iTunes-Musik in moderne Music-Apps übertragen

von | 17.08.2015 | Windows

Die Zeiten von Groove Music sind längst vorbei – Microsoft hat seinen Musik-Streaming-Dienst bereits 2017 eingestellt. Doch das Thema Musikbibliotheken zwischen verschiedenen Anbietern zu migrieren ist aktueller denn je. Heute zeigen wir euch, wie ihr eure iTunes-Musik problemlos in moderne Music-Apps übertragt und dabei keine eurer liebgewonnenen Playlists verliert.

Seit dem Ende von Groove Music hat sich die Musik-Landschaft deutlich gewandelt. Windows 11 setzt standardmäßig auf die Media Player App, während viele Nutzer zu Spotify, YouTube Music oder Apple Music gewechselt sind. iTunes selbst wurde durch die Apple Music App ersetzt, läuft aber auf Windows-PCs weiterhin als klassische Desktop-Anwendung.

Windows Media Player: Der moderne Nachfolger

Der neue Media Player in Windows 11 hat die alte Windows Media Player-Version abgelöst und bietet deutlich bessere Integration für lokale Musiksammlungen. Eure iTunes-Bibliothek könnt ihr hier genauso einfach einbinden wie damals in Groove Music.

Öffnet dazu die Media Player App aus dem Microsoft Store und klickt in der Seitenleiste auf „Musikbibliothek“. Über die Einstellungen (Zahnrad-Symbol) gelangt ihr zu den Bibliothekseinstellungen. Hier könnt ihr neue Ordner hinzufügen und den iTunes-Pfad angeben.

Der Standard-Pfad für iTunes-Musik ist nach wie vor: „Dieser PC > Musik > iTunes > iTunes Media > Music“. Alternativ findet ihr den Pfad in iTunes selbst unter „Bearbeiten > Einstellungen > Erweitert > iTunes Media-Ordner“.

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Streaming-Dienste: Die bessere Alternative?

Honest Talk: Lokale Musiksammlungen sind heute eher Nischenlösungen. Spotify, YouTube Music und Apple Music bieten Kataloge mit über 100 Millionen Songs – da wirkt selbst die größte private Sammlung winzig. Trotzdem gibt es gute Gründe, warum ihr eure iTunes-Bibliothek behalten solltet:

  • Seltene Tracks oder Remixe, die nicht gestreamt werden
  • Eigene Aufnahmen oder Podcasts
  • Musik ohne Internetverbindung
  • Keine monatlichen Abo-Kosten

Playlists zwischen Diensten übertragen

Falls ihr doch zu einem Streaming-Dienst wechseln wollt, müsst ihr eure Playlists nicht manuell neu erstellen. Tools wie Soundiiz, MusConv oder TuneMyMusic übertragen Playlists automatisch zwischen verschiedenen Diensten. Die meisten unterstützen iTunes als Quellformat.

Besonders praktisch: Viele dieser Tools können auch lokale M3U-Playlists aus iTunes in Spotify-Playlists umwandeln. Dabei werden die Songs automatisch in den Streaming-Katalogen gesucht und zugeordnet.

Alternative Player für iTunes-Musik

Wer iTunes komplett den Rücken kehren will, findet in modernen Music-Playern wie MusicBee, foobar2000 oder VLC Media Player leistungsstarke Alternativen. Diese Programme können iTunes-Bibliotheken direkt importieren und bieten oft bessere Anpassungsmöglichkeiten als die Standard-Apps.

MusicBee beispielsweise erkennt iTunes-Bibliotheken automatisch beim ersten Start und fragt, ob ihr eure Musik importieren wollt. Dabei bleiben alle Metadaten, Bewertungen und Wiedergabezähler erhalten.

Cloud-Integration nicht vergessen

Ein wichtiger Punkt beim Wechsel: Viele moderne Music-Apps bieten Cloud-Synchronisation. Google Play Music (heute YouTube Music) und Apple Music können eure lokalen Dateien in die Cloud hochladen und dann auf allen Geräten verfügbar machen. So habt ihr eure iTunes-Sammlung auch auf dem Smartphone dabei.

Fazit: Flexibilität ist King

Obwohl Groove Music Geschichte ist, funktioniert die Migration von iTunes-Musik in moderne Apps reibungslos. Ob ihr bei lokalen Dateien bleibt oder zu Streaming-Diensten wechselt – eure Musiksammlung muss nicht verloren gehen. Die Tools dafür sind heute sogar besser als zu Groove-Zeiten.

Unser Tipp: Probiert verschiedene Lösungen aus und findet heraus, was zu eurem Hörverhalten passt. Hybrid-Ansätze mit lokaler Musik plus Streaming-Abo sind völlig okay und oft die beste Lösung.

Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026