Die Twitter-Lesezeichen-Funktion, die 2018 als große Neuerung gefeiert wurde, ist heute ein selbstverständlicher Bestandteil der Plattform – auch wenn sich seit Elon Musks Übernahme und der Umbenennung zu X vieles geändert hat. Während die Grundfunktion erhalten geblieben ist, gibt es mittlerweile deutlich mehr Möglichkeiten, Tweets zu organisieren und wiederzufinden.
Die ursprünglich so sehnlich erwartete Bookmark-Funktion funktioniert auch 2026 noch genauso: In der X-App (ehemals Twitter) einfach einen Tweet auswählen, der für später gespeichert werden soll. Nun unten rechts auf das Teilen-Symbol und auf Tweet zu Lesezeichen hinzufügen tippen.
Um die Lesezeichen-Liste anzusehen, nun oben links auf das Profil tippen, um das Menü zu öffnen. Hier nun Lesezeichen antippen, um diese aufzurufen. Um ein Lesezeichen zu löschen, einfach unten rechts erneut das Teilen-Symbol antippen und auf Entfernen tippen.
Neue Features: Collections und KI-gestützte Suche
Was damals revolutionär war, ist heute nur der Anfang. X hat die Bookmark-Funktionalität erheblich erweitert. Premium-Nutzer können ihre Lesezeichen jetzt in Collections organisieren – ähnlich wie Pinterest-Boards. Ihr könnt thematische Sammlungen anlegen: „Tech-News“, „Funny Stuff“ oder „Wichtige Threads“ zum Beispiel.
Besonders praktisch: Die neue KI-gestützte Suche durchforstet auch eure Lesezeichen. Statt mühsam durch hunderte gespeicherte Tweets zu scrollen, tippt ihr einfach Stichwörter ein. Die Grok-KI von X versteht dabei nicht nur exakte Begriffe, sondern auch Kontext und verwandte Themen.
Synchronisation über alle Geräte
Ein weiterer Fortschritt: Lesezeichen synchronisieren sich jetzt nahtlos zwischen allen Geräten. Was ihr am iPhone bookmarkt, findet ihr sofort am Desktop wieder. Das war 2018 noch ein Wunschtraum, funktioniert heute aber zuverlässig.
Erweiterte Sharing-Optionen
Lesezeichen lassen sich mittlerweile auch direkt teilen – als private Collections mit Freunden oder als öffentliche Listen. Das macht sie zu einem mächtigen Tool für Content-Curation. Journalisten nutzen das genauso wie Researcher oder einfach Leute, die coole Fundstücke sammeln.
Alternative Tools haben nachgezogen
Die anderen Plattformen haben längst nachgezogen. Mastodon, Bluesky und Threads bieten alle ähnliche Bookmark-Features. Mastodon geht sogar weiter und erlaubt detaillierte Tags und Notizen zu gespeicherten Posts.
Praktische Tipps für den Alltag
Regelmäßiges Aufräumen lohnt sich: Lesezeichen sammeln sich schnell an und werden unübersichtlich. X Premium-Nutzer können mit der erweiterten Suchfunktion alte Bookmarks nach Datum filtern und aufräumen.
Ein Geheimtipp: Die Browser-Extension „Better TweetDeck“ erweitert die Bookmark-Funktionen noch weiter. Ihr könnt damit sogar automatische Tags vergeben oder Lesezeichen direkt in externe Tools wie Notion oder Obsidian exportieren.
Privacy-Aspekte beachten
Wichtig zu wissen: Lesezeichen sind komplett privat – niemand sieht, was ihr bookmarkt. Das unterscheidet sie von Likes oder Retweets, die öffentlich sichtbar sind. Allerdings sammelt X natürlich Daten über eure Bookmark-Gewohnheiten für personalisierte Werbung.
Wer das vermeiden will, kann in den Einstellungen die Datensammlung für Werbezwecke deaktivieren. Das funktioniert unter „Datenschutz und Sicherheit“ → „Anzeigenpräferenzen“.
Fazit: Vom nice-to-have zum Must-have
Was 2018 als lang ersehntes Feature startete, ist heute unverzichtbar geworden. Die Bookmark-Funktion hat sich von der einfachen „Für später“-Liste zum mächtigen Content-Management-Tool entwickelt. Besonders die KI-Integration und Collections machen den Unterschied.
Für alle, die X/Twitter intensiv nutzen, sind Bookmarks längst so selbstverständlich wie Copy & Paste. Und ehrlich gesagt: Es ist schwer vorstellbar, wie wir die Plattform früher ohne diese Funktion genutzt haben.
Zuletzt aktualisiert am 10.03.2026

