Ladezyklen und Batteriezustand beim MacBook prüfen

von | 17.05.2022 | Hardware, macOS

Der Akku ist eine der wichtigsten Komponenten bei einem Notebook. Wichtig also, diesen vor Kauf zu kontrollieren. Beim MacBook ist das mit wenig Aufwand möglich.

Auch wenn die Zeiten lange vorbei sind, als der Benutzer seinen Akku nach einem mehrseitigen Handbuch ganz präzise laden und entladen musste, ganz ohne Effekt ist der proaktive Umgang mit dem Akku nicht. Moderne Lithium-Ionen-Akkus und deren Ladeelektronik im Gerät lernen vom Benutzer und seiner Nutzung des Notebooks und passen das Laden des Akkus darauf an.

Apples neue M-Serie Chips haben die Akkulaufzeit revolutioniert, trotzdem solltet ihr den Akku gelegentlich tiefer entladen. Das tut nicht nur den Zellen gut, sondern kalibriert auch die Anzeige der Restlaufzeit des Akkus. macOS Sequoia und Ventura haben diese Akkukalibrierung weiter optimiert.

Unabhängig davon gilt: Je häufiger ein Akku geladen wird, desto näher rückt der Zeitpunkt, an dem er Kapazität verliert. Ein „wenig genutztes“ Gerät kann trotzdem viele Akkuladungen hinter sich haben, weil es nach den kurzen Einsätzen immer direkt geladen wurde. Unter macOS könnt ihr das kontrollieren:

Batteriezustand prüfen in aktuellen macOS-Versionen:

Klickt auf den Apfel oben links, dann auf Über diesen Mac > Weitere Informationen > Systembericht. In der Übersicht findet ihr die Kategorie Strom/Batterie-Informationen. Klickt die an, dann seht ihr unter Informationen zum Batteriezustand wichtige Informationen:

  • Die **Anzahl der Zyklen** zeigt an, wie oft ein Akku geladen wurde. Je höher dieser Wert, desto stärker die Abnutzung. Ein neuer MacBook-Akku hat 0 Zyklen, bei 1000 Zyklen ist meist ein Austausch fällig.
  • Der **Zustand** bewertet den Allgemeinzustand des Akkus. „Normal“ ist gut, „Service empfohlen“ bedeutet deutliche Abnutzung.
  • Die **maximale Kapazität** zeigt an, wieviel Prozent der ursprünglichen Akkukapazität noch verfügbar sind. Unter 80% wird kritisch.

Alternative über die Systemeinstellungen:

Seit macOS 13 Ventura findet ihr die Akkuinfos auch direkt in den Systemeinstellungen: Systemeinstellungen > Batterie > Batteriezustand. Hier seht ihr auf einen Blick die wichtigsten Daten und bekommt Empfehlungen für die Akkupflege.

Was bedeuten die Zyklen-Zahlen?

Apple gibt für MacBook-Akkus typischerweise 1000 Ladezyklen als Richtwert an. Ein Zyklus ist komplett erreicht, wenn ihr insgesamt 100% der Akkukapazität verbraucht habt – das können zwei Mal 50% oder zehn Mal 10% sein. Bei normaler Nutzung sind 300-500 Zyklen pro Jahr durchaus normal.

Moderne Akkupflege-Features:

Apple hat in den letzten Jahren clevere Features eingebaut: „Optimiertes Laden“ lernt eure Gewohnheiten und lädt den Akku nur dann auf 100%, wenn ihr das Gerät auch wirklich braucht. Bei M-Serie MacBooks ist außerdem die „Stromsparmodus“-Funktion deutlich effektiver geworden.

Tipps für längere Akkulaufzeit:

Vermeidet extreme Temperaturen, lasst den Akku nicht dauerhaft bei 100% oder 0% und nutzt das originale Ladegerät. Bei längerer Lagerung sollte der Akku etwa 50% geladen sein. Die neuen MagSafe-3-Ladegeräte bei aktuellen MacBooks sind besonders akkuschonend.

Beim Gebrauchtkauf beachten:

Bei einem gebrauchten MacBook sollte die Zyklenanzahl unter 500 liegen und der Zustand „Normal“ anzeigen. Geräte mit über 800 Zyklen brauchen wahrscheinlich bald einen neuen Akku – das kostet je nach Modell 150-250 Euro beim Apple Service.

Zuletzt aktualisiert am 21.02.2026