Das Internet bietet unendliche Freiheiten. Inhalte zu veröffentlichen. Das hat sicherlich eine Viele Vorteile, denn damit kommt ihr an Informationen, die sonst nicht verfügbar wären. Auf der anderen Seite besteht das Risiko, dass unbedarfte Betrachter sich von unangemessenen Bildern überfordert fühlen. Soziale Netzwerke wie X (ehemals Twitter) versuchen ein Gleichgewicht zu finden. Inhalte, die unangemessen scheinen, filtern sie automatisch. Wollt ihr selbst entscheiden? Hier lest ihr, wie!
X zeigt bei Posts, die es für kritisch hält, im Standard eine Warnung an. Meistens geht es dabei um Bilder oder Videos, die Gewalt darstellen, sexuelle Inhalte zeigen oder andere vermeintlich anstößige Dinge. Diese Medien werden nicht direkt dargestellt. An ihrer Stelle seht ihr dann eine Warnmeldung mit dem Hinweis „Diese Medien können sensible Inhalte enthalten“.

Seit Elon Musks Übernahme und der Umbenennung zu X hat sich die Content-Moderation deutlich gelockert. Das bedeutet: Mehr Inhalte werden überhaupt erst zugelassen, aber gleichzeitig ist es noch wichtiger geworden, dass ihr eure Einstellungen selbst kontrolliert. X setzt vermehrt auf „Community Notes“ und Nutzer-Verantwortung statt auf präventive Zensur.
Um solche Inhalte ansehen zu können, müsst ihr die Einstellungen der X-App oder Website ändern. In der mobilen App tippt auf euer Profilbild oben links. Im sich öffnenden Menü klickt auf Einstellungen und Support, dann auf Einstellungen und Datenschutz. Dort findet ihr unter Datenschutz und Sicherheit die Option Inhalte, die du siehst.

Bei der Web-Version von X.com funktioniert es ähnlich: Klickt auf „Mehr“ in der Seitenleiste, dann auf „Einstellungen und Datenschutz“ und navigiert zu „Datenschutz und Sicherheit“.
Hier habt ihr mehrere Optionen:
Anzeige sensibler Inhalte: Ihr könnt festlegen, ob X sensible Medien automatisch ausblendet oder anzeigt. Die Standardeinstellung ist „ausblenden“. Wenn ihr das ändert, werden auch explizite Inhalte direkt angezeigt.
Suchfilter: X kann auch in der Suche sensible Inhalte herausfiltern. Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert, lässt sich aber deaktivieren.
Eigene Inhalte markieren: Umgekehrt könnt ihr auch eure eigenen Posts als „sensibel“ markieren. Das empfiehlt sich, wenn ihr Inhalte teilt, die nicht für jeden geeignet sind.
Community-basierte Moderation: X setzt seit 2024 verstärkt auf algorithmische Bewertungen durch die Community. Posts werden von anderen Nutzern bewertet und entsprechend gefiltert. Ihr könnt einstellen, wie streng diese Filter wirken sollen.
Wichtiger Hinweis: Die Lockerung der Content-Richtlinien bedeutet auch, dass mehr problematische Inhalte durchrutschen können. Besonders bei politischen oder kontroversen Themen ist X seit der Übernahme deutlich permissiver geworden. Das kann Vor- und Nachteile haben, je nach eurer Perspektive.
Für Eltern besonders wichtig: Wenn Minderjährige X nutzen, sollten die Einstellungen restriktiver gewählt werden. X bietet zwar theoretisch Jugendschutz, aber die Umsetzung ist nicht immer zuverlässig. Eine manuelle Überprüfung der Einstellungen ist daher ratsam.
Neue Features 2025/2026: X hat kürzlich „Content Labels“ eingeführt – eine Art erweiterte Warnsystem, bei dem Inhalte nicht nur als „sensibel“ oder „nicht sensibel“ kategorisiert werden, sondern spezifischere Labels erhalten („Gewalt“, „Nacktheit“, „Hassrede“ etc.). Ihr könnt für jeden Bereich individuelle Einstellungen vornehmen.
Außerdem gibt es jetzt „Zeitbasierte Filter“: Ihr könnt festlegen, dass bestimmte sensible Inhalte nur zu bestimmten Tageszeiten angezeigt werden. Das ist besonders praktisch, wenn ihr X beruflich nutzt, aber abends weniger gefilterte Inhalte sehen möchtet.
Fazit: X gibt euch heute mehr Kontrolle über die Inhalte als früher – aber diese Verantwortung liegt eben auch bei euch. Die automatischen Filter sind weniger streng geworden, dafür habt ihr granularere Einstellungsmöglichkeiten. Nehmt euch die Zeit, eure Präferenzen einzustellen, besonders wenn ihr X regelmäßig nutzt oder wenn Kinder Zugang haben. Die wenigen Minuten Einrichtungszeit können euch später viel Ärger ersparen.
Zuletzt aktualisiert am 03.03.2026