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Bildschirm aufnehmen und kommentieren: Video Recorder 2026

von | 13.01.2021 | Software

Man kennt solche Videos: Jemand erklärt, was am Bildschirm passiert – ob im Game, bei einer Büro-Software oder auf einer Webseite – und gleichzeitig ist die Person in klein im Bild zu sehen. Screen Recording ist 2026 wichtiger denn je: Für Remote-Arbeit, Online-Tutorials, Gaming-Content oder Support-Videos. Moderne Software macht es einfach, professionelle Screencasts zu erstellen – ohne teures Equipment.

Komfortabel Screencasts erstellen – ohne teures Equipment

Profis haben für solche Zwecke eine bestimmte Ausstattung: Mehrere Kameras, einen sogenannten „Mischer“, um die verschiedenen Bildquellen zusammenzubringen, ein gutes Mikro – und setzen möglicherweise noch spezielle Software wie OBS Studio ein.

Damit lassen sich zweifellos wunderbare Ergebnisse erzielen. Doch die Anschaffung solcher spezieller Hardware ist kostspielig – und das Einarbeiten in Profi-Software wie OBS Studio auch nicht gerade ohne.

Für alle, die es einfacher haben wollen, kann ich VideoProc empfehlen. Die gut gemachte Software läuft auf Windows und MacOS und ist ein auch für Laien gut bedienbares Werkzeug. Mit der Software lassen sich nicht nur bequem Videos bearbeiten (editieren) und Videodateien in alle möglichen Formate umwandeln (konvertieren), sondern eben auch Videos erstellen. Auch und besonders sogenannte „Screen Casts“, also Aufnahmen vom Bildschirm.

Die Aufzeichnung ist wirklich simpel: Einfach auf Recorder klicken und die Bedingungen für die Aufzeichnung auswählen.

Videoproc

Kompletter Bildschirm oder Ausschnitte

Es ist möglich, den kompletten Bildschirminhalt aufzunehmen – oder einen Bereich auszuwählen. Dazu einfach nur den Bereich markieren, der aufgenommen werden soll – nach Auswählen von „Croppen“ kein Problem.

Das können viele Programme. Auf dem Mac sogar auch QuickTime. Das Besondere an VideoProc ist, dass sich parallel auch Ton aufnehmen lässt. Ein Sprechertext. Dazu kann der Nutzer auswählen, welches Mikrofon verwendet werden soll.

Nach einem Klick auf „Record“ wird alles aufgezeichnet: Der komplette Bildschirm oder der ausgewählte Ausschnitt. Sofern auch Sprechtext aufgenommen wird, ist auch der im Video zu hören. Am Ende der Aufzeichnung steht eine Videodatei zur Verfügung, die bei Bedarf in nahezu jedes übliche Videoformat gewandelt werden kann. Die Aufzeichnung erfolgt wahlweise in Full HD, 4K oder sogar 8K Auflösung – je nach Hardware-Leistung.

Picture in Picture: Webcam mit aufzeichnen

Wer mag, kann aber auch sich selbst bei der Aufzeichnung mit aufnehmen. Dann zeichnet VideoProc gleichzeitig den Bildschirm, das Kamerabild der/einer Webcam und den Ton auf. Das ist besonders praktisch und elegant, wenn eine bestimmte Vorgehensweise oder Aktion am Bildschirm erklärt oder kommentiert werden soll.

Vor der Aufzeichnung lässt sich festlegen, wo das eigene Kamerabild erscheinen soll – Picture in Picture. Das Webcam-Bild lässt sich beliebig positionieren und auch dimensionieren. Bei Bedarf lassen sich auch die Verhältnisse umgekehrt: Großes Webcam-Bild – und kleines Bild mit der Bildschirmaufzeichnung.

Wer mag, kann auch die Maus optisch hervorheben: Einfach die entsprechende Option aktivieren – und die Zuschauer können der Mausbewegung besser folgen. Die Maus wird durch einen Kreis gekennzeichnet – und man sieht auch, wenn geklickt wird.

iPhone und Android anstatt Bildschirm

Auch das Aufzeichnen eines iPhone- oder Android-Inhalts ist mit VideoProc möglich. Dazu muss das Smartphone mit dem Rechner verbunden werden – bei iOS per Kabel oder AirPlay, bei Android über USB oder Wireless Display. Dann steht das Smartphone quasi als Kamerasignal zur Verfügung und kann ausgewählt werden. Auf diese Weise lässt sich dann zum Beispiel komfortabel die Handhabung einer App erläutern oder kommentieren. Auch hier: Display-Inhalt und Webcam-Bild werden parallel aufgezeichnet.

Moderne Alternativen im Vergleich

Neben VideoProc haben sich 2026 weitere Tools etabliert: Loom ist perfekt für schnelle Browser-basierte Aufnahmen, Camtasia bietet umfangreiche Editing-Features, und sogar Windows 11 hat mit der integrierten Xbox Game Bar brauchbare Screen Recording Funktionen.

Für Mac-Nutzer ist auch Screenshot-Toolbar (Cmd+Shift+5) eine solide kostenlose Option geworden – allerdings ohne die komfortablen Picture-in-Picture Features von VideoProc.

Die KI-Integration ist ein weiterer Trend: Einige Tools können inzwischen automatisch Untertitel generieren, Pausen herausschneiden oder sogar Sprachfehler korrigieren. VideoProc hat hier mit KI-gestützter Rauschunterdrückung und automatischer Belichtungskorrektur nachgezogen.

Tipps für bessere Screencasts

Ein paar Profi-Tipps: Reinigt euren Desktop vor der Aufnahme – Chaos wirkt unprofessionell. Nutzt einen externen USB-Mikrofon statt des eingebauten Laptop-Mikros – der Qualitätsunterschied ist enorm. Plant eure Aufnahme: Ein grobes Skript verhindert „Ähm“-Kaskaden.

Bei der Auflösung gilt: Full HD (1920×1080) reicht für die meisten Zwecke völlig. 4K macht nur bei sehr detailreichen Inhalten Sinn und bläht die Dateien unnötig auf. Für Social Media sind oft sogar 720p ausreichend.

Was mir an VideoProc gut gefällt: Die Handhabung ist einfach und schnell erlernt. Es stehen ausreichend Möglichkeiten zur Verfügung, die weit über das hinaus gehen, was ein Laie für das Erstellen kurzer Erklärvideos benötigt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen – und eignen sich, um an Kollegen weitergeschickt, in Teams-Meetings präsentiert oder auf YouTube veröffentlicht zu werden.

VideoProc ist nicht kostenlos, kann aber kostenlos ausprobiert werden – und ist wirklich die beste Screen Recording Software für alle, die kein Profi-Equipment anschaffen wollen. Der Preis ist fair, besonders wenn man die Vielseitigkeit der Software betrachtet.

Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026

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