Was können Chatbots wie ChatGPT wirklich – und was nicht?

von | 22.03.2023 | Digital

Was vor wenigen Jahren noch Science-Fiction war, ist heute Realität: Chatbots verstehen komplexe Fragen, schreiben Texte, analysieren Daten und lösen Programmieraufgaben. Doch was können KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Gemini wirklich – und wo stoßen sie an ihre Grenzen?

Die ersten Chatbots auf Webseiten waren frustrierend: Sie reagierten nur auf bestimmte Schlüsselwörter und spuckten vorgefertigte Textbausteine aus. Das hat sich fundamental geändert. Moderne KI-Chatbots verstehen natürliche Sprache, führen komplexe Unterhaltungen und erledigen anspruchsvolle Aufgaben.

Die neue Generation: Was KI-Chatbots heute draufhaben

ChatGPT von OpenAI, Claude von Anthropic, Gemini von Google oder GPT-4o – die aktuellen KI-Modelle sind echte Alleskönner geworden. Sie können:

Komplexe Texte erstellen: Von E-Mails über Berichte bis hin zu kreativen Geschichten
Code programmieren: In dutzenden Programmiersprachen, inklusive Debugging und Optimierung
Daten analysieren: Tabellen auswerten, Diagramme interpretieren, Trends erkennen
Bilder verstehen: Fotos beschreiben, Charts analysieren, visuelle Inhalte erklären
Sprachen übersetzen: Oft präziser als klassische Übersetzungsdienste
Recherche unterstützen: Komplexe Sachverhalte erklären und strukturieren

Die neuesten Modelle wie GPT-4o oder Claude 3.5 Sonnet können sogar mit Dateien arbeiten, Internetrecherche betreiben und multimodale Aufgaben lösen – also gleichzeitig mit Text, Bildern und anderen Medientypen umgehen.

ChatGPT4 hat viele neue Funktionen

Moderne KI-Chatbots haben viele neue Funktionen erhalten

Der KI-Boom: Konkurrenz belebt das Geschäft

Seit dem ChatGPT-Start Ende 2022 ist ein regelrechter KI-Wettlauf entbrannt. Google hat mit Gemini (früher Bard) nachgelegt, Anthropic entwickelt Claude, und selbst kleinere Anbieter wie Perplexity AI mischen mit. Microsoft hat ChatGPT in Bing und Office 365 integriert, Google in seine Workspace-Tools.

Die Entwicklung ist rasant: Was gestern noch unmöglich schien, wird heute zur Selbstverständlichkeit. KI-Assistenten können mittlerweile:

Aktuelle Informationen abrufen: Viele Chatbots haben jetzt Internetzugang
Dateien hochladen und bearbeiten: PDFs analysieren, Excel-Tabellen auswerten
Voice-Unterhaltungen führen: Natürliche Gespräche per Spracheingabe
Custom GPTs nutzen: Spezialisierte Chatbots für bestimmte Aufgaben
Plugins verwenden: Anbindung an externe Tools und Services

Wo KI-Chatbots noch schwächeln

Trotz aller Fortschritte haben auch die besten Chatbots noch klare Schwächen:

Halluzinationen: KI-Modelle erfinden manchmal Fakten oder Quellen. Sie präsentieren falsche Informationen oft sehr überzeugend – ein echtes Problem.

Aktualität: Obwohl viele Chatbots jetzt Internetzugang haben, können sie nicht immer die neuesten Entwicklungen korrekt einordnen oder bewerten.

Mathematik und Logik: Bei komplexen Berechnungen oder mehrstufigen logischen Schlussfolgerungen passieren noch Fehler.

Kontext-Grenzen: Auch wenn die „Token-Limits“ gestiegen sind, können sehr lange Unterhaltungen oder riesige Dokumente noch Probleme bereiten.

Subjektivität: Was „gut“ oder „richtig“ ist, können KI-Systeme oft nicht objektiv bewerten – sie spiegeln die Vorurteile ihrer Trainingsdaten wider.

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KI-Chatbots haben die Art, wie wir mit Technologie interagieren, revolutioniert

So verändert KI unseren Alltag

KI-Assistenten sind längst kein Spielzeug mehr, sondern praktische Helfer:

Im Beruf: Programmierer lassen sich Code erklären und debuggen. Texter nutzen KI für Brainstorming und Formulierungshilfen. Analysten lassen Daten auswerten und visualisieren.

In der Bildung: Schüler und Studenten bekommen komplexe Sachverhalte erklärt – allerdings führt das auch zu neuen Herausforderungen bei Hausarbeiten und Prüfungen.

Im Privatleben: Von Kochrezepten über Reiseplanungen bis hin zu Rechtsberatung – KI hilft bei alltäglichen Fragen und Problemen.

Bei der Kreativität: Songwriter, Autoren und Designer nutzen KI als Inspirationsquelle und Sparringpartner.

Tipps für den smarten KI-Einsatz

Damit ihr das Maximum aus KI-Chatbots herausholt:

Seht kritisch hin: Prüft wichtige Fakten und Quellen nach
Experimentiert mit Prompts: Je präziser eure Anfragen, desto bessere Antworten
Nutzt Follow-ups: Lasst euch Antworten erklären oder verfeinern
Kombiniert Tools: Verschiedene KI-Modelle haben unterschiedliche Stärken
Bleibt am Ball: Die KI-Landschaft entwickelt sich rasant weiter

KI-Chatbots sind mächtige Werkzeuge geworden, die unsere Art zu arbeiten, zu lernen und zu kommunizieren fundamental verändern. Sie ersetzen nicht das menschliche Denken, aber sie können es enorm verstärken – wenn man ihre Stärken und Schwächen kennt.

 

Zuletzt aktualisiert am 19.02.2026