Microsoft stellt den Support für den Internet Explorer endgültig ein – nach über 25 Jahren geht damit eine Ära zu Ende. Ab Juni 2022 ist Schluss mit dem einst dominierenden Browser, der das Web maßgeblich geprägt hat.
Der Internet Explorer war lange Zeit der Standard-Browser auf Windows-PCs und hatte in den frühen 2000er Jahren einen Marktanteil von über 90 Prozent. Doch die Zeiten haben sich dramatisch gewandelt: Moderne Browser wie Chrome, Firefox, Edge und Safari haben den IE längst abgelöst und bieten deutlich bessere Performance, Sicherheit und Web-Standards-Unterstützung.
Microsoft selbst empfiehlt bereits seit Jahren den Wechsel auf Edge, den modernen Nachfolger des Internet Explorers. Edge basiert auf der Chromium-Engine und ist deutlich schneller, sicherer und kompatibler mit aktuellen Web-Technologien. Der Browser unterstützt moderne Standards wie HTML5, CSS3 und JavaScript ES6 vollumfänglich – etwas, womit der IE immer zu kämpfen hatte.
Für Web-Entwickler bedeutet das Ende des IE eine enorme Erleichterung. Jahrelang mussten sie aufwendige Workarounds programmieren, um ihre Websites auch im Internet Explorer zum Laufen zu bringen. Der Browser war berüchtigt für seine eigenwillige Interpretation von Web-Standards und veraltete Rendering-Engine. Mit dem IE-Support-Ende können Entwickler endlich moderne Web-Technologien ohne Kompromisse einsetzen.
Google war einer der ersten großen Anbieter, der bereits 2021 ankündigte, seine Dienste nicht mehr für den Internet Explorer zu optimieren. Gmail, Google Drive, YouTube und andere Services funktionieren im IE nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr. Ähnlich verfahren andere Tech-Giganten wie Facebook, Twitter und Microsoft selbst mit Office 365.
Wer noch Windows 10 oder Windows 11 nutzt, kann problemlos auf Microsoft Edge umsteigen. Der Browser ist bereits vorinstalliert und kann Favoriten, Passwörter und andere Daten vom Internet Explorer übernehmen. Edge bietet zudem Funktionen wie einen integrierten Passwort-Manager, Shopping-Vergleiche und einen praktischen Collections-Bereich zum Sammeln von Web-Inhalten.
Alternativ stehen bewährte Browser wie Google Chrome oder Mozilla Firefox zur Verfügung. Chrome punktet mit nahtloser Google-Integration und schneller Performance, während Firefox besonderen Wert auf Datenschutz und Anpassbarkeit legt. Safari-Nutzer auf Mac profitieren von der tiefen macOS-Integration und energieeffizienter Arbeitsweise.
Für Unternehmen, die noch auf Legacy-Anwendungen angewiesen sind, die den IE benötigen, bietet Microsoft den „IE-Modus“ in Edge an. Damit lassen sich spezielle Unternehmensanwendungen weiterhin nutzen, während der Rest des Browsings mit der modernen Edge-Engine erfolgt. Diese Übergangslösung ist jedoch nur für Geschäftskunden gedacht und zeitlich begrenzt.
Sicherheitstechnisch ist der Wechsel dringend geboten. Der Internet Explorer erhält keine Sicherheitsupdates mehr, was ihn zu einem erheblichen Risiko macht. Cyberkriminelle nutzen bekannte IE-Schwachstellen gezielt aus, um Schadsoftware zu verbreiten oder Daten zu stehlen. Moderne Browser hingegen werden regelmäßig aktualisiert und bieten Schutz vor aktuellen Bedrohungen.
Wer den Umstieg scheut, sollte bedenken: Moderne Browser sind nicht nur sicherer, sondern auch deutlich schneller und benutzerfreundlicher. Websites laden schneller, Videos ruckeln weniger und moderne Web-Apps funktionieren reibungslos. Features wie Passwort-Synchronisation zwischen Geräten, erweiterte Tab-Verwaltung und integrierte Entwicklertools machen das Surfen komfortabler.
Der Tod des Internet Explorers markiert das Ende einer Ära, aber auch den Beginn einer neuen Zeit mit besseren, sichereren und schnelleren Browser-Erlebnissen für alle Nutzer.
Zuletzt aktualisiert am 20.04.2026

