Wenn Windows 11 Updates installiert, speichert es eine Kopie der Setup-Dateien auf eurer lokalen Festplatte. Der Gedanke dahinter: Falls andere Geräte im gleichen Netzwerk das gleiche Update brauchen, können sie es direkt von eurem Rechner beziehen – ohne erneuten Download aus dem Internet. Diese „Delivery Optimization“ genannte Funktion kann aber erheblich Speicherplatz verbrauchen, besonders bei größeren Feature-Updates.
Bei Windows 11 22H2 und neueren Versionen können diese Cache-Dateien mehrere Gigabyte groß werden. Auf Geräten mit knappem Speicher macht es daher Sinn, diese lokalen Update-Daten regelmäßig zu löschen.
So löscht ihr die temporären Update-Dateien in Windows 11:
- Zuerst auf Start, Einstellungen klicken oder die Tastenkombination Windows+i verwenden.
- Jetzt zum Bereich System, Speicher wechseln.
- Nun rechts auf das Laufwerk C: klicken.
- In der Liste dann Temporäre Dateien öffnen.
- Hier ist unter anderem auch ein Eintrag für die Übermittlungs-Optimierung.
- Sobald der Haken gesetzt und das Aufräumen gestartet wird, schafft Windows wieder Platz.
Automatische Bereinigung einstellen
Seit Windows 11 Version 22H2 könnt ihr die Speicherbereinigung auch automatisieren. Geht dazu in die Speicher-Einstellungen und aktiviert die „Speicheroptimierung“. Hier lässt sich festlegen, dass temporäre Dateien automatisch nach bestimmten Zeiträumen gelöscht werden.
Delivery Optimization komplett deaktivieren
Wer die Update-Verteilung über das lokale Netzwerk gar nicht nutzen möchte, kann sie komplett abschalten:
- Öffnet die Einstellungen über Windows+i
- Geht zu „Windows Update“ → „Erweiterte Optionen“
- Klickt auf „Übermittlungsoptimierung“
- Deaktiviert die Option „Downloads von anderen PCs zulassen“
Dadurch werden keine Update-Dateien mehr lokal zwischengespeichert, was Speicherplatz spart, aber auch bedeutet, dass jedes Gerät Updates einzeln herunterladen muss.
Weitere Speicherfresser aufspüren
Neben den Update-Dateien sammeln sich in Windows 11 noch andere temporäre Dateien an:
- Windows Update-Bereinigung: Alte Update-Installationsdateien
- Papierkorb: Oft übersehen, kann mehrere GB groß werden
- Thumbnails: Vorschaubilder von Fotos und Videos
- Temporäre Internetdateien: Browser-Cache und Downloads
- DirectX Shader Cache: Grafik-Cache für Spiele und 3D-Anwendungen
Die neue Storage Sense Funktion in Windows 11 erkennt all diese Dateitypen und kann sie auf Wunsch automatisch bereinigen.
PowerShell-Alternative für Profis
Wer es technischer mag, kann die Update-Dateien auch per PowerShell löschen:
Get-DeliveryOptimizationStatus | Clear-DOCache
Dieser Befehl entfernt alle zwischengespeicherten Delivery Optimization Dateien und gibt den belegten Speicherplatz sofort frei.
Fazit
Die regelmäßige Bereinigung von Update-Cache-Dateien ist besonders auf Geräten mit SSDs sinnvoll, wo jeder Gigabyte zählt. Windows 11 macht es euch mit der integrierten Speicheroptimierung leicht, diese Wartung zu automatisieren. Wer die Delivery Optimization gar nicht braucht, kann sie komplett deaktivieren und spart sich das Problem von vornherein.
Zuletzt aktualisiert am 10.03.2026

