Wer unter 30 ist, hat heute unter Garantie stets einen MP3-Player mit dabei – um sich Musik anzuhören. Aber auch bei älteren Semestern werden MP3-Player immer beliebter… Musik, Hörbücher sind aber längst nicht alles, was man sich auf einem MP3-Player anhören kann.

Es gibt auch Talkshows, Comedysendungen, Filmkritiken, Buchrezensionen jede Menge anderer, extra für MP3-Player hergestellte Programme, die man sich unterwegs anhören kann. Kostenlos. Eine Art Radio für die Mp3-Welt. Podcast nennt sich dieser Trend.

„Richtiges“ Radio zu hören ist wirklich kinderleicht: Gerät einschalten. Den gewünschten Sender oder die Frequenz einstellen. Fertig. Schon kann man in aller Ruhe dem Programm lauschen…

Ganz so einfach ist Radiohören auf MP3-Playern leider nicht. Zumindest muss man hier etwas umdenken. Aber dafür gibt es auch eine Menge Vorteile. Der größte: Hier kann jeder sein ganz individuelles Radioprogramm für unterwegs zusammenstellen.

Podcast nennt sich dieser Trend. Ein Kunstwort, das zusammengesetzt wurde aus ‚Pod‘, als Abkürzung für iPod, und Cast, die Kurzform für das englische Wort Broadcasting – Senden. Podcast funktioniert aber keineswegs nur mit dem iPod, sondern praktisch mit jedem MP3-Player.

Anders als beim Radio kommt das Programm, das man sich im MP3-Player anhört, aber nicht live aus dem Äther, sondern aus dem Internet. Hier können Podcast-Fans in einem riesigen Angebot stöbern – und sich bequem ihr eigenes Radio-Programm zusammenstellen.

Wer seinen MP3-Player mit Radioprogrammen für unterwegs füttern will, muss sich also im Internet nach passenden Inhalten umschauen. Aber: Das geht ganz leicht.

Zum Beispiel unter http://www.podster.de. Eine gute Anlaufstelle für den Anfang. Denn hier bekommt man einen guten Überblick, was alles als Podcast angeboten wird. Aber Nicht erschrecken: Das Angebot ist wirklich riesig. Von Business über Comedy, Filme, bis hin zu Unerhaltung und Wissenschaft: Es ist wirklich alles dabei.

Die aktuellen Nachrichten vom Deutschlandfunk – wer mag, kann sie auf seinen MP3-Player holen. Das praktische an Podcasts ist nun: Es reicht ein Mausklick, schon hat man so ein Podcast abonniert. Sobald ein neuer, aktueller Beitrag online geht, landet der dann automatisch auf dem eigenen MP3-Player. Das können Sender aus aller Welt sein.

Es gibt durchaus einige Unterschiede zum klassischen Radio. Beim Radio hört man live genau das, was der eingestellte Sender gerade ausstrahlt. Podcast funktioniert anders: Da hört man quasi Aufzeichnungen von Radiosendungen. Wann man möchte. Wo man möchte. Und wie oft man möchte.

Das ist nicht grundsätzlich besser, aber auf jeden Fall anders. Ein weiterer großer Unterschied: Echtes Radio wird von Profis gemacht. Einige Podcasts auch, aber grundsätzlich kann jeder einen Podcast ins Internet stellen.

Der satirische Wochenrückblick von Peter Zudeik beim WDR – ist auch als Podcast zu haben. Oder der Presseclub aus der ARD. Ja sogar Hart aber Fair, die Talksendung mit Frank Plasberg, kann man sich bequem als Podcast auf dem iPod anhören.

All das sind Programme von Profis. Die Mehrzahl der Podcast-Angebote kommt aber von Laien. Von Menschen, die einfach Spaß an einem Thema haben, sich ausprobieren oder mitteilen wollen. So funktioniert Bürgerfunk im 21. Jahrhundert. Vielen Podcasts hört man durchaus an, dass sie von Laien gemacht werden.

Aber: Das hat durchaus seinen Reiz. Nicht-Profis gehen oft anders an die Dinge ran als Profis, haben einen anderen Blickwinkel. Doch es gibt auch Hörspiele, Comedy oder ganz allgemein: Unterhaltung. Aufstrebende Talente, die sich ausprobieren.

Die beste Tankstelle für Podcasts jeder Srt ist übrigens das kostenlose Musikprogramm iTunes von Apple. Hier kann man besonders komfortabel nach passenden Podcast-Angeboten stöbern – und sie auf Knopfdruck anhören, abonnieren oder auf den MP3-Player holen. Mittlerweile gibt es sogar Video-Podcasts. Quasi die nächste Generation.

http://www.podster.de

www.itunes.de