Das Befreien Eurer Festplatte von unnötigem Ballast solltet Ihr regelmäßig machen. Unter Windows 11 24H2 und den aktuellen Insider-Versionen ist aber wieder alles anders. Wir zeigen Euch, wo Ihr die Option jetzt findet und welche neuen KI-gestützten Bereinigungsfunktionen verfügbar sind.
Datenträgerbereinigung übers Menü
Der Vorgang sollte zu Eurem regelmäßigen Pflegeprogramm für Euren PC und Eure Windows-Installation gehören:
- Öffnet den Explorer
- Klickt mit der rechten Maustaste auf die Festplatte, die Ihr bereinigen wollt (im Standard C:) und auf Eigenschaften.
- Unten findet Ihr dann einen Button Bereinigen, mit dem Ihr die Datenträgerbereinigung starten könnt.
Mit Windows 11 24H2 hat Microsoft die Speicherverwaltung nochmals überarbeitet. Die klassische Datenträgerbereinigung ist zwar noch da, aber Microsoft setzt verstärkt auf die neue Storage Sense-Technologie und KI-gestützte Bereinigungsvorschläge. Der Weg ist ähnlich, aber mit mehr Intelligenz:
- Öffnet den Explorer.
- Klickt mit der rechten Maustaste auf die Festplatte, die Ihr bereinigen wollt (im Standard C:) und auf Eigenschaften.
- Klickt auf Details. Windows öffnet nun eine KI-gestützte Übersicht der einzelnen Datenkategorien und analysiert automatisch, welche Dateien sicher gelöscht werden können.
- Die neue Funktion „Smart Cleanup“ erkennt automatisch doppelte Dateien, verwaiste Registry-Einträge und ungenutzte Anwendungsdaten.
- Klickt eine Kategorie an, um KI-basierte Empfehlungen zu sehen.
- Bei Apps zeigt Windows jetzt auch die letzte Nutzung und den tatsächlichen Speicherbedarf inklusive Cache-Daten an.
Storage Sense 2.0 – Die intelligente Alternative
Seit Windows 11 24H2 ist Storage Sense deutlich mächtiger geworden. Die Funktion läuft im Hintergrund und bereinigt automatisch:
- Geht in die Einstellungen über System > Speicher > Speicheroptimierung
- Aktiviert „Intelligente Bereinigung“ für automatische KI-gestützte Säuberung
- Die neue „Duplicate Detection“ findet automatisch doppelte Fotos, Videos und Dokumente
- „Cloud Optimization“ verschiebt selten genutzte Dateien automatisch in OneDrive
- Mit „Predictive Cleanup“ lernt Windows Eure Nutzungsgewohnheiten und schlägt Bereinigungen vor
Datenträgerbereinigung wie gewohnt?
Stört es Euch, dass ihr jetzt eine KI-gestützte und grafisch überladene Funktion nutzen müsst? Das ist gar nicht nötig, denn ihr könnt über einen kleinen Trick immer noch die klassische Funktion benutzen:
- Klickt mit der rechten Maustaste auf ein Laufwerk, dann auf Eigenschaften, dann bekommt Ihr immer noch eine Übersicht. Allerdings findet ihr darin standardmäßig nur eine Schaltfläche Details.
- Haltet die Shift-Taste gedrückt und klickt mit der rechten Maustaste – dann erscheint wieder der klassische Bereinigen-Button
- Alternativ: Tippt im Suchfeld in der Taskleiste Datenträgerbereinigung ein und klickt auf das Suchergebnis.
- Wählt in der Liste die zu bereinigenden Dateikategorien durch einen Haken an oder ab und klickt dann auf Systemdateien bereinigen.
- Die klassische Version bereinigt auch weiterhin zuverlässig Windows Update-Caches, temporäre Dateien und Papierkorb-Inhalte.
PowerToys Storage Manager – Der Profi-Tipp
Für Power-User gibt es seit 2025 eine noch bessere Alternative: Der Storage Manager in Microsoft PowerToys bietet erweiterte Funktionen:
- Installiert PowerToys über den Microsoft Store
- Aktiviert den Storage Manager in den PowerToys-Einstellungen
- Nutzt die Tastenkombination Win + Shift + S für den Schnellzugriff
- Seht auf einen Blick alle großen Dateien, doppelte Inhalte und Speicherfresser
- Löscht sicher mit einer Undo-Funktion für versehentlich entfernte Dateien
Automatisierung mit Bordmitteln
Mit Windows 11 24H2 könnt Ihr die Bereinigung auch vollautomatisch laufen lassen:
- Öffnet die Aufgabenplanung (taskschd.msc)
- Erstellt eine neue Aufgabe für die wöchentliche Bereinigung
- Nutzt den Befehl: cleanmgr.exe /sagerun:1
- Konfiguriert vorab mit cleanmgr.exe /sageset:1 welche Kategorien bereinigt werden sollen
- So läuft die Bereinigung automatisch, ohne dass Ihr daran denken müsst
Fazit: Windows 11 bietet inzwischen mehrere Wege zur Speicherbereinigung. Die KI-gestützten Funktionen sind praktisch, aber die klassischen Tools funktionieren weiterhin zuverlässig. Wählt einfach die Methode, die am besten zu Eurem Workflow passt.
Zuletzt aktualisiert am 17.02.2026
