Das leise Surren der Festplatte ist den meisten Computerbenutzern vertraut. Das so typische Geräusch entsteht, wenn der Schreib-Lesekopf im Inneren der Festplatte nach Programmen sucht oder Daten auf der Magnetplatte speichert. Mit der Zeit werden diese Geräusche jedoch lauter. Es dauert immer länger, bis ein Programm geladen oder eine Information gespeichert ist.

Es ist so: Festplatten werden mit der Zeit langsamer. Das ist keine Sinnestäuschung, sondern lässt sich durchaus technisch erklären. Ein wichtiger Grund ist, dass die Festplatte mit der Zeit voller wird. Da fällt es dem Betriebssystem immer schweer, noch unbenutzte Bereiche zum Speichern der Informationen zu finden. Es dauert einfach länger.

Fragmentierung: Ein anderes Wort für Unordnung

Ein anderer Grund ist die so genannte Fragmentierung. Darunter verstehen Experten sozusagen den Grad an Aufgeräumtheit auf der Festplatte. Anfangs ist alles wunderbar aufgeräumt. Wie ein neues Büro. Alles steht an seinem Platz. Doch mit der Zeit, wenn Dateien verändert oder verschoben werden, wird es auf der Festplatte zunehmend chaotisch. Es gibt immer mehr Ordner und Unterordner, vor allem aber an teilweise ganz unterschiedlichen Plätzen.

Ein Tohuwabohu, das die Experten Fragmentierung nennen. Der Inhalt einzelner Ordner oder Dateien sind nicht mehr als ein Block zusammen hängend auf der Festplatte gespeichert, sondern auf der ganzen Platten verteilt (fragmentiert). So, als ob eine Akte auf mehrere Büros und Schreibtische verteilt würde. Je stärker diese Aufteilung, desto stärker die Fragmentierung – und um so langsamer ist die Festplatte.

Zustand der Festplatte überprüfen

Computerbenutzer können die Fragmentierung einer Festplatte jederzeit überprüfen. Dazu muss nur das Hilfsprogramm Defragmentierung gestartet werden, das sich im Programmordner Zubehör > Systemprogramme versteckt. Einfach nach dem Programmstart auf Überprüfen klicken, schon analysiert die Software den aktuellen Status Quo der Platte. Das kann allerdings eine Weile dauern.

Am Ende des Prüfvorgangs spricht das Programm eine Empfehlung aus. Je nachdem, wie aufgeräumt oder unaufgeräumt es auf der Festplatte aussieht. Lautet die „Die Festplatte sollte defragmentiert werden“, reicht ein Mausklick auf den Knopf Defragmentieren, um die Unordnung auf der Festplatte zu beseitigen. Anschließend beginnt Windows damit, die Festplatte aufzuräumen.

Aufräumarbeiten können eine Weile dauern

Die Aufräumarbeiten (das Defragmentieren) kann jedoch je nach vorgefundener Unordnung und Speicherkapazität der Platte durchaus eine Weile dauern; selbst mehrere Stunden. Deshalb empfiehlt es sich, diese Aufräumarbeiten nur dann anzuordnen, wenn der Rechner für eine Weile nicht gebraucht wird. Etwa über Nacht. Das Programm informiert durch Grafiken und Hinweise über das Fortschreiten der Optimierung. Der Vorgang lässt sich jederzeit risikolos abbrechen.

Nach der Defragmentierung sind die Informationen auf der Festplatte optimal angeordnet. Meist lässt sich ein deutlicher Geschwindigkeitszuwachs feststellen. Festplatten sollten regelmäßig aufgeräumt werden, am besten einmal im Monat.

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