Euer Smartphone ist die Kamera für jeden Tag. Einfach, weil ihr es immer dabei habt und damit im Handumdrehen eine Situation festhalten könnt. Das führt auch dazu, dass Bilder nicht immer perfekt ausgerichtet sind. Oft ist das kein Problem, wenn ihr aber gerade Linien im Hintergrund eures Objektes habt, dann sieht das unschön aus. Das könnt ihr bei iOS mit wenig Aufwand korrigieren!
Wenn ihr ein Foto gemacht habt, dann könnt ihr das über die Fotos-App eures iPhones oder iPads öffnen. Tippt dann auf Bearbeiten in der oberen rechten Ecke, um in den Bearbeitungsmodus zu wechseln. Anschließend tippt ihr auf das Symbol mit dem Freistellungswerkzeug (das aussieht wie ein angeschnittenes Quadrat mit Pfeilen).

Die präzise Bildkorrektur
Unten in der Symbolleiste seht ihr rechts neben dem Freistellungssymbol ein kreisförmiges Drehrad-Icon. Hier habt ihr mehrere Möglichkeiten:
Automatische Begradigung: iOS 18 und neuer erkennt oft automatisch schiefe Horizonte und schlägt eine Korrektur vor. Wenn das passiert, seht ihr einen kleinen „Auto“-Button, den ihr einfach antippen könnt.
Manuelle Anpassung: Für die präzise Kontrolle verwendet ihr den Schieberegler unter dem Bild. Bewegt diesen mit dem Finger nach links oder rechts, um das Bild in feinen Schritten zu drehen. Das Raster, das über dem Bild liegt, dient euch hier als perfekte Orientierung für gerade Linien.
Feintuning: Seit iOS 17 könnt ihr auch mit zwei Fingern direkt auf dem Bild eine Drehbewegung machen – das ist besonders intuitiv und präzise.
Erweiterte Korrektur-Features
Die Fotos-App bietet noch weitere praktische Werkzeuge:
Perspektive korrigieren: Neben der einfachen Drehung könnt ihr auch die Perspektive anpassen. Das ist besonders nützlich bei Architekturfotos, wo Gebäude schief wirken. Tippt dazu auf das Perspektive-Symbol und zieht an den Ecken des Bildes.
Horizontale und vertikale Ausrichtung: Mit den kleinen Symbolen links und rechts vom Drehregler könnt ihr das Bild in 90-Grad-Schritten drehen – perfekt für Hochformat-Aufnahmen, die versehentlich im Querformat gemacht wurden.
Bildausschnitt anpassen: Nach dem Begradigen müsst ihr möglicherweise den Bildausschnitt anpassen, da durch die Drehung weiße Bereiche entstehen können. Zieht einfach an den Ecken des Freistellungsrahmens.
Qualität und Auflösung
Eine häufige Sorge: Geht durch das Begradigen Bildqualität verloren? Die gute Nachricht: Bei modernen iPhones (ab iPhone 12) mit ihren hochauflösenden Sensoren ist der Qualitätsverlust minimal. iOS verwendet intelligente Algorithmen, die das Bild interpolieren und dabei möglichst viel Detail erhalten.
Tipp: Wenn ihr wisst, dass ihr ein Foto später begradigen müsst, macht es mit etwas mehr Rand drum herum. So habt ihr nach der Korrektur noch genug Bildinhalt.
Batch-Bearbeitung für mehrere Bilder
Seit iOS 16 gibt es einen praktischen Trick: Wenn ihr mehrere ähnliche Bilder begradigen müsst, könnt ihr die Einstellungen kopieren. Bearbeitet das erste Bild wie gewünscht, tippt dann auf die drei Punkte und wählt „Anpassungen kopieren“. Bei den anderen Bildern wählt ihr „Anpassungen einsetzen“.
Alternative: Kamera-App Tricks
Um schiefe Bilder von vornherein zu vermeiden:
- Aktiviert das Raster in den Kamera-Einstellungen (Einstellungen > Kamera > Raster)
- Nutzt die Wasserwaage-Funktion: Haltet das iPhone waagerecht und ihr seht zwei kleine Fadenkreuze, die sich überlagern, wenn das Gerät perfekt ausgerichtet ist
- Bei Landschaftsfotos hilft der Horizont-Level in der Kamera-App (verfügbar ab iPhone 14)
Professionelle Alternativen
Für anspruchsvollere Korrekturen gibt es Apps wie VSCO, Lightroom Mobile oder Snapseed, die noch präzisere Werkzeuge bieten. Für die meisten Alltagsfotos reichen aber die iOS-Bordmittel völlig aus.
Tippt am Ende auf Fertig, um das begradigte Bild zu speichern. Das Original bleibt dabei erhalten – ihr könnt die Bearbeitung jederzeit rückgängig machen oder weitere Anpassungen vornehmen.
Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026