DVDs? Wofür gibt es Streaming-Portale? Wenn ihr spezielle Videos habt, dann findet ihr die nicht immer bei Netflix, Prime Video und Co. Das macht nichts, denn auch unter Windows 11 könnt ihr DVDs verwenden – und das sogar einfacher als je zuvor.
Trotz des Streaming-Booms haben DVDs noch immer ihre Berechtigung: Seltene Filme, Dokumentationen, persönliche Videos oder Sammlungen gibt es oft nirgendwo digital zu kaufen oder zu streamen. Gerade bei älteren oder regionalen Inhalten stoßt ihr mit Streaming-Diensten schnell an Grenzen.
Von der DVD zur Videodatei
Das Problem ist meist nicht die Software, sondern die Hardware: Viele moderne Laptops und PCs haben keine DVD-Laufwerke mehr. Die Lösung: DVDs einmalig digitalisieren und als Videodateien speichern. Dazu braucht ihr natürlich zunächst ein Gerät mit DVD-Laufwerk – alternativ tun es auch externe USB-DVD-Brenner für etwa 25-40 Euro.

Für das Rippen hat sich der WinX DVD Ripper bewährt, der auch 2026 noch aktiv weiterentwickelt wird. Die Software analysiert automatisch die DVD-Struktur, erkennt den Hauptfilm und filtert Werbung oder Menüs heraus. Besonders praktisch: Der Ripper erkennt auch neuere Kopierschutz-Verfahren und umgeht diese legal für private Kopien.
Der Ripping-Prozess ist deutlich schneller geworden: Moderne Hardware schafft eine Standard-DVD in 2-3 Minuten. Die Software bietet verschiedene Ausgabeformate – MP4 mit H.265-Codec ist meist die beste Wahl, da es kleinere Dateien bei gleicher Qualität erzeugt. Für mobile Geräte gibt es optimierte Profile für iPhones, Android-Smartphones oder Tablets.
In der kostenpflichtigen Platinum-Version (aktuell 67,95 Euro) kommen erweiterte Funktionen dazu: Batch-Verarbeitung mehrerer DVDs, KI-basierte Bildverbesserung, die Umwandlung in 4K-Auflösung und Reparatur-Tools für beschädigte DVDs. Gerade die KI-Upscaling-Funktion macht alte DVDs auf modernen 4K-Displays deutlich ansehnlicher.
DVD-Player-Software für Windows 11
Wer DVDs direkt abspielen möchte, steht vor einem Problem: Windows 11 bringt standardmäßig keine DVD-Wiedergabe mit. Microsoft hat diese Funktion aus Lizenzkosten-Gründen entfernt. Die Lösung heißt nach wie vor VLC Media Player – der Klassiker ist auch 2026 konkurrenzlos.
VLC beherrscht praktisch alle Video- und Audio-Formate, spielt DVDs direkt ab und ist dabei völlig kostenlos. Die Software wurde kontinuierlich weiterentwickelt und unterstützt jetzt auch HDR-Content, 8K-Videos und VR-Formate. Für DVD-Wiedergabe reicht ein externes USB-DVD-Laufwerk völlig aus.
Alternativ bietet Microsoft den kostenpflichtigen „Windows DVD Player“ im Microsoft Store für 14,99 Euro an – der ist aber funktional deutlich eingeschränkter als VLC.
Cloud-Storage und Mediatheken
Einmal digitalisiert, könnt ihr eure DVD-Sammlung in der Cloud speichern. Services wie OneDrive, Google Drive oder Dropbox eignen sich für kleinere Sammlungen. Bei größeren Bibliotheken lohnt sich ein NAS (Network Attached Storage) zu Hause – aktuelle Modelle von Synology oder QNAP bieten sogar eigene Streaming-Apps.
Mediatheken-Software wie Plex oder Jellyfin verwandelt eure digitalisierte DVD-Sammlung in einen persönlichen Netflix-Ersatz. Die Programme laden automatisch Filmcover, Beschreibungen und Bewertungen herunter und organisieren alles übersichtlich.
Rechtliche Aspekte
Privatkopien von eigenen DVDs sind in Deutschland legal, solange ihr den Kopierschutz nicht umgeht. In der Praxis ist das allerdings ein Graubereich, da fast alle kommerziellen DVDs geschützt sind. Wichtig: Die Kopien dürft ihr nur privat nutzen und nicht weitergeben oder verkaufen.
Fazit
DVDs sind noch lange nicht tot – mit den richtigen Tools holt ihr auch 2026 das Beste aus eurer Sammlung heraus. Die Digitalisierung dauert nur wenige Minuten pro Film und macht eure Medien zukunftssicher. VLC bleibt die beste kostenlose Wiedergabe-Software, während spezialisierte Ripper wie WinX DVD Ripper den Umwandlungsprozess perfektioniert haben.
Zuletzt aktualisiert am 21.02.2026