Screen Recording mit QuickTime Player

von | 30.08.2017 | Digital

Den aktuellen Bildschirminhalt als Video aufzunehmen, geht auf dem Mac ganz einfach, ohne zusätzliche Software. Der serienmäßig gelieferte QuickTime Player erledigt alles tadellos – und erstellt auf Wunsch ein Video, wahlweise vom kompletten Bildschirm oder von einem Ausschnitt. Seit macOS Monterey hat Apple die Funktionalität sogar noch weiter verbessert und bietet zusätzliche Optionen über die Tastenkombination Cmd+Shift+5.

  • öffnet den vorinstallierten QuickTime Player (zu finden im Programme-Ordner)

  • Wählt Ablage → Neue Bildschirmaufnahme aus dem Menü
  • Um die Aufnahme-Einstellungen zu ändern, klickt auf den kleinen Pfeil neben der roten Aufnahmetaste
  • Wenn ihr zusätzlich eure Stimme als Voice-Over oder anderes Audio aufnehmen möchtet, wählt die Option „Internes Mikrofon“. Für reine Video-Aufnahmen ohne Ton wählt ihr „ohne“
  • Praktisch: Ihr könnt hier außerdem die Option aktivieren, eure Mausklicks im Video als schwarzen Kreis anzeigen zu lassen. Wählt dazu „Mausklicks in der Aufnahme anzeigen“
  • Um die Aufnahme zu starten, klickt auf die rote Aufnahmetaste
  • Mit einem Mausklick an eine beliebige Stelle wählt ihr den gesamten Bildschirm zur Aufnahme aus. Um nur einen bestimmten Bereich des Bildschirms aufzuzeichnen, zieht mit gedrückter linker Maustaste einen Rahmen um den gewünschten Bereich
  • Zum Beenden der Aufnahme klickt auf die Stopptaste in der Menüleiste oder drückt Cmd+Strg+Esc

Alternative: Schneller mit Tastenkombination

Seit macOS Monterey gibt es einen noch schnelleren Weg: Drückt Cmd+Shift+5 und ihr erhaltet sofort die Aufnahme-Werkzeugleiste am unteren Bildschirmrand. Hier könnt ihr zwischen verschiedenen Modi wählen:
– Gesamten Bildschirm aufnehmen
– Ausgewähltes Fenster aufnehmen
– Ausgewählten Bereich aufnehmen

Die Einstellungen für Mikrofon, Mausklicks und Speicherort findet ihr über die „Optionen“-Schaltfläche.

Profi-Tipps für bessere Aufnahmen

Für professionellere Screen Recordings solltet ihr ein paar Dinge beachten:

  • Auflösung optimieren: Stellt euren Monitor auf eine gängige Auflösung wie 1920×1080 ein, bevor ihr aufnehmt. Das macht die Videos auf anderen Geräten besser abspielbar.
  • Bildschirm aufräumen: Schließt unnötige Programme und räumt den Desktop auf. Das wirkt professioneller und reduziert Ablenkungen.
  • Externes Mikrofon nutzen: Für Voice-Overs liefert ein externes USB- oder Bluetooth-Mikrofon deutlich bessere Qualität als das eingebaute.
  • Bildrate beachten: QuickTime nimmt standardmäßig mit 30fps auf, was für die meisten Zwecke völlig ausreicht.

Nachbearbeitung direkt in QuickTime

Nach der Aufnahme könnt ihr das Video direkt in QuickTime basic bearbeiten:
– Anfang und Ende kürzen über „Bearbeiten → Kürzen“
– Video drehen über „Bearbeiten → Nach links/rechts drehen“
– Verschiedene Exportformate wählen über „Ablage → Exportieren als“

Für aufwendigere Bearbeitungen empfiehlt sich dann der Wechsel zu iMovie (kostenlos im App Store) oder professionelle Tools wie Final Cut Pro.

Dateiformate und Qualität

QuickTime speichert Screen Recordings standardmäßig im MOV-Format mit H.264-Codec. Das ist ein guter Kompromiss zwischen Dateigröße und Qualität. Für Web-Upload konvertiert ihr die Dateien am besten zu MP4 – das geht direkt über „Ablage → Exportieren als → 1080p“ oder andere Auflösungen.

Häufige Probleme lösen

Falls die Bildschirmaufnahme nicht funktioniert, liegt es meist an den Datenschutz-Einstellungen von macOS. Geht zu „Systemeinstellungen → Sicherheit & Datenschutz → Datenschutz → Bildschirmaufnahme“ und stellt sicher, dass QuickTime Player aktiviert ist.

Bei externen Monitoren kann es vorkommen, dass nur der interne Bildschirm aufgenommen wird. Das lässt sich in den Aufnahmeoptionen entsprechend anpassen.

04Screen recording

*Anmerkung:

Bildschirmaufnahmen über den QuickTime Player zeichnen standardmäßig nur Video auf, nicht aber den Systemsound der über die Lautsprecher ausgegeben wird. Für interne Audioaufnahmen benötigt ihr zusätzliche Software wie Soundflower oder das kostenpflichtige Audio Hijack.

Zuletzt aktualisiert am 01.04.2026