Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es den Multimedia Award. Ein traditionsreicher Preis, der besonders gut gelungene Multimedia-Anwendungen auszeichnet. Das können zum Beispiel Webseiten sein, aber auch ausgefallen gestaltete Onlineshops, hervorragend gelungene Multimedia-CDs oder aber auch einfallsreiche Onlinewerbung.

Die Veranstalter sind auf der Suche nach originellen, kreativen, ausgefallenen Konzepten – und achten auch auf hervorragende Umsetzung.

Weil man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen kann, gibt es verschiedene Kategorien, zum Beispiel Werbung/PR, Information, Unterhaltung, Vertriebsunterstützung, interaktive Services, mobile Anwendungen, Kiosksysteme, E-Mail und last not least interaktives Fernsehen. Ein breit gefächertes Themengebiet also.

Um den Preis muss man sich allerdings bewerben. Bis zu 270 Euro Gebühr werden allein für die Anmeldung fällig. Es werden also keineswegs die besten Angebote prämiert, sondern die besten der eingereichten Ideen und Produkte.

Die Investition kann sich aber trotzdem lohnen. Denn prämierte Ideen haben es leichter, einen Käufer zu finden. Preise wie der Multimedia Award ziehen Aufmerksamkeit an – kreative Köpfe rücken ins Rampenlicht. Und genau das ist der Sinn, der hinter dem Multimedia Award steckt.

Aber nicht alles ist bierernstes Business. Dieses Jahr werden nämlich zum ersten Mal auch die skurrilste Webseiten Deutschlands mit einem Multimedia Award ausgezeichnet. In einem Online-Voting im Internet konnte das Publikum mehrere Wochen lang abstimmen, welches der insgesamt zehn nominierten Angebote für den Preis in Frage kommt.

Da wäre zum Beispiel amator-des-montats.de. Hier wird jeden Monat das „Tor des Monats“ der Amateure gewählt. Kleine Videos zeigen die talentierten Kicker.

fiese-scheitel.de zeigt abenteuerliche Frisuren – natürlich mit Scheitel. vor allem aus den 70er Jahren, aber nicht nur. Und wer http://www.parapluesch.de in seinen Browser eintippt, bekommt eine Herz zerreißende Geschichte aus der „Psychatrie für Kuscheltiere“ geboten.

Mein klarer Favorit jedoch, weile eine schöne Mischung aus skurril und schön anzuschauen: http://www.rheinschuh.de. Dahinter verbirgt sich eine virtuelle Fotogallerie – mit Fotoaufnahmen von Schuhen, Latschen, Sandalen und Handschuhen, die entlang des Rheins gefunden – und fotografiert wurden. Hier kann jeder seinen Lieblingsschuh auswählen. Oder auch selbst Fotos hoch laden. Ich habe mich schon oft beim Spazierengehen am Rhein gefragt, wo all die Schuhe her kommen. Der Rhein spült wirklich unglaublich viele ans Ufer.

All das zeigt: Im Internet ist alles möglich. Hier können sich Kreative austoben – und finden, mit etwas Glück, ein riesiges Publikum. Das Internet macht´s möglich…