So findet ihr heraus, wie das Wetter vor einem Jahr war

von | 09.11.2015 | Tipps

Das Wetter spielt verrückt – mal gibt es einen warmen November, dann wieder extreme Überschwemmungen oder Dürreperioden. Der Klimawandel macht Wetterextreme zur neuen Normalität. Umso interessanter wird die Frage: Wie war das Wetter eigentlich vor einem Jahr? Oder vor fünf Jahren? Mit praktischen Online-Tools lassen sich historische Wetterdaten schnell und kostenlos abrufen.

Wetter.com: Der deutsche Klassiker für Wetterrückblicke

Der bewährte deutsche Wetterdienst www.wetter.com bietet nach wie vor einen zuverlässigen Rückblick-Service. Unter der Adresse https://www.wetter.com/wetter_aktuell/rueckblick/?id=DE0001855 steht beispielsweise die Entwicklung für Düsseldorf abrufbereit:

  1. Zunächst die Seite laden.
  2. Dann oben rechts das gewünschte Start- und End-Datum auswählen.
  3. Eventuell noch oben die Stadt ändern.

Jetzt wird die Temperatur-Entwicklung als grafisches Diagramm anschaulich dargestellt.

wetter-temperatur-trend

TimeandDate.com: Detaillierte internationale Wetterdaten

Eine noch umfangreichere Alternative ist timeanddate.com. Der Service bietet historische Wetterdaten für Tausende Städte weltweit und reicht teilweise bis in die 1970er Jahre zurück. Besonders praktisch: Ihr könnt nicht nur Temperaturen, sondern auch Niederschlag, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit abrufen. Die Daten lassen sich als Tabelle oder Diagramm anzeigen und sogar exportieren.

DWD: Offizielle Daten vom Deutschen Wetterdienst

Wer es ganz genau wissen will, greift auf die Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zurück. Unter www.dwd.de/klimadaten bietet die Behörde umfangreiche historische Klimadaten. Der Vorteil: Diese Daten sind wissenschaftlich aufbereitet und besonders zuverlässig. Der Nachteil: Die Bedienung ist etwas komplizierter und die Darstellung weniger nutzerfreundlich.

Weather Underground: Community-gestützte Wetterdaten

Eine interessante Alternative ist Weather Underground (wunderground.com). Der Service nutzt ein Netzwerk aus privaten Wetterstationen und bietet dadurch oft sehr lokale, präzise Daten. Besonders in größeren Städten findet ihr hier Wetterdaten aus eurer direkten Nachbarschaft.

Warum historische Wetterdaten nützlich sind

Historische Wetterdaten sind nicht nur für Nostalgiker interessant. Gärtner können damit die beste Pflanzzeit ermitteln, Fotografen die wahrscheinlichsten Sonnenstunden für Events planen. Auch bei Versicherungsfällen oder rechtlichen Streitigkeiten können präzise Wetterdaten von bestimmten Tagen wichtig werden.

Klimawandel sichtbar machen

Besonders spannend wird es, wenn ihr Wetterdaten über längere Zeiträume vergleicht. So lässt sich der Klimawandel ganz konkret vor der eigenen Haustür nachvollziehen. Viele der genannten Dienste bieten mittlerweile auch Vergleichsfunktionen, die zeigen, wie stark sich die Durchschnittstemperaturen in den letzten Jahren verschoben haben.

Mobile Apps für unterwegs

2026 gibt es auch zahlreiche Smartphone-Apps mit historischen Wetterfunktionen. „Weather History“ für iOS und Android oder „Past Weather“ bieten ähnliche Funktionen wie die Web-Dienste, optimiert für mobile Nutzung. Praktisch, wenn ihr unterwegs schnell nachschauen wollt, wie das Wetter an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit war.

Tipp: Daten kombinieren für bessere Ergebnisse

Kein einzelner Dienst ist perfekt. Für wichtige Recherchen lohnt es sich, mehrere Quellen zu vergleichen. Besonders bei extremen Wetterereignissen können die Daten zwischen verschiedenen Anbietern leicht variieren, je nach Messstation und Aufzeichnungsmethode.

Die Möglichkeiten, in die Wettervergangenheit zu blicken, sind heute vielfältiger denn je. Ob aus Neugier, für praktische Planungen oder wissenschaftliche Zwecke – die Tools dafür sind nur einen Klick entfernt.

Zuletzt aktualisiert am 12.04.2026