Touch ID optimal nutzen: Fingerabdrücke verwalten und benennen

von | 02.11.2013 | iOS

Biometrische Authentifizierung ist längst Standard auf Smartphones und anderen Geräten. Egal ob Touch ID, Face ID oder Fingerabdruck-Scanner unter dem Display – fast jeder nutzt heute diese bequeme und sichere Entsperrung. Doch was passiert, wenn ihr mehrere Fingerabdrücke registriert habt und nicht mehr wisst, welcher Finger zu welchem Eintrag gehört?

Bei Apple-Geräten mit Touch ID könnt ihr bis zu fünf Fingerabdrücke speichern. Das ist praktisch, denn so funktioniert das Entsperren mit verschiedenen Fingern – je nach Situation. Mal liegt das iPhone so auf dem Tisch, dass der Zeigefinger am besten passt, mal haltet ihr es so, dass der Daumen günstiger ist. Oder ihr wollt eurem Partner oder Familienmitgliedern Zugang gewähren.

Das Problem: Nach einiger Zeit habt ihr vergessen, welcher der fünf gespeicherten Einträge zu welchem Finger gehört. Die Standardbezeichnungen wie „Fingerabdruck 1“, „Fingerabdruck 2“ usw. sind wenig aussagekräftig. Glücklicherweise bietet iOS eine elegante Lösung.

Touch ID Einträge identifizieren und verwalten

Um herauszufinden, welcher Eintrag zu welchem Finger gehört, geht ihr in die Einstellungen eures iPhones oder iPads. Dort wählt ihr „Touch ID & Code“ (bei älteren iOS-Versionen „Touch ID & Kennwort“). Nach Eingabe eures Entsperrcodes seht ihr die Liste aller registrierten Fingerabdrücke.

Jetzt kommt der Trick: Legt einfach einen Finger auf den Touch ID-Sensor. Der entsprechende Eintrag in der Liste blinkt kurz auf und zeigt euch so, welcher Finger mit welchem Eintrag verknüpft ist. So könnt ihr systematisch alle eure registrierten Finger durchprobieren und zuordnen.

Individuelle Namen vergeben

Sobald ihr wisst, welcher Eintrag zu welchem Finger gehört, könnt ihr aussagekräftige Namen vergeben. Tippt dazu auf „Bearbeiten“ und anschließend auf den Eintrag, den ihr umbenennen möchtet. Es erscheint eine Tastatur, und ihr könnt Namen wie „Daumen rechts“, „Zeigefinger links“, „Papa“, „Mama“ oder was auch immer sinnvoll ist, eingeben.

Diese Funktion ist nicht nur bei Touch ID nützlich, sondern auch bei anderen biometrischen Systemen. Bei Android-Geräten funktioniert das Prinzip ähnlich, auch wenn die Menüführung je nach Hersteller variiert.

Face ID als moderne Alternative

Bei neueren iPhones hat Apple Touch ID weitgehend durch Face ID ersetzt. Die Gesichtserkennung funktioniert meist noch zuverlässiger und schneller als der Fingerabdruck-Scanner. Face ID kann auch mehrere Erscheinungsbilder lernen – etwa mit und ohne Brille, mit verschiedenen Frisuren oder sogar mit Maske (seit iOS 15.4).

Der Vorteil von Face ID: Ihr müsst euch keine Gedanken über verschiedene Finger machen. Die Kamera erkennt euer Gesicht aus verschiedenen Winkeln und bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Allerdings gibt es Situationen, wo Touch ID praktischer ist – etwa wenn das iPhone flach auf dem Schreibtisch liegt.

Sicherheitsaspekte beachten

Bei der Verwaltung biometrischer Daten solltet ihr einige Sicherheitsaspekte im Hinterkopf behalten. Registriert nur Personen, denen ihr wirklich vertraut. Jeder gespeicherte Fingerabdruck kann nicht nur das Gerät entsperren, sondern oft auch Käufe im App Store oder andere sensible Aktionen autorisieren.

Regelmäßige Überprüfung der gespeicherten Daten ist sinnvoll. Wenn sich eure Lebenssituation ändert – etwa nach einer Trennung oder wenn Kinder älter werden und eigene Geräte bekommen – solltet ihr nicht mehr benötigte Einträge löschen.

Fingerabdrücke optimieren

Für beste Ergebnisse registriert eure Finger aus verschiedenen Winkeln. Haltet den Finger nicht immer exakt gleich auf den Sensor, sondern variiert die Position leicht. So lernt das System verschiedene Bereiche des Fingerabdrucks kennen und die Erkennung funktioniert zuverlässiger.

Bei beschädigten oder sehr trockenen Fingern kann die Erkennung problematisch werden. In solchen Fällen ist es sinnvoll, alternative Finger zu registrieren oder auf den Zahlencode auszuweichen.

Fazit

Die Möglichkeit, Fingerabdruck-Einträge individuell zu benennen und zu verwalten, macht die Nutzung von Touch ID deutlich komfortabler. Mit den richtigen Bezeichnungen behaltet ihr den Überblick und könnt bei Bedarf schnell Anpassungen vornehmen. Die Kombination aus Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit macht biometrische Authentifizierung zu einer der wichtigsten Smartphone-Innovationen der letzten Jahre.

Zuletzt aktualisiert am 20.04.2026