Privatsphäre im Web testen

Privatsphäre im Web testen

Datenschutz und Privatsphäre spielen eine immer größere Rolle. Allerdings haben nur die wenigsten Anwender eine Vorstellung davon, welche Daten sie allein schon beim Ansurfen einer Webseite von sich preisgeben, ohne irgendetwas eingegeben oder angeklickt zu haben, ohne registriert oder angemeldet zu sein.

Die Webseite privacy-test.info zeigt deutlich, welche persönlichen Details alleine durch den Besuch einer Webseite übermittelt und so für den Webseitenbetreiber erkennbar werden. Dazu gehört neben dem installierten Betriebssystem und dem eingesetzten Browser sogar die Internetseite, auf der man vorher war, aber auch der ungefähre Aufenthaltsort. Letzterer lässt sich über die IP-Adresse ermitteln, die jedem Computer im Internet zugewiesen wird.

Privatsphäre im Web testenprivacy-test.info erkennt außerdem, welche Erweiterungen der Besucher im Browser installiert hat, was ein Hinweis auf mögliche Schwachstellen sein könnte. Hacker nutzen gerne Schwachstellen in installierten Erweiterungen aus, um einen PC zu kapern. Privacy-test.info klärt außerdem über Cookies auf, jene Dateien, die Internetseiten auf der Festplatte ablegen. Damit kann ein Anbieter einen Besucher identifizieren und zum Beispiel ermitteln, ob er heute von einem anderen Ort auf die Webseite zugreift als gestern noch.

Die Aufklärungsarbeit leistet der Anbieter der Webseite allerdings nicht ganz uneigennützig: Über die Seite bietet das Unternehmen einen Cookie Manager zum Kauf an. Das Programm zeigt, welche Cookies aktuell auf dem PC gespeichert sind und hilft, auch hartnäckige Vertreter dieser Art zu entfernen. Allerdings gibt es auch kostenlose Programme, die dasselbe können, etwa die Firefox-Erweiterung BetterPrivacy und das Tool CCleaner.

www.privacy-test.info

4 Kommentare zu „Privatsphäre im Web testen“

  1. Leider vergleicht Herr Schieb Äpfel mit Birnen mit seinem Produkthinweis. Es handelt sich um einen Cookie Manager der ALLE Arten von Cookies kennt und verwalten kann – auch Browser unabhängige.
    Derzeit gibt es weltweit KEINE vergleichbare Applikation unter Windows. Erst recht nicht jene die Herr Schieb namentlich genannt hat.

    MAXA-Cookie-Manager standard ist übrigens kostenlos.

  2. Was soll daran strafbar sein? Wenn du mir jetzt deinen Namen, Adresse, Telefonnummer sagst bin ich ja wohl auch nicht verantwortlich dafür oder strafbar. Du (dein Rechner) liefert ja die Informationen.

    Um noch auf die im Artikel angesprochene Uneigennützigkeit zu kommen. Niemand hat etwas zu verschenken. Auch bei schieb.de nicht. Gibt es hier etwa keinen kostenpflichtigen Content? Doch es gibt auch auf diese Webseite Angebote wo zu zahlen ist.

    Schlecht? Nein – ganz im Gegenteil

    Nehmen wir die Freemailer. Seit Jahren wird dort auch mit „Premium-Accounts“ Geld verdient. Beispielsweise ein Artikel aus 2004 über Hotmail
    http://www.focus.de/digital/diverses/hotmail-premium_aid_85169.html
    Aber auch GMX, GMail/GoogleMail bietet solche Premium Modelle an.

  3. Ganz interessant.
    Zwischen dem ermittelten und dem tatsächlichen Standort liegen allerdings rd. 600 km. :-))

  4. Browser- und Systemdaten

    Wir haben erkannt, dass Sie den Browser Mozilla/ Firefox 7.0.1 ProductSub: 20100101 Engine: Gecko RV: 7.0.1 nutzen, und ihn in der Sprache „de-de“ verwenden.
    Ihr Betriebssystem: Mac OS X
    Javasscript ist: Aktiviert
    Ihre Bildschirmauflösung: 1680×1050
    Vor dieser Seite haben Sie folgende Seite besucht: http://www.schieb.de/713575/privatsphaere-im-web-testen

    Lokale Zeit auf Ihrem Computer: Mon Nov 7 14:20:15 2011
    Zeitunterschied zu GMT: -1 Stunden
    Datum und Zeit auf diesem Server (GMT): Mon, 07 Nov 11 13:20:15 +0000
    Ortsinformationen

    IP Address Lookup Sie greifen von der IP-Adresse 178.203.34.39 aus zu, welche den Rechnernamen ip-178-203-34-39.unitymediagroup.de hat. Dementsprechend befinden Sie sich in der Gegend von Essen in North Rhine-Westphalia/Germany.

    Das alles wurde bei mir erkannt °_°
    Eine Frage:
    Darf man das bzw. ist das nicht strafbar,wenn eine Seite so viel von einem einzigen Besuch erfährt?
    Oder ist das ganz normal?

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