macOS: Auswerfen-Symbol aus der Menüleiste entfernen

von | 10.06.2012 | macOS

Das Auswerfen-Symbol in der macOS Menüleiste ist für externe Festplatten, SSDs und USB-Sticks durchaus praktisch. Aber wenn ihr hauptsächlich mit Cloud-Speicher arbeitet oder gerade keine externen Geräte angeschlossen habt, nimmt das Eject-Icon nur unnötig Platz in der bereits überfüllten Menüleiste weg. Die gute Nachricht: Ihr könnt es ganz einfach entfernen.

Der klassische Trick: Cmd + Ziehen

Die einfachste Methode funktioniert seit Jahren zuverlässig: Haltet die [Cmd]-Taste gedrückt und zieht das Auswerfen-Symbol mit der Maus nach unten aus der Menüleiste heraus. Sobald ihr die Maustaste loslasst, verschwindet das Symbol. Dieser Trick klappt übrigens auch mit vielen anderen Icons wie dem Lautstärke-Symbol, dem Bluetooth-Icon oder anderen Drittanbieter-Apps.

Wollt ihr nur die Reihenfolge der Symbole ändern, zieht sie einfach horizontal an die gewünschte Position – ebenfalls bei gedrückter [Cmd]-Taste.

Systemeinstellungen nutzen

Seit macOS Ventura (und auch in den neueren Versionen Sonoma und Sequoia) habt ihr zusätzlich mehr Kontrolle über die Menüleisten-Symbole direkt in den Systemeinstellungen. Geht dazu auf „Systemeinstellungen > Kontrollzentrum“ und scrollt nach unten zu „Weitere Menüleisten-Optionen“. Hier könnt ihr für verschiedene Symbole einstellen, ob sie „Immer in Menüleiste anzeigen“, „In Menüleiste anzeigen, wenn aktiv“ oder „Nur im Kontrollzentrum anzeigen“ sollen.

Moderne Alternativen für mehr Kontrolle

Wer echte Power-User-Kontrolle über die Menüleiste haben möchte, sollte einen Blick auf spezialisierte Apps werfen:

Bartender 4 ist nach wie vor der Platzhirsch für Menüleisten-Management. Die App versteckt selten genutzte Icons hinter einem konfigurierbaren Symbol und zeigt sie nur bei Bedarf an. Besonders praktisch: Ihr könnt Regeln definieren, wann welche Icons erscheinen sollen.

Hidden Bar ist eine kostenlose Open-Source-Alternative, die grundlegende Funktionen zum Verstecken von Menüleisten-Icons bietet. Perfekt für alle, die nicht die volle Bartender-Power brauchen.

CleanMyMac X bringt ebenfalls ein Menüleisten-Modul mit, das nicht nur Icons organisiert, sondern auch Systemressourcen im Blick behält.

Warum die Menüleiste entrümpeln?

Eine überladene Menüleiste ist nicht nur unschön, sondern kann auch die Performance beeinträchtigen. Jede App, die dort ein Symbol platziert, läuft permanent im Hintergrund. Bei älteren Macs oder intensiver Nutzung kann das spürbar werden. Außerdem wird bei Notebooks mit kleineren Displays schnell der Platz knapp.

Tipps für eine saubere Menüleiste

  1. Regelmäßig aufräumen: Überprüft alle paar Monate, welche Icons ihr wirklich braucht
  2. Prioritäten setzen: Behaltet nur die Icons, die ihr täglich nutzt – alles andere kann ins Kontrollzentrum
  3. Drittanbieter-Apps checken: Viele Apps landen automatisch in der Menüleiste, obwohl sie dort nicht nötig sind
  4. Systemicons prüfen: Bluetooth, WLAN und Batterie sind meist wichtig, aber braucht ihr wirklich das Spotlight-Symbol?

Häufige Probleme und Lösungen

Manchmal lässt sich ein Symbol nicht mit Cmd+Ziehen entfernen. Das passiert oft bei System-Icons oder schlecht programmierten Apps. In solchen Fällen hilft meist ein Blick in die App-Einstellungen selbst – dort gibt es oft eine Option „Im Menü anzeigen“ oder ähnliches.

Bei hartnäckigen Icons kann auch ein Neustart der Menüleiste helfen. Öffnet dazu das Terminal und gebt ein: killall SystemUIServer. Die Menüleiste startet automatisch neu.

Fazit

Eine aufgeräumte Menüleiste trägt erheblich zu einem cleanen macOS-Erlebnis bei. Der einfache Cmd+Ziehen-Trick ist schon ein guter Anfang, aber mit den modernen Systemeinstellungen oder Tools wie Bartender holt ihr noch viel mehr raus. Probiert verschiedene Konfigurationen aus und findet heraus, was für euren Workflow am besten funktioniert.

Wer mehr Kontrolle über die einzelnen Symbole haben möchte, sollte einen Blick auf die Bartender-App werfen.

Zuletzt aktualisiert am 25.04.2026