Smart Home mit KASA: Geräte per App fernsteuern

von | 11.02.2020 | Hardware

Der klassische Lichtschalter hat nahezu ausgedient: Es ist doch viel cooler, Lampen und andere Geräte fernzubedienen. Eine App aufs Smartphone, und schon könnt ihr bequem von der Couch oder aus dem Auto eure Geräte ein- und ausschalten. Eine bewährte Gesamtlösung ist hier KASA.

Die zum Hersteller TP-Link gehörende Soft- und Hardwarelösung umfasst schaltbare WLAN-Steckdosen, smarte LED-Lampen mit RGB-Funktion, Outdoor-Steckdosen, Kameras und seit 2025 auch Matter-kompatible Geräte. Nach dem ersten Stromanschluss müsst ihr diese einmal mit der für iOS und Android kostenlos verfügbaren Kasa Smart App ins WLAN bringen. Das geht in wenigen Schritten: Startet die App, wechselt dann in das WLAN der Steckdose oder Lampe. Mit der so aufgebauten Verbindung könnt ihr die WLAN-Zugangsdaten des eigentlichen WLANs übertragen. Nach kurzer Zeit stellt das Gerät dann selbständig die Verbindung zum WLAN her.

Wenn ihr ein kostenloses KASA-Konto angelegt habt, dann könnt ihr die Fernbedienung auch außerhalb eures Netzwerkes über das Internet durchführen. Und noch besser: Haben die Komponenten eine Verbindung ins Internet, dann könnt ihr sie auch über Zeitpläne steuern. Beispielsweise die Lampen im Ferienhaus an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten ein- und ausschalten.

Für ein Ferienhaus auch interessant: Schaltet doch im Winter einen Entfeuchter an mehreren Tagen für eine Stunde ein. Damit bekommt ihr die Luftfeuchte unter Kontrolle. Dazu könnt ihr auch eine Timerfunktion nutzen: Schaltet das Gerät manuell ein, und dann über einen Timer nach einer gewissen Zeit wieder aus.

Matter-Integration bringt neue Möglichkeiten

Seit 2024 unterstützt Kasa den Matter-Standard, was das System deutlich vielseitiger macht. Ihr könnt eure Kasa-Geräte jetzt problemlos mit anderen Smart-Home-Systemen wie Apple HomeKit, Google Home oder Amazon Alexa verbinden. Das bedeutet: Einmal eingerichtet, funktionieren die Geräte plattformübergreifend. Ihr könnt eine Kasa-Lampe über Siri steuern, auch wenn ihr hauptsächlich Google Assistant verwendet.

Erweiterte Automatisierung und KI-Features

Die Kasa-App hat 2025 ein großes Update erhalten. Besonders praktisch sind die neuen „Smart Actions“ – intelligente Automatisierungen, die auf euer Verhalten reagieren. Das System lernt eure Gewohnheiten und schlägt passende Szenarien vor. Kommt ihr beispielsweise jeden Abend um 19 Uhr nach Hause, aktiviert sich automatisch die „Heimkommen“-Szene mit gedimmtem Licht und eingeschalteter Kaffeemaschine.

Neu ist auch die Geofencing-Funktion: Eure Geräte schalten sich automatisch ein oder aus, basierend auf eurem Standort. Verlasst ihr das Haus, gehen alle nicht-essentiellen Geräte automatisch aus. Nähert ihr euch eurem Zuhause, erwacht das Smart Home zum Leben.

Energiemanagement wird zum Kostenfaktor

Bei den aktuellen Strompreisen ist das Energiemanagement wichtiger denn je. Kasa-Steckdosen zeigen euch detailliert den Verbrauch angeschlossener Geräte an. Ihr seht nicht nur den aktuellen Verbrauch, sondern auch Trends und Kosten über Wochen und Monate. Echte Stromfresser entlarvt ihr so schnell.

Besonders clever: Die neuen Kasa-Modelle können sich automatisch ausschalten, wenn Geräte im Standby-Modus zu viel Strom ziehen. Definiert einfach einen Grenzwert – unterschreitet der Verbrauch diesen Wert für eine bestimmte Zeit, trennt die Steckdose die Stromzufuhr komplett.

Sicherheit und Datenschutz

TP-Link hat 2024 die Sicherheitsfeatures deutlich ausgebaut. Alle Kasa-Geräte erhalten regelmäßige Over-the-Air-Updates, die automatisch installiert werden. Die Kommunikation zwischen App und Geräten läuft über Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Praktisch: Ihr könnt ein lokales Netzwerk einrichten, sodass die Grundfunktionen auch ohne Internetverbindung funktionieren.

Was kostet der Spaß?

Kasa ist preislich fair positioniert. Einfache WLAN-Steckdosen gibt es ab 15 Euro, smarte LED-Lampen mit Farbwechsel kosten etwa 20-25 Euro. Die neuen Matter-kompatiblen Geräte sind etwa 10-20% teurer, bieten aber deutlich mehr Flexibilität. Für den Einstieg reicht ein Starter-Set mit zwei Steckdosen und einer smarten Lampe für rund 50 Euro.

Die App bleibt weiterhin kostenlos, auch für die Cloud-Funktionen zahlt ihr nichts extra. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber manchen Konkurrenten, die für erweiterte Features Abo-Gebühren verlangen.

Fazit: Solides Smart Home für Einsteiger und Profis

Kasa hat sich zu einem ausgereiften Smart-Home-System entwickelt, das sowohl Einsteiger als auch erfahrene Nutzer anspricht. Die Matter-Integration macht das System zukunftssicher, die KI-Features bringen echten Mehrwert im Alltag. Wer ein zuverlässiges, erschwingliches Smart-Home-System sucht, macht mit Kasa wenig falsch.

Zuletzt aktualisiert am 02.03.2026