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Disney+ als App unter macOS selbst erstellen mit PWAs

von | 10.04.2020 | macOS

macOS ist mit seinem App Store nicht ganz so weit wie iOS. Auch wenn es Apps (zusätzlich zu den Desktop-Programmen) gibt, sind gerade für die Streamingdienste leider nur vereinzelt native Apps verfügbar. Das trifft auf Disney +. Möchtet ihr trotzdem eine App haben? Die könnt ihr mit geringem Aufwand selber bauen!

Das Zauberwort heißt hier „Progressive Web Apps“, abgekürzt PWA. Das ist am Ende nichts anderes als das Erzeugen einer App aus einer Webseite, die dann aus dem Launchpad startbar ist und wie eine echte App aussieht und reagiert. Was früher nur mit Chrome und Edge ging, unterstützen heute alle modernen Browser – sogar Safari hat PWAs endlich richtig umarmt.

So erstellt ihr eure Disney+ App:

Ruft die Disney +-Webseite auf. Bei Chrome klickt ihr oben rechts auf die drei Punkte, dann auf Apps > Diese Site als App installieren. Bei Safari findet ihr die Option unter Datei > Zum Dock hinzufügen. Edge bietet ebenfalls eine „Als App installieren“-Option im Hauptmenü. Gebt der neuen App einen sprechenden Namen – fertig!

Warum PWAs besser sind als ihr denkt

Für macOS ist die PWA-App tatsächlich eine echte App, darum findet ihr sie im Launchpad auch in der Liste der zuletzt installierten Apps. Klickt das Symbol an, um die App zu starten. Im Dock könnt ihr dann mit der rechten Maustaste darauf klicken, dann auf Optionen > Im Dock behalten, um sie immer zur Verfügung zu haben.

Der Clou: PWAs haben in den letzten Jahren massiv zugelegt. Sie unterstützen jetzt Offline-Features, Push-Benachrichtigungen und sogar Hardware-Zugriff. Bei Streaming-Diensten wie Disney+ merkt ihr praktisch keinen Unterschied zu nativen Apps.

Das funktioniert auch mit anderen Services

Diese Methode klappt nicht nur mit Disney+, sondern mit praktisch allen modernen Web-Services: Netflix, Prime Video, YouTube, Spotify, Twitter/X, Instagram – die Liste ist endlos. Besonders praktisch bei Services, die keine native macOS-App anbieten.

Ein großer Vorteil: PWAs sind immer auf dem neuesten Stand, da sie direkt die Webversion nutzen. Keine App-Updates nötig, keine Kompatibilitätsprobleme bei macOS-Updates.

Performance und Ressourcenverbrauch

Moderne PWAs sind deutlich effizienter geworden. Sie nutzen weniger RAM als separate Browser-Tabs und haben oft bessere Akkulaufzeiten als native Apps. Apple hat mit macOS Ventura und Sonoma die PWA-Unterstützung nochmals verbessert – Safari PWAs laufen jetzt genauso flüssig wie native Apps.

Tipps für den Alltag

Organisiert eure PWA-Apps am besten in einem eigenen Ordner im Launchpad. So habt ihr alle selbst erstellten Apps auf einen Blick. Bei häufig genutzten Services wie Disney+ lohnt sich definitiv die Dock-Integration.

Falls eine PWA mal Probleme macht, könnt ihr sie einfach löschen wie jede andere App auch – entweder über das Launchpad oder den Finder im Programme-Ordner.

Sicherheit und Datenschutz

PWAs sind sicherheitstechnisch unbedenklich, da sie im Browser-Sandbox laufen. Sie haben nur die Berechtigungen, die ihr explizit gewährt. Bei Streaming-Diensten ist das ohnehin meist nur der Zugriff auf euer Benutzerkonto.

Die Methode funktioniert 2026 besser denn je – probiert es einfach aus!

Zuletzt aktualisiert am 01.03.2026

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