Nicht jeder mag es, wenn sich der Browser merkt, auf welchen Websites man zuletzt gesurft hat. Viele stellen ihren Browser deswegen so ein, dass der Verlauf und die gesetzten Cookies automatisch gelöscht werden, sobald das Programm geschlossen wird. Das geht auch im Edge-Browser von Microsoft – und zwar deutlich komfortabler als früher.
Automatisches Löschen in Microsoft Edge einrichten
Um den Verlauf von Microsoft Edge beim Beenden des Browsers leeren zu lassen, startet ihr Edge zunächst, etwa per Klick auf das Edge-Symbol in der Taskleiste oder über das Startmenü. Sobald das Fenster sichtbar wird, klickt ihr oben rechts auf den Button mit den drei Punkten (⋯). Im Menü folgt nun ein Klick auf Einstellungen.
Alternativ könnt ihr auch direkt edge://settings/ in die Adressleiste eingeben – das geht schneller.
In den Einstellungen navigiert ihr zum Bereich Datenschutz, Suche und Dienste in der linken Sidebar. Dort scrollt ihr bis zur Überschrift Browserdaten löschen und klickt auf Auswählen, was beim Schließen des Browsers gelöscht werden soll.
Jetzt seht ihr eine Liste mit verschiedenen Optionen. Hier aktiviert ihr die Schalter für alle Elemente, die automatisch beim Beenden von Edge entfernt werden sollen:
- Browserverlauf: Alle besuchten Websites
- Downloadverlauf: Liste der heruntergeladenen Dateien (nicht die Dateien selbst)
- Cookies und andere Websitedaten: Anmeldeinformationen und Websiteeinstellungen
- Zwischengespeicherte Bilder und Dateien: Temporäre Dateien für schnelleres Laden
- Kennwörter: Gespeicherte Passwörter (Vorsicht bei dieser Option!)
- AutoAusfüllen-Formulardaten: Automatisch ausgefüllte Adressen und andere Daten
- Websiteberechtigungen: Erlaubnisse für Kamera, Mikrofon etc.
Was ihr beachten solltet
Bevor ihr alle Optionen aktiviert, denkt daran: Das automatische Löschen hat Vor- und Nachteile. Einerseits schützt es eure Privatsphäre maximal. Andererseits müsst ihr euch bei jedem Neustart überall neu anmelden und Websiteeinstellungen gehen verloren.
Ein guter Kompromiss: Aktiviert auf jeden Fall den Browserverlauf und zwischengespeicherte Bilder und Dateien. Bei Cookies und Kennwörtern solltet ihr vorsichtiger sein, außer ihr arbeitet an einem öffentlichen Computer.
Weitere Datenschutz-Features in Edge
Microsoft hat Edge in den letzten Jahren deutlich verbessert. Zusätzlich zum automatischen Löschen bietet der Browser weitere Datenschutz-Features:
InPrivate-Browsing: Über Strg + Umschalt + N öffnet ihr ein privates Fenster, das automatisch keine Daten speichert.
Tracking-Schutz: Unter Datenschutz, Suche und Dienste könnt ihr zwischen „Einfach“, „Ausgewogen“ und „Streng“ wählen. Die Einstellung „Streng“ blockiert die meisten Tracker, kann aber manche Websites beeinträchtigen.
Sicherheit beim Browsen: Edge warnt automatisch vor verdächtigen Downloads und Phishing-Websites.
Schnellzugriff über Tastenkombinationen
Profis nutzen Shortcuts: Mit Strg + Umschalt + Entf öffnet ihr direkt das Menü zum manuellen Löschen der Browserdaten. Dort könnt ihr auch den Zeitraum wählen – von „letzte Stunde“ bis „gesamte Zeit“.
Alternative: Edge-Profile nutzen
Wer nicht immer alles löschen möchte, kann mit verschiedenen Edge-Profilen arbeiten. Erstellt ein separates Profil für sensibles Surfen und stellt nur dort das automatische Löschen ein. Klickt dazu oben rechts auf euer Profilbild und wählt Profil hinzufügen.
Fazit
Das automatische Löschen der Browserdaten ist ein sinnvolles Feature für alle, die Wert auf Privatsphäre legen. Edge macht es euch dabei deutlich einfacher als früher. Überlegt aber gut, welche Daten ihr wirklich automatisch löschen wollt – sonst wird das Surfen unnötig umständlich. Für maximale Flexibilität kombiniert das automatische Löschen mit verschiedenen Profilen oder nutzt gezielt den InPrivate-Modus.
Zuletzt aktualisiert am 09.04.2026

