So räumt ihr das Windows-Startmenü richtig auf

von | 22.12.2012 | Tipps

Das Windows-Startmenü kann mit der Zeit ganz schön überladen werden. Besonders in Windows 11 sammeln sich in der Liste aller installierten Programme jede Menge Einträge an, die ihr vermutlich nie braucht. Hier erfahrt ihr, wie ihr ordentlich aufräumt und wieder den Überblick bekommt.

Wenn ihr in Windows 11 das Startmenü öffnet und auf „Alle Apps“ klickt, seht ihr eine lange Liste mit allen installierten Programmen. Neben den Apps aus dem Microsoft Store tummeln sich dort auch jede Menge Altlasten: Links zu Produktwebsites, Readme-Dateien, Deinstallations-Programme, Hilfedateien und andere Verknüpfungen, die eigentlich niemand braucht.

Der schnelle Weg über die Einstellungen

Der einfachste Weg führt über die Windows-Einstellungen. Öffnet die Einstellungen mit [Windows] + [I] und geht zu „Apps“ > „Installierte Apps“. Hier könnt ihr direkt nach Programmen suchen und sie deinstallieren oder ausblenden. Besonders praktisch: Ihr seht auch, wann ihr das Programm zuletzt verwendet habt.

Für Apps aus dem Microsoft Store könnt ihr auch einfach mit der rechten Maustaste auf den Eintrag im Startmenü klicken und „Von Start lösen“ oder „Deinstallieren“ wählen.

Der Profi-Weg über die Ordnerstruktur

Wer tiefer eingreifen möchte, kann direkt an der Quelle ansetzen. Die Verknüpfungen im Startmenü liegen in versteckten Ordnern auf eurer Festplatte. Drückt [Windows] + [R], gebt shell:programs ein und drückt Enter. Alternativ funktioniert auch der klassische Weg über %appdata%MicrosoftWindowsStart MenuPrograms.

In diesem Ordner findet ihr alle Verknüpfungen, die im Startmenü auftauchen. Hier könnt ihr gezielt die Einträge löschen, die ihr nicht braucht. Besonders überflüssig sind meist:

  • Deinstallations-Verknüpfungen (nutzt besser die Systemsteuerung)
  • Readme- und Hilfedateien
  • Links zu Herstellerwebsites
  • Verknüpfungen zu Konfigurationsprogrammen, die ihr nie verwendet

PowerToys für noch mehr Kontrolle

Microsoft PowerToys bietet mit dem „PowerToys Run“ eine alternative Programmstarter-Funktion. Nach der Installation könnt ihr mit [Alt] + [Leertaste] eine schlanke Suchleiste aufrufen, die nur die Programme zeigt, die ihr wirklich nutzt. Das Tool lernt eure Gewohnheiten und priorisiert häufig verwendete Programme.

Startmenü-Layout komplett zurücksetzen

Wenn euer Startmenü völlig überladen ist, könnt ihr auch den Neustart-Knopf drücken. Öffnet die PowerShell als Administrator und gebt folgenden Befehl ein:

Get-AppxPackage Microsoft.Windows.ShellExperienceHost | Foreach {Add-AppxPackage -DisableDevelopmentMode -Register „$($_.InstallLocation)AppXManifest.xml“}

Das setzt das Startmenü auf die Werkseinstellungen zurück. Alle eure Anpassungen gehen dabei verloren, aber ihr habt wieder eine saubere Basis.

Automatische Bereinigung einrichten

Damit euer Startmenü nicht wieder überquillt, könnt ihr die automatische Bereinigung von Windows nutzen. Geht in die Einstellungen unter „System“ > „Speicher“ > „Speicheroptimierung“ und aktiviert die automatische Bereinigung. Windows entfernt dann regelmäßig temporäre Dateien und nicht verwendete Programme.

Gruppenrichtlinien für Unternehmen

In Unternehmensumgebungen könnt ihr über Gruppenrichtlinien steuern, welche Programme im Startmenü erscheinen. Der Gruppenrichtlinien-Editor (gpedit.msc) bietet unter „Benutzerkonfiguration“ > „Administrative Vorlagen“ > „Startmenü und Taskleiste“ verschiedene Optionen zur Anpassung.

Third-Party-Tools für Profis

Tools wie „Start Menu 8“ oder „Classic Shell“ bieten noch mehr Anpassungsmöglichkeiten. Sie können das Startmenü komplett ersetzen und bieten oft bessere Organisationsfunktionen als Windows selbst.

Nach dem Aufräumen werdet ihr merken, wie viel übersichtlicher das Startmenü geworden ist. Programme, die ihr wirklich braucht, findet ihr jetzt viel schneller. Ein sauberes Startmenü ist nicht nur optisch ansprechender, sondern macht euch auch produktiver im Alltag.

Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026