Wenn ihr Daten in einem externen Cloudspeicher ablegt, dann wollt ihr möglichst viel Sicherheit dafür erreichen. Viele der Cloud-Anbieter bieten neben dem normalen Schutz des Kontos durch Benutzername und Passwort auch die zusätzliche Absicherung durch einen zweiten Faktor. Diese könnt ihr in wenigen Schritten einrichten.
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist heute wichtiger denn je. Cyberkriminelle werden immer raffinierter und ein einfaches Passwort reicht längst nicht mehr aus, um eure wertvollen Dateien zu schützen. Dropbox hat seine Sicherheitsfunktionen über die Jahre kontinuierlich ausgebaut und bietet heute eine der robustesten 2FA-Implementierungen am Markt.
So aktiviert ihr 2FA bei Dropbox
Wechselt in eurem Browser auf die Sicherheits-Seite von Dropbox und meldet euch an. Im Reiter Sicherheit findet ihr in der Mitte einen Schalter, mit dem ihr die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren könnt. Schaltet sie ein. Dropbox fragt nun aus Sicherheitsgründen nach eurem Konto-Passwort.

Ihr könnt nun zwischen verschiedenen Authentifizierungsmethoden wählen: SMS-Code, Authenticator-App oder sogar Hardware-Schlüssel (FIDO2). Die SMS-Variante ist zwar bequemer, aber Sicherheitsexperten raten mittlerweile eher zu Authenticator-Apps wie Google Authenticator, Microsoft Authenticator oder Authy. Diese sind sicherer, da sie nicht auf das Mobilfunknetz angewiesen sind.

Warum Authenticator-Apps die bessere Wahl sind
SMS-basierte 2FA ist anfällig für sogenannte SIM-Swapping-Angriffe, bei denen Kriminelle eure Handynummer auf eine neue SIM-Karte übertragen lassen. Mit einer Authenticator-App seid ihr davon nicht betroffen. Diese generiert die Codes offline auf eurem Gerät basierend auf einem geteilten Geheimnis.
Wählt ihr die Authenticator-App, zeigt euch Dropbox einen QR-Code, den ihr mit eurer App scannt. Die meisten modernen Apps unterstützen auch das manuelle Eingeben des Schlüssels, falls der QR-Code nicht funktioniert.
Backup-Codes nicht vergessen
Nach der Aktivierung zeigt euch Dropbox eine Liste mit Backup-Codes an. Diese sind extrem wichtig! Speichert sie sicher ab – am besten ausgedruckt und an einem sicheren Ort verwahrt. Falls euer Handy kaputt geht oder verloren ist, könnt ihr euch mit diesen Codes trotzdem anmelden.
Hardware-Schlüssel für maximale Sicherheit
Für alle, die es noch eine Stufe sicherer wollen: Dropbox unterstützt auch Hardware-Sicherheitsschlüssel nach dem FIDO2-Standard. Diese kleinen USB-Sticks oder NFC-Chips bieten die höchste Sicherheitsstufe, da sie praktisch nicht hackbar sind. Bekannte Hersteller sind YubiKey, Google Titan oder SoloKeys.
Was passiert nach der Aktivierung?
Bei jeder weiteren Anmeldung an Dropbox müsst ihr zusätzlich zu eurem Passwort den aktuellen Code aus eurer Authenticator-App oder vom Hardware-Schlüssel eingeben. Einem Angreifer nützt es also nichts mehr, wenn er nur euer Kennwort hat. Ohne den zweiten Faktor ist keine Anmeldung möglich.
Dropbox merkt sich übrigens vertrauenswürdige Geräte für 30 Tage. Das bedeutet, ihr müsst nicht bei jeder Anmeldung den Code eingeben, sondern nur bei neuen oder länger nicht genutzten Geräten.
2FA auch für Teams wichtig
Besonders bei Dropbox Business solltet ihr 2FA für alle Teammitglieder verpflichtend machen. Administratoren können dies in den Team-Einstellungen erzwingen. Gerade bei geschäftlichen Daten ist der Schaden durch einen Hack oft verheerend.
Troubleshooting: Wenn 2FA nicht funktioniert
Falls ihr Probleme mit der 2FA habt: Überprüft zunächst, ob die Uhrzeit auf eurem Gerät korrekt ist. Authenticator-Apps sind zeitbasiert und funktionieren nur mit der richtigen Systemzeit. Bei anhaltenden Problemen könnt ihr die 2FA über die Backup-Codes deaktivieren und neu einrichten.
Ein wichtiger Tipp: Richtet 2FA nicht nur bei Dropbox, sondern bei allen euren wichtigen Online-Diensten ein. E-Mail, Social Media, Banking – überall wo sensible Daten gespeichert sind, sollte der zweite Faktor aktiv sein. Eure Daten sind damit deutlich sicherer und ihr schlaft ruhiger.
Zuletzt aktualisiert am 03.03.2026