Antenne. Satellit. Kabel. Das Fernsehprogramm kommt heute auf viele unterschiedliche Wege zu uns nach Hause. Immer öfter aber auch übers Internet. Bei manchen sogar live. Doch immer wichtiger werden die Mediatheken. Doch auch mit Apps kann man fernsehen, unterwegs. Oder mit Zusatzgeräten am Computer.
Sender wie der WDR lassen sich heute locker in die Tasche stecken. Mit der kostenlosen WDR-App kann man jederzeit das aktuelle Fernsehprogramm sehen. Live. Einfach in der App den Stream starten, schon geht’s los. Alles, was man dazu braucht, ist eine gute, stabile Internetverbindung. Im WLAN – oder unterwegs im Mobilfunknetz. So verpasst man garantiert nichts.
Das funktioniert wirklich prima und kostet nichts, außer natürlich Datenvolumen, wenn man im Mobilfunknetz unterwegs ist. Ein 90minütiger Film kann ohne weiteres 1,5 GB Datenvolumen verschlingen – bei 4K-Qualität sogar deutlich mehr.
Gute Internetverbindung vorausgesetzt
Vorausgesetzt, die Internetverbindung ist gut und stabil, ist die Bildqualität hervorragend. Mit der WDR-App kann man übrigens auch die Radioprogramme des WDR unterwegs anhören, daher ist die App ein wunderbarer und praktischer Reisebegleiter.
Klar, andere Sender wie das ZDF oder ARTE haben ganz ähnliche Apps im Angebot. Damit kann man auch unterwegs fernsehen. Kleiner Nachteil ist natürlich, dass man für jeden Sender eine eigene App braucht.
Eine mögliche Lösung sind spezielle Streamingangebote, die eine Vielzahl von Sendern als Livestream anbieten. Damit schaut man live Fernsehen übers Internet – ganz ohne Antenne, Satellit oder Kabel. Mit Anbietern wie Zattoo, Joyn oder Sky Ticket heute kein Problem. Auch Deutsche Telekom mit MagentaTV und Vodafone mit GigaTV Net haben ihre Angebote deutlich ausgebaut.
Alle Programme streamen
Das Praktische daran: Man kann wirklich überall schauen. Auf dem Smartphone, dem Tablet, dem Fernseher natürlich – teilweise sogar auf der Playstation. Die üblichen Zusatzgeräte wie Apple TV, Fire TV oder Chromecast werden auch unterstützt. Moderne Smart-TVs haben die Apps oft direkt integriert.
Handhabung und Bedienung der Angebote ist einfach. Egal, auf welchem Gerät man fernsieht. Die Bildqualität ist mittlerweile Standard in 4K, also gestochen scharf. Außerdem gibt es praktische Programmübersichten. Da kann man nachschauen, was so läuft – und einfach umschalten. Welche Programme gezeigt werden, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.
Alle Anbieter haben kostenlose und kostenpflichtige Pakete. Die kostenlosen bieten nur eine deutlich kleinere Auswahl an Programmen an – und nicht immer in optimaler Bildqualität. Außerdem gibt es bei den Gratispaketen oft Werbung beim Umschalten. In den kostenpflichtigen Paketen fällt die weg, die Auswahl der Sender ist größer und die Bildqualität besser.
Extras wie zeitversetzes Fernsehen
Teilweise gibt es noch Extras wie zeitversetztes Fernsehen – man kann also sozusagen zurückspulen – oder Zugriff auf die Mediatheken. Viele Anbieter haben auch Cloud-DVR-Funktionen integriert: Aufnahmen landen automatisch in der Cloud und sind überall abrufbar. Einfach mal ausprobieren.
Besonders praktisch sind mittlerweile die integrierten Empfehlungsalgorithmen, die basierend auf dem Sehverhalten passende Inhalte vorschlagen. KI macht’s möglich – und erspart das endlose Zappen.
Die Revolution der Mediatheken
Ein anderes Thema sind Mediatheken: Hier kann man sich bekanntlich Sendungen anschauen, die man verpasst hat. Das geht direkt im Web-Browser. Allerdings muss man da natürlich die jeweils passende Mediathek aufrufen.
Die öffentlich-rechtlichen haben ihre Mediatheken in den letzten Jahren massiv ausgebaut. Viele Inhalte bleiben jetzt deutlich länger verfügbar – teilweise sogar dauerhaft. Auch exklusive Online-Formate gibt es immer mehr.
Mediatheken
Ich habe da einen Tipp: mediathekviewweb.de. Hier sind die Inhalte aller öffentlich-rechtlichen Sender gebündelt zu finden. Alles ordentlich sortiert. Durch Eingabe von Begriffen kann man suchen – und findet, was man sehen möchte. Eine prima Suchmaschine für Mediathekeninhalte. Das Tool wird kontinuierlich weiterentwickelt und funktioniert auch 2026 noch zuverlässig.
Moderne Smart-TV-Fernseher haben heute häufig einen eingebauten Zugriff auf die Mediatheken. Das ist natürlich sehr praktisch. Wer das nicht hat, kann sich aber auch anders behelfen.
Denn natürlich kann man auch mit den praktischen Apps von ARD, ZDF, ARTE und Co. auf die Inhalte der Mediatheken zugreifen. Nicht nur im Smartphone oder Tablet, sondern auch auf dem Fernseher. Denn die Inhalte lassen sich oft vom Mobilgerät auf den Fernseher streamen – oder direkt auf spezielle Erweiterungen wie Chromecast umleiten.
Streaming-Sticks und Set-Top-Boxen
Wer Erweiterungen wie Fire TV, Chromecast oder Apple TV nutzt, hat es besonders leicht. Mit speziellen Apps von ARD, ZDF oder ARTE kann man denkbar bequem auf die Inhalte der Mediatheken zugreifen. Angeklickt verpasst? Macht doch nichts… Über die App hat man die letzten Folgen ruckzuck gefunden – und kann sie anschauen. Wer braucht da noch einen Videorekorder…
Neu am Markt sind auch Google TV Streamer und die neueste Generation der Roku-Geräte, die mit verbesserter Performance und KI-Features punkten. Selbst günstige Android-TV-Sticks bieten heute 4K-Streaming und Dolby-Vision-Support.
Ausblick: Was kommt noch?
Die Zukunft des Fernsehens liegt eindeutig im Internet. 8K-Inhalte werden langsam verfügbar, VR- und AR-Erlebnisse kommen dazu. Interaktive Formate, bei denen ihr den Verlauf einer Serie mitbestimmt, gibt es bereits. Und KI-gesteuerte Personalisierung wird immer raffinierter.
Spannend sind auch die neuen Cloud-Gaming-Features vieler Streaming-Anbieter: Zwischen Serie und Spiel wechseln, ohne das Gerät zu tauschen. Die Grenzen zwischen klassischem Fernsehen und anderen Unterhaltungsformen verschwimmen zunehmend.
Zuletzt aktualisiert am 31.03.2026






