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Ziele vom Internet aufs Handy schicken

von | 05.07.2019 | Mobility, Software, Tipps

Google ist euer Freund – zumindest, wenn es um die Suche von Informationen im Internet geht. Ihr habt nach eurem Lieblingscafé gesucht und seht die Öffnungszeiten, Telefonnummer und Adresse. Die jetzt manuell abzutippen, wäre viel zu viel Aufwand. Zumindest dann, wenn ihr im Browser und auf eurem Smartphone mit eurem Google-Konto angemeldet seid. Google bietet nämlich mehrere clevere Wege, um Informationen nahtlos zwischen euren Geräten zu übertragen!

Auf vielen Webseiten findet ihr den Link An mein Smartphone senden. Voraussetzung ist, dass der Laden oder Ort einen Eintrag bei Google selbst (und nicht nur eine Webseite) hat. Dann sind dessen Stammdaten nämlich so gespeichert, dass Google diese direkt übertragen kann. Klickt auf den Link und wählt das Smartphone aus der Liste aus. Wenn dies nicht der Fall ist, dann fehlt auf dem Smartphone die Anmeldung mit dem Google-Konto. Diese solltet ihr dann entweder in den Einstellungen oder in Google Maps nachholen.

Nachdem ihr den Versand bestätigt habt, bekommt ihr auf dem ausgewählten Smartphone eine Benachrichtigung. Tippt darauf, dann öffnet sich Google Maps und die Schaltflächen für weitere Aktionen werden angezeigt. Klickt auf den Pfeil, um die Navigation zur entsprechenden Adresse zu starten. Um bei der angegebenen Rufnummer anzurufen, klickt auf den Telefonhörer.

Noch mehr Möglichkeiten mit Google-Diensten

Mittlerweile gibt es aber noch weitere praktische Wege, um Informationen zwischen euren Geräten zu synchronisieren. Google Lens beispielsweise kann QR-Codes und Visitenkarten scannen und die Daten automatisch in eure Kontakte übertragen oder Websites öffnen. Besonders praktisch: Richtet ihr Google Lens auf einen Text, könnt ihr ihn direkt kopieren und auf anderen Geräten einfügen.

Die Chrome-Synchronisation hat sich ebenfalls deutlich verbessert. Tabs, die ihr auf dem Desktop öffnet, könnt ihr nahtlos auf dem Smartphone weiterlesen. In der mobilen Chrome-App findet ihr unter „Zuletzt verwendete Tabs“ alle geöffneten Seiten eurer anderen Geräte. Das funktioniert auch umgekehrt: Smartphone-Tabs lassen sich am Desktop weiterbearbeiten.

Google Assistant als Brücke zwischen den Geräten

Google Assistant hat sich zu einem mächtigen Tool für die geräteübergreifende Nutzung entwickelt. Sagt einfach „Ok Google, erinnere mich daran, bei [Geschäftsname] anzurufen“, und ihr bekommt die Erinnerung auf allen euren Geräten. Der Assistant kann auch Shopping-Listen erstellen, die automatisch auf allen Geräten verfügbar sind.

Besonders clever: Mit „Ok Google, wo habe ich mein Auto geparkt?“ könnt ihr euch den letzten Standort anzeigen lassen, an dem euer Smartphone mit dem Auto-Bluetooth verbunden war. Diese Funktion läuft automatisch im Hintergrund, ohne dass ihr etwas konfigurieren müsst.

Nearby Share: Das Google-AirDrop

Seit 2024 hat Google Nearby Share deutlich ausgebaut. Damit könnt ihr nicht nur Dateien zwischen Android-Geräten teilen, sondern auch zwischen Android und Windows-PCs. Fotos, Dokumente, Links und sogar ganze Ordner lassen sich mit wenigen Klicks übertragen. Die Reichweite wurde auf bis zu 500 Meter erweitert, und die Übertragungsgeschwindigkeit ist mittlerweile konkurrenzfähig zu AirDrop.

Die Einrichtung ist denkbar einfach: Aktiviert Nearby Share in den Android-Einstellungen und ladet die entsprechende App auf euren Windows-PC. Danach könnt ihr Inhalte durch einfaches Antippen teilen.

Privacy und Datenschutz im Blick behalten

Bei all der Bequemlichkeit solltet ihr den Datenschutz nicht vergessen. Google sammelt durch diese Dienste natürlich Daten über eure Gewohnheiten und Standorte. In den Google-Kontoeinstellungen könnt ihr detailliert festlegen, welche Daten gespeichert und zwischen Geräten synchronisiert werden sollen.

Besonders wichtig: Überprüft regelmäßig, welche Geräte mit eurem Google-Konto verbunden sind. Alte Smartphones oder Computer, die ihr nicht mehr nutzt, solltet ihr aus der Geräteliste entfernen, um ungewollten Zugriff zu verhindern.

Alternative Lösungen für mehr Privatsphäre

Wer auf Google-Dienste verzichten möchte, findet Alternativen wie Mozilla Firefox mit integrierter Sync-Funktion oder den Brave Browser. Auch hier könnt ihr Tabs, Lesezeichen und Passwörter zwischen Geräten synchronisieren, allerdings mit weniger Komfort-Features als bei Google.

Für den reinen Dateiaustausch bieten sich Tools wie Snapdrop (funktioniert über den Browser) oder die Signal-App an, die auch als sicherer Messenger zwischen euren eigenen Geräten fungieren kann.

Zuletzt aktualisiert am 04.03.2026

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