Gesundheits-Daten exportieren

von | 20.03.2017 | iOS

Die Health-App in iOS sammelt kontinuierlich umfangreiche Gesundheitsdaten – von Schritten und Herzfrequenz bis hin zu detaillierten Schlafanalysen und Blutzuckerwerten. Besonders Apple Watch-Nutzer haben oft Jahre an wertvollen Gesundheitsdaten angesammelt. Um diese wichtigen Informationen zu sichern oder für andere Zwecke zu nutzen, bietet Apple seit Jahren eine praktische Export-Funktion.

Warum Gesundheitsdaten exportieren?

Es gibt viele gute Gründe, eure Health-Daten regelmäßig zu exportieren. Beim Wechsel auf ein neues iPhone gehen trotz iCloud-Backup manchmal Daten verloren. Auch für medizinische Auswertungen oder zur Weitergabe an Ärzte kann ein Export sinnvoll sein. Manche nutzen die Daten auch für eigene Analysen oder Import in spezialisierte Fitness-Software.

So funktioniert der Export

Der Export eurer Gesundheitsdaten ist denkbar einfach und funktioniert auch 2026 noch genauso:

  1. Zuerst die Health-App starten.
  2. Jetzt oben rechts auf das Profil-Icon tippen.
  3. Nun nach unten scrollen und hier auf Health-Daten exportieren tippen.
  4. Apple fragt zur Sicherheit nach eurer Face ID, Touch ID oder dem Passcode.
  5. Bestätigt den Export mit „Exportieren“ – je nach Datenmenge kann das einige Minuten dauern.
  6. Anschließend wird eine ZIP-Datei erstellt und zum Speichern oder Versenden per E-Mail angeboten.

Was steckt in der Export-Datei?

Apple erstellt eine ZIP-Datei, die standardmäßig mehrere XML-Dateien enthält. Die wichtigste ist „apple_health_export/export.xml“ mit allen Messwerten, Workouts und Vitalwerten. Seit iOS 16 kommen oft weitere Dateien dazu: „export_cda.xml“ im medizinischen CDA-Standard und bei Apple Watch-Nutzern zusätzliche Dateien mit EKG-Daten oder detaillierten Schlafphasen.

Datenschutz und Sicherheit

Apple nimmt den Schutz eurer Gesundheitsdaten ernst. Die Export-Funktion erfordert immer eine Authentifizierung. Die XML-Dateien sind unverschlüsselt – achtet also darauf, wo ihr sie speichert oder hinschickt. Bei der Weitergabe an Dritte solltet ihr vorher prüfen, welche sensiblen Informationen enthalten sind.

Neue Features und Datentypen 2026

In den letzten Jahren hat Apple die Health-App deutlich erweitert. Neue Sensoren in der Apple Watch Series 9 und 10 erfassen jetzt auch Körpertemperatur-Trends und verbesserte Schlafstadien-Erkennung. Diese Daten werden ebenfalls mit exportiert.

Besonders interessant: Seit iOS 17 können auch Medikamenten-Erinnerungen und -Einnahmen exportiert werden. Die Integration mit Fitness-Apps von Drittanbietern wurde verbessert, sodass auch Daten von Polar, Garmin oder anderen Herstellern in den Export fließen.

Import in andere Systeme

Die XML-Struktur der Apple-Health-Exports ist mittlerweile ein de-facto Standard. Viele Fitness-Apps und sogar einige Arztpraxen können diese Dateien direkt einlesen. Tools wie „Health CSV Exporter“ oder „QS Access“ helfen dabei, die Daten in Excel-taugliche Formate umzuwandeln.

Automatische Backups einrichten

Wer regelmäßig sichern möchte, kann über Kurzbefehle (Shortcuts) teilautomatisierte Exporte einrichten. Ein Kurzbefehl kann den Export anstoßen und die Datei direkt in die iCloud Drive oder andere Cloud-Dienste weiterleiten. Das ist besonders praktisch für Nutzer mit chronischen Erkrankungen, die ihre Daten regelmäßig mit Ärzten teilen müssen.

Tipp für den Alltag

Macht den Export am besten regelmäßig – etwa einmal im Quartal. So habt ihr immer aktuelle Backups und müsst bei einem iPhone-Wechsel nicht Jahre an Daten verlieren. Die ZIP-Dateien werden mit der Zeit größer, bleibt aber meist unter 100 MB auch bei intensiver Apple Watch-Nutzung.

Der Health-Daten-Export zeigt exemplarisch, wie Apple Datenkontrolle und Nutzerfreundlichkeit verbindet. Eure Gesundheitsdaten gehören euch – und ihr könnt jederzeit damit machen, was ihr wollt.

Zuletzt aktualisiert am 03.04.2026