Lenovo will Notebook mit ausrollbarem Display bauen

Displays, die sich selbst größer rollen

Hersteller Lenovo hat auf dem Mobile World Congress (MWC) überraschend zwei Prototypen von Roll-Dispays präsentiert. Bei Bedarf wachsen die Displays und bieten mehr Anzeigefläche. Der Marktstart ist noch ungewiss-

Smartphones und sogar Tablets zum Falten gibt es schon länger. In einer nach ständig neuen Ideen suchenden Branche müssen neue Ideen her, wie man sich von der Konkurrenz absetzen kann. Hersteller Lenovo will das mit einem ungewöhnlichen Einfall: Auf dem MWC in Barcelona hat der Hersteller jetzt zwei Geräte – ein Smartphone und ein Tablet – mit rollbaren(!) Displays vorgestellt. Noch haben die keine Marktreife erlangt (Konzeptgeräte) – vielleicht will der Hersteller auch nur sehen, wie die Öffentlichkeit darauf reagiert.

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Aus 5,5 Zoll werden 6,5 Zoll

Doch auf der Messe war zu sehen, dass die Prototypen zumindest in kurzen Produktdemos durchaus funktionieren. Allerdings galt das Motto: Nur Gucken, nicht Anfassen! Besucher durften die Prototypen nicht etwa selbst in die Hand nehmen und damit experimentieren. Das war dem geschulten Standpersonal vorbehalten.

Das Handy präsentiert sich zunächst mit einem Display (im eingefahrenen Zustand) mit 5-Zoll-Screen im 15:9-Format. Ein Knopfdruck an der Seite, und das Display wird motorgetrieben erweitert. Es fährt gut hörbar wie eine Markise aus – und verlängert so die Sichtfläche. Am Ende hat der Nutzer ein Display in 6,5 Zoll und 22:9-Format. Wenn das Display sich wieder einklappt, verschwindet es nicht etwa im Gehäuse, sondern auf die Rückseite. Dort werden – wie in vergleichbaren anderen Smartphones – auch im Ruhezustand eingehende Nachrichten oder die Uhrzeit angezeigt.

Ich bin ehrlich: Mechanik ist immer störanfällig. Ich bezweifle, dass diese Mechanik – häufig genutzt – auf Dauer gut hält und zuverlässig funktioniert. Technische Details blieb der Hersteller ebenso schuldig wie Angaben zu Lieferdatum oder Preis.

Auch ein Notebook mit ausrollbarem Display

Der mit vergleichbarer Technik arbeitende Notebook hat im eingefahrenen Zustand eine Diagonale von 12,7 Zoll zu bieten. Ein OLED-Display mit guter Qualität. Auf Wunsch lässt sich auch hier das Display motorgesteuert ausfahren – was sich aufgrund der Akustik allerdings nicht in einem konzentriert arbeitendem Meeting empfiehlt.

Komplett ausgerollt präsentiert sich das Display mit 15,3 Zoll im 8:9-Format,  also beinahe rechteckig, bei einer Auflösung von 2024×2368 Pixeln. Ein ungewöhnliches Format. Es erlaubt, zwei Fenster im 16:9-Format übereinander darzustellen – was durchaus sehr praktisch sein kann.

 

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