Eure Daten sind das wertvollste Gut auf eurem PC. Ein Albtraum-Szenario: Ransomware verschlüsselt eure Dateien oder ein Hardware-Defekt löscht Jahre der Arbeit. 2025 registrierte das BSI über 144 Millionen neue Malware-Varianten – Tendenz steigend. Deshalb solltet ihr regelmäßig eure Daten sichern, idealerweise nach der 3-2-1-Regel: 3 Kopien, 2 verschiedene Medien, 1 externes Backup.
Schnelles manuelles Backup mit dem Explorer
Für den schnellen Start: Ihr wisst, wo eure wichtigen Dateien liegen und wollt sie auf eine externe Festplatte oder ins Netzwerk sichern. Windows macht es euch einfach:
- Öffnet den Windows Explorer mit Win+E.
- Navigiert zum Quellordner (z.B. Dokumente, Bilder) über die linke Seitenleiste.
- Markiert alle gewünschten Dateien: Entweder mit Maus-Rahmen oder Strg+A für alles. Unterordner werden automatisch mitgesichert.
- Macht das Ziellaufwerk (USB-Stick, externe Festplatte) in der linken Leiste sichtbar, ohne es anzuklicken.
Profi-Tipp: Öffnet zwei Explorer-Fenster nebeneinander (Win+Pfeiltasten zum Andocken). Links die Quelle, rechts das Ziel – so behaltet ihr den Überblick.
- Zieht die markierten Dateien per Drag & Drop auf das Ziellaufwerk.
- Haltet dabei Strg gedrückt, um sicherzustellen, dass kopiert (nicht verschoben) wird.
- Windows zeigt den Fortschritt an – bei großen Datenmengen kann das dauern.
Windows-Sicherung: Die eingebaute Lösung
Seit Windows 11 24H2 hat Microsoft die Backup-Funktionen deutlich verbessert. Die „Windows-Sicherung“ findet ihr in den Einstellungen unter System > Sicherung. Hier könnt ihr nicht nur OneDrive-Sync aktivieren, sondern auch lokale Backups auf externe Laufwerke planen.
Neu seit 2025: Die KI-gestützte „Intelligente Sicherung“ erkennt automatisch wichtige Dateitypen und schlägt Backup-Zeiten vor, basierend auf euren Nutzungsgewohnheiten. Das ist praktisch, aber ihr solltet trotzdem manuell prüfen, was gesichert wird.
Backup-Profis setzen auf spezialisierte Tools
Für ernsthafte Datensicherung reichen Windows-Bordmittel oft nicht. Hier kommen professionelle Backup-Programme ins Spiel. Der Markt hat sich 2024/2025 stark konsolidiert, einige bewährte Tools sind aber geblieben und wurden modernisiert.
Acronis True Image: Der Platzhirsch
2025 mit verbesserter Ransomware-Erkennung und Cloud-Integration. Erstellt komplette System-Images und incrementelle Backups. Kostet etwa 50€/Jahr, dafür bekommt ihr auch Cloud-Speicher.
AOMEI Backupper: Kostenlose Alternative
Die Free-Version reicht für die meisten Privatnutzer. Unterstützt differenzielle Backups und hat eine intuitive Oberfläche. Pro-Version bietet zusätzlich Echtzeit-Synchronisation.
Duplicati: Open Source Champion
Völlig kostenlos und trotzdem mächtig. Verschlüsselt automatisch, unterstützt über 20 Cloud-Dienste und läuft auch auf anderen Betriebssystemen. Einziger Nachteil: Etwas komplizierter für Einsteiger.
Die Cloud als Backup-Ziel
2025 sind Cloud-Backups Standard geworden. OneDrive, Google Drive und Dropbox haben ihre Sync-Algorithmen verbessert und bieten mittlerweile echte Backup-Features statt nur Synchronisation.
Wichtig: Synchronisation ist nicht dasselbe wie Backup! Wenn ihr eine Datei lokal löscht, verschwindet sie auch aus der Cloud. Echte Backup-Dienste bewahren mehrere Versionen auf und haben Papierkorb-Funktionen.
Backup-Strategien für 2025
- 3-2-1-Regel befolgen: 3 Kopien, 2 verschiedene Medientypen, 1 externes Backup
- Automatisierung: Manuelle Backups werden vergessen – richtet automatische Sicherungen ein
- Testen: Prüft regelmäßig, ob sich Backups auch wirklich wiederherstellen lassen
- Versionierung: Behaltet mehrere Backup-Versionen, falls Dateien schon länger korrupt waren
- Offline-Backups: Mindestens ein Backup sollte nicht permanent angeschlossen sein (Schutz vor Ransomware)
Was ihr unbedingt sichern solltet
- Dokumente, Bilder, Videos (die Klassiker)
- Browser-Favoriten und gespeicherte Passwörter
- E-Mail-Archive (falls lokal gespeichert)
- Lizenzschlüssel und Software-Setups
- Spielstände (oft in versteckten Ordnern)
- Projekt-Dateien und kreative Arbeiten
Ein gutes Backup gibt euch Seelenfrieden. Investiert lieber ein paar Euro und etwas Zeit in eine ordentliche Sicherungsstrategie, als später um verlorene Daten zu trauern. Die Frage ist nicht ob, sondern wann der nächste Datenverlust passiert.
Zuletzt aktualisiert am 16.02.2026