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Windows Updates rückgängig machen: So geht’s unter Windows 10 & 11

von | 10.06.2018 | Windows

Wer mit dem neusten Update von Windows 11 oder Windows 10 nicht zufrieden ist, kann diesen Schritt recht einfach wieder rückgängig machen. Wir zeigen, wie das geht und was zu beachten ist.

Betriebssystem-Updates sind an sich eine gute und wichtige Sache. Durch regelmäßige Aktualisierungen könnt ihr sicher gehen, dass euer System auf dem neusten Stand ist und ihr auf neue Features zugreifen könnt. Oft bringen Updates aber auch Probleme mit sich, mit denen im Vorfeld nicht wirklich zu rechnen ist. Bugs und Sicherheitslücken werden oft erst dann entdeckt, wenn das Update bereits aufgespielt ist.

Seit 2024 hat Microsoft seine Update-Politik deutlich verschärft und zwingt Nutzer praktisch zu automatischen Updates. Das führt leider häufiger zu Problemen, wenn schlecht getestete Updates auf individuelle Hardware-Konfigurationen treffen. Die gute Nachricht: Ihr könnt trotzdem die Kontrolle zurückgewinnen.

Windows Updates unter Windows 10 rückgängig machen

Wer nach einer Aktualisierung lieber wieder auf eine ältere Version zurückkehren will, kann Windows 10 Updates nachträglich entfernen. Dazu zunächst über Startmenü auf Einstellungen klicken und das Menü Update und Sicherheit öffnen.

Nun im Bereich Updatestatus auf Verlauf installierter Updates anzeigen klicken. In der nun angezeigten Liste zunächst Updates deinstallieren anklicken und die entsprechende Aktualisierung auswählen, die vom System entfernt werden soll. Abschließend Deinstallieren wählen und den Vorgang mit Ja bestätigen.

Windows 11: Moderneres Vorgehen, gleiche Möglichkeiten

Unter Windows 11 ist der Prozess ähnlich, aber die Navigation wurde überarbeitet. Öffnet die Einstellungen über die Tastenkombination Windows + I oder klickt auf das Zahnrad-Symbol im Startmenü. Wählt dann Windows Update aus der linken Seitenleiste und scrollt nach unten zu Weitere Optionen.

Klickt auf Updateverlauf und anschließend auf Updates deinstallieren. Hier seht ihr eine chronologische Liste aller installierten Updates. Wählt das problematische Update aus und klickt auf Deinstallieren.

Feste Systemupdates können nicht entfernt werden

Updates, die fest mit dem Betriebssystem verbunden sind, können allerdings nicht einzeln gelöscht werden. Damit das System weiterhin fehlerfrei läuft, werden diese Updates gar nicht erst in der Liste aufgeführt. Alle weiteren Updates werden chronologisch aufgelistet. So ist recht einfach zu sehen, welche Aktualisierung eventuell für Probleme gesorgt hat.

Große Feature-Updates zurücksetzen

Bei größeren Feature-Updates (wie dem Wechsel von Windows 10 21H2 auf 22H2 oder einem Windows 11 Upgrade) habt ihr eine erweiterte Option. Microsoft gibt euch standardmäßig 10 Tage Zeit, um zu einer früheren Windows-Version zurückzukehren.

Geht dazu in die Einstellungen > Update und Sicherheit > Wiederherstellung (Windows 10) oder Einstellungen > System > Wiederherstellung (Windows 11). Dort findet ihr die Option Zur vorherigen Version von Windows zurückkehren, falls sie verfügbar ist.

Profi-Tipps für mehr Kontrolle

Wer dauerhaft mehr Kontrolle über Updates haben möchte, kann verschiedene Strategien anwenden:

Update-Pause aktivieren: In den Windows Update-Einstellungen könnt ihr Updates bis zu 5 Wochen pausieren. Das gibt euch Zeit zu warten, bis eventuelle Probleme bekannt werden.

Aktive Stunden festlegen: Bestimmt Zeiten, in denen Windows keine automatischen Neustarts für Updates durchführt.

Gemessene Verbindung: Bei WLAN-Verbindungen könnt ihr diese als „gemessen“ markieren, wodurch Windows automatische Updates reduziert.

Was bei Problemen zu beachten ist

Bevor ihr ein Update deinstalliert, solltet ihr zunächst prüfen, ob das Problem wirklich vom Update stammt. Manchmal helfen bereits einfache Schritte wie ein Neustart oder das Ausführen der Windows-Problembehandlung.

Nach der Deinstallierung eines Updates wird Windows versuchen, es erneut zu installieren. Um das zu verhindern, könnt ihr das Tool „Show or hide updates“ von Microsoft verwenden oder die Update-Installation vorübergehend pausieren.

Systemwiederherstellung als Notlösung

Falls die Standard-Deinstallation nicht funktioniert, ist die Systemwiederherstellung eure Rettung. Windows erstellt automatisch Wiederherstellungspunkte vor größeren Updates. Öffnet die Systemsteuerung, sucht nach „Wiederherstellung“ und wählt „Systemwiederherstellung öffnen“.

Wählt einen Wiederherstellungspunkt vor dem problematischen Update aus und folgt den Anweisungen. Bedenkt aber: Alle Programme, die nach diesem Zeitpunkt installiert wurden, müssen neu installiert werden.

Präventive Maßnahmen für die Zukunft

Um künftige Update-Probleme zu vermeiden, empfehle ich euch, wichtige Daten regelmäßig zu sichern und Systemwiederherstellungspunkte manuell zu erstellen, bevor ihr große Updates installiert. Bei kritischen Systemen solltet ihr Updates nicht sofort installieren, sondern erst einige Tage warten und die Community-Berichte beobachten.

Microsoft hat in den letzten Jahren seine Update-Qualität deutlich verbessert, aber Probleme lassen sich nie ganz ausschließen. Mit diesen Werkzeugen seid ihr jedoch bestens gerüstet, um schnell zu reagieren und euer System wieder zum Laufen zu bringen.

Zuletzt aktualisiert am 09.03.2026

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