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30 Jahre Apple Macintosh

23.01.2014 | Von Jörg Schieb

Tipps

Vor 30 Jahren hat Apple-Gründer Steve Jobs den Apple Macintosh vorgestellt und damit den Grundstein für eine neue Art der Computerbedienung gelegt. Heute werden alle Rechner mit Maus und Tastatur bedient – damals nur der Apple Mac. So innovativ das Konzept war: Anfangs war Apple mit dem Mac nicht sonderlich erfolgreich und wäre sogar fast pleite gegangen. Erst später setzte der große Erfolg ein.

Am 24. Mai 1984 hat Apple den ersten Apple Macintosh (Mac) vorgestellt. Ausgestattet mit 128 KByte Speicher, Floppy-Disk-Laufwerk, neun Zoll Schwarzweiß-Bildschirm und eigener Apple-Software, etwa zum Erstellen von Grafiken. Apples Macintosh war der erste in Serie hergestellte Tischrechner mit grafischer Benutzeroberfläche, der mit Maus und Tastatur bedient wird – lange bevor Microsoft sein Windows entwickelt und in den Markt eingeführt hat. Mit 2495 Dollar war der erste Mac zwar nicht besonders günstig, allerdings kostetet das Vorgängermodell Lisa das Vierfache: 10.000 Dollar. Davon konnte Apple so gut wie gar keine Geräte verkaufen.

Werbespot „1984“ hat das Interesse angeheizt

Apples Macintosh hat sich vom Start weg gut verkauft. Nicht zuletzt aufgrund des Werbespots „1984“, der nur ein einziges Mal im Fernsehen zu sehen war und als einer der besten Werbespots aller Zeiten gilt: Gezeigt wurde der Spot in der Werbepause des Suberbowl, die teuerste Werbezeit im amerikanischen Fernsehen. Über 100 Millionen Menschen haben den von Hollywood-Regisseur Ridley Sctott gedrehten Werbespot gesehen. Hier spielt Apple mit den Ängsten vor dem Orwell-Jahr 1984 – und attackiert damit den damaligen Marktführer IBM, der seinen IBM-PC 1981 auf den Markt gebracht hatte und damit sehr erfolgreich war.

Ungewöhnliches Marketing war von Anfang an das Erfolgsrezept von Apple und Steve Jobs, der Apple mit gegründet hat. Das erste Modell des Mac hat sich nur bescheiden verkauft – zu wenig Speicher für einen Computer, der mir gratischer Benutzeroberfläche ausgerüstet ist. Als es auch Modelle mit größerem Speicher gab, konnten auch mehr Geräte verkauft werden. Apple konnte über die Jahre die Marktanteile von unter 1% auf bis zu 13% erhöhen.

Think different: Teure Rechner für Freigeister

Mit Slogans wie „Think Different“, den sich eine Werbeagentur aus Los Angeles 1997 überlegt hat und bis 2002 genutzt wurde, um Apple von Microsoft abzugrenzen, hat Apple nach und nach Menschen für seine Produkte interessiert. In der Anfangszeit vor allem eine eher gut betuchte Klientel, vor allem aus dem kreativen Bereich. Nach und nach konnte Apple aber auch andere Abnehmer finden. Bis heute sind Apple-Geräte allerdings preislich eher im oberen Segment angesiedelt. Apple will bewusst keine Billigmarke sein.

1985 verließ Apple-Gründer Steve Jobs das Unternehmen. Apple musste eine Durststrecke durchleben. IBM war mit seinem PC deutlich erfolgreicher, nicht zuletzt, weil jeder kompatible PCs herstellen konnte. Als dann 1995 mit Windows 95 auch noch eine gut gemachte grafische Benutzeroberfläche für PCs auf den Markt kam, wollten immer weniger Menschen die teureren Macs kaufen. Apple war nahezu pleite. Microsoft hat Apple wieder auf die Beine geholfen. 1997 ist Steve Jobs zu Apple zurückgekehrt – und hat das Unternehmen nicht nur gerettet, sondern in den Jahren danach zur wertvollsten Marke der Welt entwickelt.

Begonnen hat der Erfolg mit der Erfindung des iMac, ein Nachfolger des ersten Apple Macintosh. Jobs war sehr mutig, hat auf das damals übliche Diskettenlaufwerk verzichtet und voll auf das Internet gesetzt. Außerdem war der iMac in verschiedenen Farben zu haben. Design, ein wichtiges Unterscheidungskriterium, bis heute. Auch heute verkauft Apple noch iMacs, aber auch tragbare Macs wie den Macbook oder Macbook Pro.

 




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