Passwörter sind der Schlüssel zu euren schützenswerten Daten. Einmal vergeben, ändert ihr sie nicht mehr so häufig – das empfiehlt auch das BSI mittlerweile. Trotzdem solltet ihr sie regelmäßig überprüfen – nicht wegen ihrer Qualität, sondern wegen ihrer Kompromittierung!
Datenlecks: Die unsichtbare Gefahr
2025 waren es wieder Millionen betroffener Nutzer: Massive Datenlecks bei großen Unternehmen sorgen dafür, dass E-Mail-Adressen, Nutzernamen und Passwörter in die falschen Hände geraten. Diese Daten landen in Darknet-Marktplätzen und werden dort gehandelt. Cyberkriminelle haben dann theoretisch Zugriff auf all eure Benutzerkonten – so lange, bis ihr das Passwort ändert.

Die umfassendste Datenbank bekannter Sicherheitsvorfälle findet ihr auf https://haveibeenpwned.com/. Nach Eingabe eurer E-Mail-Adresse seht ihr sofort, ob und bei welchen Hacks eure Zugangsdaten erbeutet wurden. Der Service wird vom Sicherheitsforscher Troy Hunt betrieben und gilt als vertrauenswürdig.
Falls ihr betroffen seid: Ändert umgehend das betroffene Passwort und alle anderen Konten, die dasselbe Passwort verwenden. Ja, Passwort-Recycling ist immer noch ein Riesenproblem!
Passwort-Manager: Euer digitaler Tresor
2026 führt kein Weg mehr an Passwort-Managern vorbei. Tools wie Bitwarden, 1Password, Dashlane oder der integrierte Manager in Chrome und Safari generieren nicht nur sichere, einzigartige Passwörter für jeden Account – sie warnen auch proaktiv vor kompromittierten Zugangsdaten. Diese Dark-Web-Monitoring-Funktion prüft automatisch, ob eure Passwörter in bekannten Datenlecks auftauchen.
Passkeys: Die Zukunft ist schon da
Der große Game-Changer 2025/26: Passkeys setzen sich endlich durch. Google, Apple, Microsoft und viele große Webdienste unterstützen bereits diese passwortlose Authentifizierung. Statt eines Passworts nutzt ihr biometrische Daten oder euren Gerätecode. Das ist nicht nur sicherer, sondern auch bequemer. Wo immer möglich, solltet ihr auf Passkeys umsteigen.
Wie gut ist mein Passwort wirklich?
Für die Übergangszeit, in der ihr noch klassische Passwörter benötigt, hilft https://checkdeinpasswort.de bei der Einschätzung. Die Seite berechnet, wie lange moderne Computer brauchen würden, um euer Passwort durch Brute-Force-Angriffe zu knacken. Achtung: Gebt hier niemals echte, aktiv genutzte Passwörter ein!

Die Ergebnisse sind oft überraschend: Ein 20-Zeichen-Passwort aus echten Wörtern wie „HausKatzeAutoBlau2026“ ist deutlich schwächer als ein scheinbar kryptisches „MmL2026iuZ!“, das aus dem Merksatz „Mein mit Liebe 2026 in Ungarn zubereitetes!“ entsteht. Grund: Wörterbuch-Angriffe erkennen bekannte Wortmuster.
Zwei-Faktor-Authentifizierung: Doppelt hält besser
Selbst das beste Passwort ist nur so sicher wie der schwächste Punkt in der Kette. Deshalb solltet ihr überall, wo möglich, Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren. Authenticator-Apps wie Google Authenticator, Microsoft Authenticator oder Authy sind dabei sicherer als SMS-basierte Verfahren, die durch SIM-Swapping-Angriffe kompromittiert werden können.
Regelmäßige Security-Checkups
Plant vierteljährlich einen „Passwort-Frühjahrsputz“: Überprüft eure wichtigsten Accounts, aktiviert verfügbare Sicherheitsfeatures und löscht ungenutzte Konten. Viele Anbieter bieten mittlerweile umfassende Sicherheitsdashboards, die zeigen, wo Handlungsbedarf besteht. Nutzt diese Tools – eure digitale Sicherheit dankt es euch.
Die goldene Regel 2026: Einzigartige Passwörter für jeden wichtigen Account, Passwort-Manager für die Verwaltung, Passkeys wo verfügbar und 2FA überall. So macht ihr es Angreifern maximal schwer, auch wenn mal wieder ein Datenleck bekannt wird.
Zuletzt aktualisiert am 20.02.2026