Welche Mac-App läuft nativ auf Apple Silicon?

von | 06.01.2021 | macOS

Apple hat mit dem M1-Chip eine kleine Revolution angezettelt, die mittlerweile längst Realität ist. Seit 2020 läuft die Mac-Welt auf ARM-Basis statt Intel-Architektur – und das ist auch gut so. Aber welche Apps laufen eigentlich nativ auf eurem M1, M2, M3 oder M4 Mac? Wir zeigen euch, wie ihr das schnell herausfindet.

Mittlerweile sind wir längst über die Übergangszeit hinaus. Die meisten wichtigen Mac-Apps sind als „Universal Apps“ verfügbar – das bedeutet, sie laufen nativ auf Apple Silicon. Trotzdem gibt es noch immer Programme, die nur über Rosetta 2 emuliert werden. Das funktioniert zwar meist reibungslos, kostet aber Performance und Akkulaufzeit.

Besonders bei professionellen Anwendungen wie Video- oder Musikproduktion macht der Unterschied zwischen nativer Ausführung und Emulation deutlich bemerkbar. Native Apps nutzen die volle Power der Neural Engine und der optimierten Architektur – das kann bei rechenintensiven Tasks den Unterschied zwischen flüssigem Arbeiten und Rucklern ausmachen.

Der einfache Weg: Aktivitätsanzeige nutzen

Der schnellste Weg führt über die bereits vorhandene Aktivitätsanzeige. Öffnet sie über Spotlight (Cmd+Leertaste, dann „Aktivitätsanzeige“ tippen) oder im Ordner „Dienstprogramme“. Klickt auf den Reiter „CPU“ und achtet auf die Spalte „Art“. Dort seht ihr drei mögliche Einträge:

  • „Apple“ = Native Universal App
  • „Intel“ = Läuft über Rosetta 2 Emulation
  • „Universal“ = App unterstützt beide Architekturen

Falls die Spalte „Art“ nicht sichtbar ist, macht einen Rechtsklick auf die Spaltenüberschriften und aktiviert sie.

Silicon: Der Spezialist für App-Analyse

Die kostenlose App Silicon analysiert alle Apps auf dem Mac und zeigt übersichtlich an, welcher Typ sie sind. Das Tool ist Open Source und listet sämtliche installierte Programme mit ihrer jeweiligen Architektur auf. Besonders praktisch: Ihr könnt nach App-Typen filtern und bekommt sofort einen Überblick, welche Programme noch nicht optimiert sind.

Silicon Info: Live-Monitoring in der Menüleiste

Komfortabler geht es mit der App Silicon Info im Mac App Store. Sie zeigt permanent in der Menüleiste ein kleines Chip-Symbol und analysiert die jeweils aktive App im Vordergrund. Ein Klick auf das Symbol verrät sofort, ob die gerade verwendete App nativ läuft oder emuliert wird.

Was bedeutet das für euren Alltag?

Native Apps starten schneller, laufen effizienter und schonen den Akku. Bei Standard-Anwendungen wie Browsern, Office-Programmen oder Texteditoren merkt ihr den Unterschied kaum. Anders sieht es bei ressourcenhungrigen Programmen aus: Video-Rendering in Final Cut Pro, 3D-Modellierung oder komplexe Datenanalyse profitieren massiv von nativer Ausführung.

Besonders ältere oder sehr spezialisierte Software läuft oft noch über Rosetta 2. Das ist kein Drama – Apple hat die Emulation so gut implementiert, dass die meisten Programme problemlos funktionieren. Trotzdem lohnt es sich, regelmäßig nach Updates zu schauen oder Alternativen zu evaluieren.

Der Blick in die Zukunft

Apple hat angekündigt, Rosetta 2 nicht ewig zu unterstützen. Spätestens wenn die nächste große macOS-Generation ansteht, könnte die Emulation wegfallen. Entwickler haben das verstanden: Die allermeisten wichtigen Mac-Programme sind mittlerweile als Universal Apps verfügbar.

Wer noch Intel-Mac-Programme im Einsatz hat, sollte zeitnah nach nativen Alternativen suchen. Das gilt besonders für professionelle Workflows, wo Performance und Zuverlässigkeit entscheidend sind. Die gute Nachricht: Der Mac App Store kennzeichnet Universal Apps deutlich, und auch die meisten Entwickler-Websites geben Auskunft über die unterstützten Architekturen.

Ein regelmäßiger Check mit einem der genannten Tools verschafft euch Klarheit darüber, wo euer Mac noch Intel-Altlasten mitschleppt. So könnt ihr gezielt optimieren und die volle Power eurer Apple Silicon-Hardware ausschöpfen.

Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026