Picture-in-Picture unter Windows: Videos im Mini-Fenster

von | 15.05.2017 | Windows

Picture-in-Picture ist längst nicht mehr nur ein Feature für Smartphones – auch unter Windows könnt ihr Videos in einem kleinen Fenster über allen anderen Apps laufen lassen. Diese praktische Funktion ermöglicht es euch, Filme, Serien oder andere Videos zu schauen, während ihr parallel arbeitet oder im Web surft.

Filme & TV App: Der klassische Weg

Microsoft hat bereits im Windows 10 Creators Update für die hauseigene Filme & TV App eine Picture-in-Picture-Funktion eingebaut, die auch unter Windows 11 weiterhin verfügbar ist:

  1. Startet zunächst die App Filme & TV über das Start-Menü oder die Suche.
  2. Öffnet einen Film, eine TV-Serie oder ein lokal gespeichertes Video.
  3. Sobald die Wiedergabe läuft, bewegt den Mauszeiger über das Video, um die Kontrollleiste einzublenden.
  4. Klickt auf das Symbol mit dem kleinen Rechteck im größeren Rechteck – das ist der Picture-in-Picture-Button, der sich neben dem Vollbild-Symbol befindet.
  5. Das Video wird nun in einem kleinen, verschiebbaren Fenster angezeigt, das über allen anderen Anwendungen schwebt.
  6. Zum Beenden klickt ihr erneut auf das PiP-Symbol oder schließt das Mini-Fenster direkt.

Moderne Alternativen: Browser und Streaming-Apps

Inzwischen unterstützen praktisch alle modernen Browser Picture-in-Picture nativ. Bei YouTube, Netflix, Amazon Prime Video und anderen Streaming-Diensten könnt ihr meist per Rechtsklick auf das Video „Picture-in-Picture“ auswählen. Chrome, Firefox und Edge handhaben das mittlerweile sehr zuverlässig.

Besonders praktisch: Viele Streaming-Apps wie Netflix, Disney+ oder YouTube haben eigene Windows-Apps mit integrierter PiP-Funktionalität entwickelt, die oft besser funktioniert als die Browser-Variante.

Erweiterte Möglichkeiten mit PowerToys

Microsofts PowerToys-Sammlung bietet mit dem „Always on Top“ Feature eine universelle Lösung: Damit könnt ihr praktisch jedes Fenster dauerhaft im Vordergrund halten. Das ist zwar nicht dasselbe wie Picture-in-Picture, aber für viele Anwendungsfälle völlig ausreichend.

VLC als Alleskönner

Der VLC Media Player bietet ebenfalls eine solide Picture-in-Picture-Funktion. Geht einfach ins Menü „Video“ und aktiviert „Always on Top“. Zusätzlich könnt ihr das Fenster beliebig verkleinern – VLC behält dabei die Proportionen bei und bleibt über allen anderen Fenstern sichtbar.

Systemweite Einstellungen optimieren

Unter Windows 11 findet ihr in den Einstellungen unter „Apps“ → „Video-Wiedergabe“ verschiedene Optionen zur Optimierung der Video-Performance. Hier könnt ihr auch festlegen, welche App standardmäßig für verschiedene Videoformate verwendet werden soll.

Praktische Tipps für den Alltag

Das Picture-in-Picture-Fenster lässt sich in der Regel frei auf dem Desktop verschieben und in den meisten Fällen auch in der Größe anpassen. Besonders beim Arbeiten im Homeoffice ist das praktisch: Ihr könnt Webinare oder Online-Schulungen im kleinen Fenster laufen lassen, während ihr parallel Notizen macht oder E-Mails bearbeitet.

Achtet aber auf die Performance: Mehrere gleichzeitig laufende Videos können bei älteren Rechnern zu Rucklern führen. In solchen Fällen hilft es, die Videoqualität zu reduzieren oder andere ressourcenhungrige Programme zu schließen.

Fazit: Multitasking auf neuem Level

Picture-in-Picture hat sich von einem Nischen-Feature zu einem Standard-Tool entwickelt, das den digitalen Alltag erheblich erleichtern kann. Ob über die klassische Filme & TV App, moderne Browser oder spezialisierte Tools – die Möglichkeiten sind vielfältiger geworden. Probiert einfach aus, welche Lösung für eure Bedürfnisse am besten funktioniert.

Zuletzt aktualisiert am 03.04.2026