Wenn ihr eure täglichen Aktivitäten verfolgen möchtet, ohne auf Apps von Drittanbietern angewiesen zu sein, dann bietet euch das iPhone seit Jahren eine solide integrierte Lösung.
Apple-Smartphones haben einen vorinstallierten Schrittzähler, der sich über die Health-App aufrufen lässt. Diese App ist seit iOS 8 Standard und hat sich über die Jahre zu einem mächtigen Gesundheits-Hub entwickelt. Meldet euch zunächst in der App an und durchlauft die Einrichtung.
Um eine möglichst genaue Messung zu erreichen, solltet ihr in der Health-App unter Körpermesswerte noch eure Körpergröße eintragen. Dazu auf Körpermesswerte → Größe und dann auf das +-Symbol tippen. Seit iOS 16 könköntet ihr auch euer Gewicht und weitere biometrische Daten hinterlegen, um noch präzisere Kalorienberechnungen zu erhalten.
Das iPhone nutzt für die Schrittzählung den eingebauten Motion Coprocessor (M-Chip), der in modernen iPhones von M7 bis zum aktuellen M18 reicht. Dieser Chip arbeitet energieeffizient im Hintergrund und sammelt kontinuierlich Bewegungsdaten, ohne dass ihr aktiv eine App starten müsst.
Was kann der iPhone-Schrittzähler alles?
Das iPhone kann nicht nur Schritte zählen, sondern auch Stockwerke, die ihr überwunden habt. Der integrierte Barometer misst Luftdruckveränderungen und erkennt so Höhenunterschiede. Über die verschiedenen Reiter am oberen Rand der App könnt ihr eure Schritte außerdem in Tagen, Wochen, Monaten und sogar Jahren anzeigen lassen.
Seit iOS 17 zeigt die Health-App auch Gehtrends an, die euch dabei helfen, langfristige Veränderungen in eurer Mobilität zu erkennen. Besonders praktisch: Das iPhone unterscheidet automatisch zwischen verschiedenen Aktivitätstypen wie Gehen, Laufen oder Treppensteigen.
Integration mit anderen Apps und Geräten
Die Health-App fungiert als zentrale Datensammelstelle. Ihr könnt sie mit zahlreichen Fitness-Apps wie Nike Run Club, Strava oder MyFitnessPal verknüpfen. Auch Apple Watch-Daten werden automatisch synchronisiert, falls ihr eine besitzt.
Wer ein Apple Watch trägt, erhält deutlich präzisere Daten, da die Uhr am Handgelenk kontinuierlich Bewegungen erfasst. Das iPhone in der Hosentasche oder Handtasche kann dagegen nicht alle Schritte registrieren – etwa wenn ihr das Handy mal auf dem Schreibtisch liegen lasst.
Datenschutz und Kontrolle
Apple legt großen Wert darauf, dass eure Gesundheitsdaten verschlüsselt auf dem Gerät bleiben. Ihr entscheidet selbst, welche Apps Zugriff auf Health-Daten erhalten. In den Einstellungen unter Health → Apps könnt ihr diese Berechtigungen jederzeit anpassen.
Seit iOS 15 gibt es auch die Option, Health-Daten mit Familienmitgliedern zu teilen – praktisch, um beispielsweise die Aktivitäten von Kindern oder älteren Angehörigen im Blick zu behalten.
Tipps für bessere Genauigkeit
Tragt das iPhone möglichst nah am Körper – idealerweise in der Hosentasche. In Handtaschen oder Rucksäcken werden Schritte oft nicht korrekt erfasst. Kalibriert die Schrittzählung gelegentlich, indem ihr bewusst 100 Schritte geht und das Ergebnis in der App überprüft.
Für Sportler interessant: Die Health-App kann auch GPS-Daten von Outdoor-Aktivitäten aufzeichnen und so Distanzen präzise messen. Diese Funktion ist besonders beim Joggen oder Wandern hilfreich.
Grenzen des iPhone-Schrittzählers
Wie jeder Smartphone-basierte Schrittzähler hat auch die iPhone-Lösung ihre Schwächen. Fahrradfahren wird oft als Schritte fehlinterpretiert, und sehr langsames Gehen wird manchmal nicht erkannt. Für gelegentliche Nutzer reicht die Genauigkeit aber völlig aus.
Der größte Vorteil: Ihr braucht keine zusätzliche App und die Daten werden automatisch gesammelt, sobald ihr euer iPhone bei euch tragt. Das macht die Health-App zur unkompliziertesten Lösung für alle, die einen groben Überblick über ihre tägliche Aktivität haben möchten.
Zuletzt aktualisiert am 01.04.2026

