Braucht ihr auf dem internen Speicher mehr Platz, lassen sich Daten wie bei Windows auch unter macOS auf einer externen Festplatte oder einem USB-Stick speichern. Damit die Daten dort vor unbefugtem Zugriff geschützt sind, können sie bei Bedarf auch verschlüsselt werden.
Besonders in Zeiten von Remote Work und häufigen Ortswechseln ist die Verschlüsselung externer Datenträger wichtiger denn je. Ein verlorener USB-Stick oder eine gestohlene externe Festplatte kann zum Albtraum werden, wenn sensible Daten ungeschützt darauf gespeichert sind.
Voraussetzungen für die macOS-Verschlüsselung
Das klappt immer dann, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Am Mac ist die FileVault-Software aktiviert.
- Das externe Laufwerk ist mit dem Apple-Dateisystem APFS oder HFS+ formatiert.
- Das Laufwerk verfügt über eine GUID-Partitions-Tabelle.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, schließt ihr das externe Laufwerk an, öffnet dann ein neues Finder-Fenster und klickt mit der rechten Maustaste auf den Namen des Laufwerks. Im Menü wird dann die Funktion Laufwerk verschlüsseln aufgerufen.
Achtung: So geschützte Laufwerke lassen sich nur am Mac wieder öffnen.
APFS: Das moderne Apple-Dateisystem
Seit macOS High Sierra verwendet Apple standardmäßig das APFS (Apple File System) statt des älteren HFS+. APFS bietet bessere Performance, Sicherheit und Effizienz. Die Verschlüsselung funktioniert mit beiden Dateisystemen, aber APFS verschlüsselt deutlich schneller und verbraucht weniger Systemressourcen.
Schritt-für-Schritt: Externe Laufwerke verschlüsseln
- Externe Festplatte oder USB-Stick anschließen
- Festplattendienstprogramm öffnen (Programme > Dienstprogramme)
- Das externe Laufwerk auswählen
- Auf „Löschen“ klicken
- Format: „Mac OS Extended (Journaled, verschlüsselt)“ oder „APFS (verschlüsselt)“ wählen
- Sicheres Passwort eingeben und bestätigen
- Auf „Löschen“ klicken
Alternativ könnt ihr auch über den Finder vorgehen: Rechtsklick auf das Laufwerk > „Laufwerk verschlüsseln“ wählen. Diese Methode verschlüsselt vorhandene Daten nachträglich, was deutlich länger dauert.
Sichere Passwörter sind entscheidend
Die Verschlüsselung ist nur so stark wie euer Passwort. Verwendet mindestens 12 Zeichen mit einer Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Noch besser: Nutzt einen Passwort-Manager wie 1Password oder Bitwarden, um komplexe Passwörter zu generieren und zu verwalten.
Alternative: Plattformübergreifende Verschlüsselung
Wenn ihr das verschlüsselte Laufwerk auch unter Windows oder Linux nutzen möchtet, gibt es Alternativen zur macOS-eigenen Verschlüsselung:
- VeraCrypt: Open-Source-Tool für alle Betriebssysteme
- AxCrypt: Einfache Lösung für einzelne Dateien
- 7-Zip: Erstellt verschlüsselte Archive
Diese Tools sind zwar etwas komplexer in der Handhabung, bieten aber plattformübergreifende Kompatibilität.
Performance und praktische Tipps
Die Verschlüsselung verlangsamt den Zugriff auf Daten minimal, aber moderne Macs verkraften das problemlos. Bei USB-2.0-Sticks kann es merkbare Verzögerungen geben – hier lohnt sich der Umstieg auf USB 3.0 oder USB-C.
Wichtig: Notiert euch das Passwort an einem sicheren Ort. Ohne das Passwort sind die Daten unwiderruflich verloren. Apple kann nicht dabei helfen, verschlüsselte externe Laufwerke zu entsperren.
Backup nicht vergessen
Verschlüsselung schützt vor Diebstahl, aber nicht vor Hardwareausfällen. Erstellt regelmäßig Backups eurer wichtigen Daten. Time Machine kann auch verschlüsselte externe Laufwerke als Backup-Ziel nutzen – eine doppelt sichere Lösung.
Bei besonders sensiblen Daten empfiehlt sich die 3-2-1-Regel: 3 Kopien der Daten, auf 2 verschiedenen Medien, mit 1 Kopie an einem anderen Ort (Cloud oder physisch getrennt).
Zuletzt aktualisiert am 05.04.2026

