit euer Glossar wirklich hilft, solltet ihr ein paar Punkte beachten:
Markennamen und Eigennamen: Diese sollten oft gar nicht übersetzt werden. Tragt sie trotzdem ins Glossar ein, damit DeepL sie unverändert lässt.
Fachbegriffe: Besonders bei technischen oder juristischen Texten gibt es oft etablierte Übersetzungen, die von der KI-Übersetzung abweichen können.
Konsistenz prüfen: DeepL zeigt euch seit 2025 an, wenn ihr widersprüchliche Einträge habt – nutzt diese Warnungen!
Groß- und Kleinschreibung: Das Glossar berücksichtigt mittlerweile auch verschiedene Schreibweisen automatisch, ihr müsst nicht mehr jeden Fall einzeln eintragen.
Grenzen des Glossars verstehen
Trotz aller Verbesserungen hat das Glossar seine Grenzen. Es funktioniert nur bei exakten Wortübereinstimmungen – deklinierte oder konjugierte Formen erkennt es nur teilweise. Bei komplexeren grammatischen Strukturen kann es sein, dass die Glossar-Übersetzung nicht greift.
Außerdem wirkt sich das Glossar nur auf einzelne Begriffe aus, nicht auf Phrasen oder Redewendungen. Für solche Fälle müsst ihr nach wie vor manuell nacharbeiten.
Integration in den Workflow
Das Glossar ist besonders mächtig, wenn ihr es systematisch aufbaut. Beginnt mit den wichtigsten 20-30 Begriffen eures Fachbereichs und erweitert es nach und nach. Die neue Analytics-Funktion in DeepL Pro zeigt euch, welche Glossar-Einträge am häufigsten verwendet werden – so könnt ihr Prioritäten setzen.
Für wiederkehrende Übersetzungsprojekte lohnt es sich, projektspezifische Glossare anzulegen. Das geht seit 2025 auch in der kostenlosen Version, allerdings mit einem Limit von drei Glossaren.
Das DeepL-Glossar ist ein mächtiges Werkzeug geworden, das weit über simple Wort-für-Wort-Zuordnungen hinausgeht. Richtig eingesetzt, verbessert es die Übersetzungsqualität erheblich und spart euch viel Nachbearbeitungszeit.
Zuletzt aktualisiert am 21.02.2026






