Schnell Daten austauschen: WeTransfer

von | 04.10.2021 | Internet, Netzwerk

OneDrive und Dropbox leben davon, dass ihr möglichst alle Daten dauerhaft in der Cloud liegen habt. Das muss aber nicht sein: Oft wollt ihr nur eine größere Datei oder ein Verzeichnis temporär teilen und das nach dem Abruf durch den Empfänger wieder loswerden. Das geht ohne OneDrive oder Dropbox!

Dazu bietet sich WeTransfer an – einer der etabliertesten und zuverlässigsten Dienste für temporäre Dateiübertragungen. Den Service könnt ihr kostenlos nutzen bis zu einer Transfergröße von 2GB, was für die meisten Anwender völlig ausreichend ist. Mit der kostenpflichtigen WeTransfer Pro Version (ab 15 Euro pro Monat) stehen euch dann bis zu 200GB Transfervolumen und erweiterte Funktionen zur Verfügung.

So funktioniert WeTransfer in der Praxis

Die Bedienung ist denkbar einfach: Nach der optionalen Registrierung (ihr könnt WeTransfer auch ohne Account nutzen) zieht ihr einfach die gewünschten Dateien per Drag & Drop in das Browser-Fenster. Alternativ klickt ihr auf den Upload-Button und wählt die Dateien aus eurem Dateisystem aus.

Anschließend gebt ihr die E-Mail-Adressen der Empfänger ein und könnt eine persönliche Nachricht hinzufügen. WeTransfer verschickt dann automatisch eine E-Mail mit dem Download-Link an alle Empfänger.

Sicherheit und Datenschutz

WeTransfer hat in den letzten Jahren erheblich in die Sicherheit investiert. Alle Übertragungen werden mittlerweile standardmäßig verschlüsselt (TLS 1.3), und bei der Pro-Version könkönnt ihr sogar passwortgeschützte Links erstellen. Die Dateien werden auf Servern in Europa gespeichert und automatisch nach 7 Tagen gelöscht – ein wichtiger Vorteil gegenüber permanenten Cloud-Speichern.

Besonders praktisch: WeTransfer protokolliert keine Download-Aktivitäten bei der kostenlosen Version und sammelt deutlich weniger Nutzerdaten als die großen Cloud-Anbieter.

Pro-Features für Profis

Mit WeTransfer Pro erweitert sich der Funktionsumfang erheblich: Ihr könnt die Gültigkeitsdauer eurer Links individuell festlegen – von ein paar Stunden bis zu einem Monat. Passwortschutz, Download-Benachrichtigungen und detaillierte Statistiken kommen dazu.

Besonders nützlich ist die Board-Funktion, mit der ihr Dateien, Links und Notizen in gemeinsamen Arbeitsbereichen sammeln und mit Teams teilen könnt. Das macht WeTransfer Pro zu einer interessanten Alternative für kreative Projekte.

Verwaltung eurer Übertragungen

Alle eure Freigaben seht ihr in der Übersicht eures WeTransfer-Kontos unter Übertragungen. Hier könnt ihr den Status eurer Uploads verfolgen, sehen wer bereits heruntergeladen hat, und bei Bedarf Links vorzeitig deaktivieren. Bewegt die Maus auf einen Eintrag und klickt auf Löschen, um die Freigabe – und damit auch die Dateien – sofort zu entfernen.

Alternativen zu WeTransfer

Der Markt für temporäre Dateiübertragungen ist 2026 deutlich vielfältiger geworden. Services wie Send Anywhere, Filemail oder das Open-Source-Tool Firefox Send (wiederbelebt durch die Community) bieten ähnliche Funktionen. Auch Messaging-Apps wie Telegram oder Signal erlauben mittlerweile Dateiübertragungen bis 2GB bzw. 100MB.

Für maximale Privatsphäre könnt ihr auch zu verschlüsselten Alternativen wie Wormhole greifen, die End-zu-End-Verschlüsselung bieten und keine Registrierung erfordern.

Wann WeTransfer die beste Wahl ist

WeTransfer punktet vor allem durch Zuverlässigkeit und breite Akzeptanz. Fast jeder kennt den Service, was Vertrauen schafft. Die Benutzeroberfläche ist auch 2026 noch vorbildlich einfach, und der Service funktioniert plattformübergreifend zuverlässig – egal ob Windows, Mac, iOS oder Android.

Für gelegentliche große Dateiübertragungen bleibt WeTransfer die erste Wahl. Wer regelmäßig Dateien teilt oder erweiterte Funktionen braucht, sollte über die Pro-Version nachdenken oder gleich zu einem spezialisierten Business-Service wechseln.

Zuletzt aktualisiert am 23.02.2026