So unlogisch es sein mag: Die Wettervorhersage ist die am meisten verwendete Anwendung auf mobilen Geräten. Wer noch einen Schritt weiter gehen will, der schafft sich eine Wetterstation mit Internetzugang an. Beispielsweise die von Netatmo. Die sendet die Wetterdaten an den eigenen Server, und von dort aus könnt ihr sie abrufen. Das geht nicht nur am Smartphone, sondern auch am Mac!
Netatmo selber bietet keinen eigenen Client für den Mac an, setzt dabei auf die Community. Und die liefert natürlich. Zum Beispiel Netmo – der Netatmo Client. Nach der Installation muss dieser erst einmal gegen das Netatmo-Konto authentifiziert werden. Ist das geschehen, dann erkennt er alle mit dem Konto verknüpften Wetterstationen. Oben in der Titelleiste von macOS findet ihr dann einen neuen Eintrag mit dem Namen der aktuell angezeigten Wetterstation und den letzten Werten. Klickt darauf, dann bekommt ihr eine Detailansicht aller Module.
Um zwischen Wetterstationen zu wechseln, klickt auf die Pfeile neben dem Namen der aktuell angezeigten Station. Damit aber nicht genug: Ihr könnt euch ganz detailliert den Verlauf eines Wertes (z.B. der Innentemperatur) anzeigen lassen. Klickt einfach in der Übersicht den entsprechenden Eintrag an.
Die App zeigt euch dann den entsprechenden Wert über die Zeit an und erlaubt es, die Darstellung durch die Festlegung von Zeiträumen anzupassen.
Weitere praktische Netatmo-Apps für macOS
Inzwischen hat sich das Angebot an Third-Party-Apps für Netatmo deutlich erweitert. Neben dem bewährten Netmo-Client gibt es mittlerweile WeatherStat, das besonders durch seine detaillierten Statistikfunktionen punktet. Die App bietet erweiterte Exportfunktionen und kann Daten im CSV-Format für Excel oder Numbers bereitstellen.
Für Nutzer, die ihre Netatmo-Daten in andere Smart-Home-Systeme integrieren wollen, ist Menu Weather Pro interessant. Diese App läuft ebenfalls in der Menüleiste und kann gleichzeitig Daten von verschiedenen Wetterdiensten und lokalen Stationen anzeigen.
Integration mit Apple HomeKit und Shortcuts
Netatmo-Stationen lassen sich seit einigen Jahren nahtlos in Apples HomeKit integrieren. Das bedeutet: Eure Wetterdaten könnt ihr direkt in der Home-App abrufen und als Auslöser für Automationen nutzen. Beispielsweise kann die Heizung automatisch hochregeln, wenn die Außentemperatur unter einen bestimmten Wert fällt.
Besonders praktisch wird es mit der Shortcuts-App. Hier könnt ihr komplexe Automationen erstellen, die auf Netatmo-Daten reagieren. Ein beliebtes Beispiel: Eine Erinnerung zum Lüften, wenn die CO2-Werte in den Innenräumen zu hoch werden. Oder automatische Push-Benachrichtigungen, wenn bestimmte Wetterbedingungen eintreten.
Dashboard-Lösungen und Web-Zugriff
Wer seine Wetterdaten professioneller auswerten möchte, kann auf webbasierte Dashboard-Lösungen setzen. Services wie Grafana oder Home Assistant lassen sich über die Netatmo-API anbinden und bieten deutlich umfangreichere Visualisierungs- und Analysemöglichkeiten.
Der direkte Web-Zugang über my.netatmo.com funktioniert natürlich auch am Mac einwandfrei und bietet alle grundlegenden Funktionen. Besonders praktisch: Die Webversion läuft in jedem Browser und benötigt keine zusätzliche Installation.
Tipps für die optimale Nutzung
Damit eure Netatmo-Station die besten Daten liefert, solltet ihr auf die richtige Positionierung achten. Das Außenmodul gehört in den Schatten, idealerweise zwei Meter über dem Boden. Das Innenmodul sollte nicht direkt neben Heizkörpern oder in der prallen Sonne stehen.
Für die Mac-Apps gilt: Aktiviert die Benachrichtigungen nur für wirklich wichtige Ereignisse, sonst wird das schnell nervig. Die meisten Apps bieten granulare Einstellungsmöglichkeiten für verschiedene Schwellenwerte und Ereignistypen.
Regelmäßige Updates der verwendeten Apps sind wichtig, da sich die Netatmo-API gelegentlich ändert. Die meisten Entwickler sind aber sehr schnell mit entsprechenden Anpassungen.
Zuletzt aktualisiert am 02.03.2026


