HandBrake: Video-Einstellungen als Vorlage speichern

von | 08.11.2016 | Tipps

Mit der kostenlosen App HandBrake lassen sich Videos leicht in andere Formate umwandeln – nicht nur am Mac, sondern auch unter Windows und Linux. Das Problem: Bei jedem Start des Programms müssen die Einstellungen erneut festgelegt werden. Es sei denn, ihr speichert sie als Vorlage.

Vorlagen werden in HandBrake Presets genannt. Sie enthalten sämtliche Einstellungen für die Konvertierung und sparen euch jede Menge Zeit. Ein neues Preset lässt sich mit den folgenden Schritten erstellen:

  1. Zuerst HandBrake starten.
  2. Jetzt alle gewünschten Einstellungen für die Umwandlung der Videos setzen.
  3. Passt alles, wird oben im Menü auf Presets, New Preset… geklickt. Alternativ dazu kann man auch auf [Cmd]+[N] drücken (Mac) oder [Ctrl]+[N] (Windows/Linux).
  4. Dann noch einen aussagekräftigen Namen für die Vorlage eintippen.

Wird das Programm später geschlossen und dann wieder geöffnet, müsst ihr nur noch auf Presets und dann auf den Namen der Vorlage klicken. Die zugehörigen Einstellungen werden dann automatisch geladen.

handbrake-presets

Clevere Preset-Namen wählen

Bedenkt beim Erstellen der Presets, dass aussagekräftige Namen später das Leben erleichtern. Statt „Mein Preset“ wählt ihr besser Namen wie „YouTube 4K“, „iPhone optimiert“ oder „Blu-ray Backup“. So wisst ihr sofort, wofür welches Preset gedacht ist.

Presets teilen und übertragen

Eine besonders praktische Funktion: HandBrake-Presets lassen sich exportieren und auf anderen Rechnern importieren. Das ist perfekt, wenn ihr mehrere Computer nutzt oder eure Einstellungen mit Kollegen teilen wollt. Klickt dazu auf „Presets“ > „Export Preset“ und wählt das gewünschte Preset aus. Die resultierende .json-Datei könnt ihr dann auf einem anderen Rechner über „Import Preset“ wieder einladen.

Standard-Presets von HandBrake nutzen

HandBrake bringt bereits eine Vielzahl vorgefertigter Presets mit, die für die meisten Anwendungsfälle ausreichen. Diese sind nach Gerätekategorien und Streaming-Plattformen sortiert:

  • General: Universelle Einstellungen für verschiedene Auflösungen
  • Web: Optimiert für YouTube, Vimeo und andere Plattformen
  • Devices: Spezielle Einstellungen für Apple-Geräte, Android und Gaming-Konsolen
  • Matroska: Für das offene MKV-Format

Hardware-Beschleunigung berücksichtigen

Bei modernen Systemen solltet ihr Hardware-Beschleunigung aktivieren, falls verfügbar. HandBrake unterstützt Intel Quick Sync, NVIDIA NVENC und AMD VCE. Das beschleunigt die Konvertierung erheblich, besonders bei 4K-Material. Diese Einstellung wird ebenfalls in euren Presets gespeichert.

Tipps für optimale Presets

Erstellt verschiedene Presets für unterschiedliche Zwecke:
– Ein schnelles Preset für Vorab-Tests mit niedriger Qualität
– Ein High-Quality-Preset für finale Versionen
– Spezielle Presets für verschiedene Zielgeräte
– Ein Archivierungs-Preset mit maximaler Qualität

Backup eurer Presets

Vergisst nicht, regelmäßig ein Backup eurer selbst erstellten Presets zu erstellen. Sie werden zwar automatisch gespeichert, können aber bei Programm-Updates oder System-Problemen verloren gehen. Ein Export aller wichtigen Presets in einen Cloud-Ordner ist eine gute Absicherung.

Preset-Hierarchien verstehen

HandBrake organisiert Presets in einer Baumstruktur. Ihr könnt eigene Kategorien erstellen und Presets darin gruppieren. Das bringt Ordnung in umfangreiche Preset-Sammlungen und erleichtert das Wiederfinden.

Mit durchdachten Presets wird HandBrake zu einem noch mächtigeren Werkzeug für die Video-Konvertierung. Einmal eingerichtet, spart ihr bei jeder weiteren Nutzung wertvolle Zeit und stellt sicher, dass eure Videos immer mit den gewünschten Einstellungen konvertiert werden.

Zuletzt aktualisiert am 05.04.2026